Die Schlacht von Jewpatorija (, ) war die bedeutendste Schlacht des Krimkrieges (1853–1856) abseits des Hauptschauplatzes Sewastopol und endete mit einer russischen Niederlage.
Vorgeschichte Die Stadt Jewpatorija wurde nach dem Beginn der Belagerung von Sewastopol von etwa 30.000 osmanischen Soldaten besetzt, die von drei französischen Kavallerieregimentern und sechs alliierten Kriegsschiffen im Schwarzen Meer verstärkt wurden. Der russische Zar Nikolaus I. befürchtete aufgrund der hohen Anzahl von Garnisonstruppen in Jewpatorija einen Angriff auf die russische Flanke der Krim bei Perekop. Schließlich beauftragte er General S. A. Chruljow die Stadt mit etwa 20.000 Mann zu erstürmen.
Die Schlacht Chruljow hoffte mit einem Überraschungsangriff am 17. Februar 1855 die osmanische Garnison aus der Stadt vertreiben zu können. Die Alliierten wurden jedoch vor den herannahenden Russen rechtzeitig gewarnt und konnten den Angriff, unterstützt durch Schiffsartillerie, zurückschlagen. Nach nur drei Stunden brach Chruljow den Angriff ab und zog sich unter schweren Verlusten zurück.
Folgen mini|hochkant|links|Denkmal an die Schlacht in Jewpatorija Die Niederlage war schließlich einer der Gründe für die Absetzung des russischen Oberbefehlshabers auf der Krim Alexander Sergejewitsch Menschikow. Außerdem konnten die Alliierten weiterhin das russische Hinterland bedrohen und die Krim durch einen Angriff auf Perekop vom russischen Reich abschneiden. Somit banden die Garnisonstruppen in Jewpatorjia russische Einheiten, die nun bei der Belagerung von Sewastopol fehlten.
Weblinks
Nachweise Baumgart, Winfried: The Crimean War 1853–1856, 1999 Blake, R.L.V.: The Crimean War, 1973
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