mini|hochkant|Rathaus im Dorfzentrum Argenthal ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen an.

Geographie Argenthal befindet sich am Nordwestrand des Soonwalds, einem bis hohen Teil des Hunsrücks, der zum Rheinischen Schiefergebirge zählt.

Zu Argenthal gehören die Wohnplätze Birkenhof, Eckelhornerhof, Weidenhof, Forsthaus Ellern, Forsthaus Thiergarten, Haus am Waldsee, Jägerhof und Wacholderhof.

Mit 28,52 km² Fläche, davon 19,85 km² Wald (Soonwald), ist die Gemarkung Argenthal nach Boppard die zweitgrößte im Rhein-Hunsrück-Kreis (Quelle: statistisches Landesamt, Stand 31. Dezember 2007). Größere Ortschaften in der Nachbarschaft sind Simmern im Westen und Rheinböllen im Osten.

Höchste Erhebung von Argenthal ist der Opel mit . Auf dem Gebiet der Gemeinde befindet sich der Waldsee, dieses Badegewässer entstand aus einer 1935 stillgelegten Erzgrube.

Geschichte Der Ort wurde erstmals im Jahre 1091 als „Argantal“ erwähnt. Argindal war im 13. Jahrhundert als Reichslehen im Besitz Ritter von Schönburg auf Wesel. Namentlich erwähnt wird ein Merbodo dictus de Argindal. Landesherr war seit dem 14. Jahrhundert der Pfalzgraf bei Rhein. Mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch. 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Argenthal, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 730 1835 880 1871 792 1905 851 1939 849 1950 1.023 1961 1.091 Jahr Einwohner 1970 1.394 1987 1.479 1997 1.565 2005 1.660 2011 1.661 2017 1.620

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Argenthal besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl SPD FWGA ZA Gesamt 2024 – 10 6 16 Sitze 2019 – 9 7 16 Sitze 2014 per Mehrheitswahl 16 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen. 2009 7 9 – 16 Sitze 2004 6 10 – 16 Sitze FWGA = Freie Wählergruppe Argenthal e. V. ZA = Zukunft Argenthal e. V.

Bürgermeister Michael Wilhelmy (Einzelbewerber) wurde am 1. Mai 2026 Ortsbürgermeister von Argenthal. Bei der parallel zur Landtagswahl am 22. März 2026 stattgefundenen Direktwahl hatte er sich mit 57,36 % der Stimmen gegen eine Mitbewerberin durchsetzen können.

Wilhelmys Vorgänger Hans-Werner Merg (FWGA) war bei der Stichwahl am 16. Juni 2019 mit einem Stimmenanteil von 59,49 % erfolgreich, nachdem bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 keiner der ursprünglich drei Kandidaten die notwendige Mehrheit erreicht hatte. Er wurde damit Nachfolger der bisherigen Ortsbürgermeisterin Sarah Groß. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er mit 79,6 % der Stimmen ohne Gegenkandidat in seinem Amt bestätigt. Im Januar 2026 kündigte Merg an, sein Amt zum 30. April vorzeitig niederzulegen, wodurch eine Neuwahl erforderlich wurde.

Wirtschaft und Infrastruktur mini|Der Ort in die Landschaft eingebettet Gewerbe Argenthal gehört zu den größeren Hunsrück-Orten, in dem nur noch wenige Menschen in der Landwirtschaft tätig sind. Die Mehrheit der Einwohner sind als Arbeiter, Angestellte, Beamte, Handwerker, Gewerbetreibende und Soldaten beschäftigt.

Verkehr Der Haltepunkt Argenthal lag an der mittlerweile stillgelegten Hunsrückquerbahn Langenlonsheim–Hermeskeil.

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Argenthal

Persönlichkeiten Peter Engelmann (1823–1874), US-amerikanisch-deutscher Pädagoge, Autor und Gründer der German-English Academy (heute: University School of Milwaukee) Dirk Jasper (1947–2011), freier Publizist, Sachbuchautor und Multimedia-Produzent, wohnte mit seiner Familie in Argenthal.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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