mini|Ölpumpe auf dem Rühlertwist
Das Ölfeld Rühle ist ein niedersächsisches Ölfeld im Landkreis Emsland mitten im Bourtanger Moor, das sich rund um den Ort Twist erstreckt. Das Feld ist in zwei Teilfelder aufgeteilt, die von verschiedenen Firmen ausgebeutet werden. Das Teilfeld Rühlertwist befindet sich im Ortsteil Rühlertwist der Gemeinde Twist, so dass die Ölpumpen teilweise direkt neben Wohnhäusern stehen. Der Feldteil Rühler Moor hingegen befindet sich mitten im Moor und kann größtenteils nur mit der Feldbahn Rühlermoor erreicht werden. Das Feldbahnnetz hat eine Länge von mehreren Kilometern und dient weiterhin dem Torfabbau.
Das Ölfeld Das Ölfeld Rühle Zeitungsartikel galt vor Auffindung der Mittelplate 1981 als größte Erdöllagerstätte Deutschlands. Es wurde im Jahr 1949 entdeckt, seine anschließende Erschließung dauerte bis in die 1950er Jahre hinein. Bohrturm 1950 Im gesamten Feld wurden fast 600 Bohrungen niedergebracht. Das Feld teilt sich in ein großes östliches Feldteil Rühlermoorhttps://www.exxonmobil.com/Germany-German/PA/about_where_niedersachsen_ruehlermoor.aspx Exon Rühlermoor und ein kleineres westliches Rühlertwist Bild des Werkplatzes Rühlertwist 1952 auf, welches sich noch bis knapp über der Niederländischen Grenze fortsetzt.
Der Feldteil Rühlermoor wird von der Exxonmobil Production Deutschland GmbH ausgebeutet, der andere Feldteil Rühlertwisthttp://www.gdfsuezep.de/cms/front_content.php?idcat=46&idart=91&lang=1 Neue Bohrung Rühlertwist von der GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH.
Die Lagerstätte befindet sich im Bentheimer Sandstein in einer Tiefe von ungefähr 850 m und hat eine leichte Aufwölbung. Das gesamte ölhöffige Gebiet umfasst eine Fläche von fast 24 km². Die Lagerstätte wird durch Schichten des Neokom und Alb im Hangendem absolut gasdicht abgeschlossen. Die durch zahlreiche Sprünge zerteilte Lagerstätte hat eine Höchstmächtigkeit von bis zu 60 m und eine Durchschnittsmächtigkeit von 35 m im Osten, auf 23 m im Westen. Hier verringert sich die Gesamtmächtigkeit teilweise auf bis zu 20 m.
Die Gesamtreserve des Feldes wurde 1979 auf rund 128 Millionen Tonnen geschätzt. Hiervon hat das Feldteil Rühlertwist bis 1979 3,7 Mio. t gefördert und Rühlermoor 15,0 Mio. t.
Förderung Gesamtmenge beider Feldteile Die Fördermenge beider Feldteile: Jahr Förderung in Tonnen 1950 41.429 1955 487.324 1960 618.153 1965 944.720 1970 886.104 Jahr Förderung in Tonnen 1975 656.373 2013 202.931 2014 180.036 2015 170.044 2016 179.760 Jahr Förderung in Tonnen 2017 179.831 2018 168.421 2019 150.613
Rühlertwist Jahr Förderung in Tonnen 2009 24.705 2010 23.268 2011 21.027 Rühlermoor Jahr Förderung in Tonnen 2009 214.678 2010 210.616 2011 209.439
Trivia Die besonderen Umstände machen das Ölfeld zu einem Mekka der Feldbahnfreunde, die hier Lokomotiven und Loren unterschiedlichster Bauart sehen können.
Siehe auch Erdölförderung in Deutschland
Literatur Heinz Boigk: Erdöl und Erdölgas in der Bundesrepublik Deutschland. Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-91271-4. Gotthard Fürer: Der Bergbau im Emsland und das Bergamt Meppen. In: Jahrbuch 1970. Emsländischen Heimatbund, Lingent 1970, S. 128–144. Emsländischen Heimatbund: Emsland im Werden, vom Handwerk zur Kernkraft. Sögel 1986, .
Weblinks
Spiegelartikel über die Erschließung der Ölvorkommen 1949
Einzelnachweise
Kategorie:Öl- oder Gasfeld in Deutschland Kategorie:Wirtschaft (Emsland) Kategorie:Twist (Emsland) Kategorie:Wirtschaft (Niedersachsen)