Der Schmalblättrige Klebalant (Dittrichia graveolens) genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Klebalant (Dittrichia) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung mini|links|Illustration mini|Habitus im Habitat mini|links|Der Stängel ist infolge von Drüsenhaaren klebrig. mini|Die Früchte sind behaart und oben, d. h. unterhalb des Pappus, drüsig. mini|Herbarbeleg

Vegetative Merkmale Dittrichia graveolens ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 50, selten bis 100 Zentimetern erreicht. Sie ist stark ästig und weist im Umriss einen pyramidenförmigen Aufbau auf. Die linealischen Laubblätter sind 1 bis 2 Millimeter breit und riechen nach Kampfer.

Generative Merkmale Die Blütenkörbe haben einen Durchmesser von bis zu 10 Millimetern. Die Zungenblüten sind mit einer Länge von 4 bis 7 Millimetern entweder nicht oder höchstens geringfügig länger als die Hüllblätter.

Die Blütezeit reicht von Juli bis Dezember.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16, 18 oder 20.

Ökologie Dittrichia graveolens ist ein Schaft-Therophyt.

Vorkommen Dittrichia graveolens kommt ursprünglich im Mittelmeerraum, in Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, in Vorderasien, Pakistan und Indien vor. Dittrichia graveolens wurde außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes verschleppt. Sie ist ein Neophyt in Mitteleuropa, Großbritannien, Ägypten, Südafrika, Australien, Neuseeland und in den Vereinigten Staaten. In Deutschland ist sie seit 1950 nachgewiesen und gilt als eingebürgerter Neophyt. Sie kommt auch außerdem in Mitteleuropa vor in Österreich (Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark), Belgien, den Niederlanden, in der Schweiz, im Elsaß, in Tschechien und in Liechtenstein.

Dittrichia graveolens wächst an trockenen Ruderalstellen und in Flussbetten, vor allem aber entlang der Autobahnen und Eisenbahngeleise. Die Standorte können von Salz beeinflusst sein. Dittrichia graveolens wächst vor allem in Pflanzengesellschaften der Verbände Sisymbrion und Salsolion.

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2w (mäßig trocken aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 5 (sehr warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch), Salztoleranz 1 (tolerant).

Verwendung Dittrichia graveolens eignet sich als Insektizid, z. B. als Mottenmittel.

Taxonomie Die Erstveröffentlichung erfolgte 1755 unter dem Namen (Basionym) Erigeron graveolens durch Carl von Linné in Centuria I. Plantarum ... Seite 28. Das Artepitheton „graveolens“ bedeutet „stark duftend“. Die Neukombination zu Dittrichia graveolens wurde 1973 durch Werner Greuter in Exsiccatorum Genavensium e Conservatorio Botanico Distributorum Fasciculus Band 4 Seite 71 veröffentlicht. Der Gattungsname Dittrichia ehrt den deutschen Botaniker Manfred Dittrich (1934–2016). Weitere Synonyme für Dittrichia graveolens sind: Inula graveolens , Jacobaea graveolens , Cupularia graveolens und Inula quadridentata Die einzige Schwesterart ist Dittrichia viscosa.

Einzelnachweise Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: W. Greuter, E. von Raab-Straube (ed.): Compositae.: Datenblatt Dittrichia graveolens In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.

Gerald Parolly: Asteraceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 791.

Weblinks

Thomas Meyer: Klebalant Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben). Günther Blaich: Dittrichia graveolens - Datenblatt mit Fotos.

Kategorie:Inuleae (Tribus)