Sigmund Meyer (geboren 6. Februar 1840 in Hannover; gestorben 14. Juli 1911 ebenda) war ein deutscher Bankier.Peter Schulze; MEYER, (11) ... (siehe Literatur)
Leben Familie Sigmund Meyer war der Sohn des Bankiers Adolph Meyer und Enkel des Bankiers Simon Meyer aus jüdischer Familie.Peter Schulze: Meyer, (1) Adolph. In: Stadtlexikon Hannover, S. 440 Zu seinen Nachkommen zählt der am 7. Februar 1872 in Hannover geborene spätere Rechtsanwalt und Notar, Justizrat Ludwig Meyer.Meyer, Ludwig, in: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft, Band 2, Berlin 1931, S. 1242
Werdegang Sigmund Meyer wurde 1866 Leiter des bereits von seinem Großvater geleiteten und von seinem Vater umfirmierten Bankhauses Adolph Meyer.
1870 wurde Meyer zum preußischen Kommerzienrat ernannt. Er war „einer der Ersten, die sich der jungen Kalisalzindustrie in der Provinz Hannover [...] annahmen“.Paul Siedentopf (Haupt-Schriftleitung): Bankhaus Adolph Meyer (siehe Literatur) Meyer wurde zum Aufsichtsratsvorsitzenden des nach ihm benannten Kaliwerks Sigmundshall gewählt. Er gründete die bei Wunstorf gelegenen Wunstorfer Portland-Cementwerke A.G. Meyer gründete außerdem die Aktien-Zuckerfabrik Linden, die später in die Aktien-Zuckerfabrik Neuwerk überging, sowie die Aerzener Maschinenfabrik.
Meyer hatte maßgeblichen Anteil an der Errichtung der Phosphatfabrik Hoyermann GmbH bei Hannover und Nienburg/Weser.
Sigmund Meyer engagierte sich innerhalb der jüdischen Gemeinde in Hannover insbesondere im „Verein zur Beförderung von Handwerken“.Peter Schulze: Meyer, (11) Sigmund (siehe Literatur)
mini|Meyers Familiengrab mit Emma, geborene Strauss (1846–1919) an der Westmauer des Jüdischen Friedhofs An der Strangriede
Sein Grab findet sich auf dem Jüdischen Friedhof An der Strangriede.
Literatur Paul Siedentopf (Haupt-Schriftleitung): Bankhaus Adolph Meyer. In: Das Buch der alten Firmen der Stadt Hannover im Jahr 1927, Leipzig: Jubiläums-Verlag Walter Gerlach, 1927, S. 152 Albert Lefèvre: Der Beitrag der hannoverschen Industrie zum technischen Fortschritt. In: Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge 24 (1970), S. 179–182 Rainer Slotta: Technische Denkmäler in der Bundesrepublik Deutschland, Band 3 (fälschlicherweise als „Band 17“ bezeichnet): Die Kali- und Steinsalzindustrie, in der Reihe Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, Nr. 18, hrsg. vom Deutschen Bergbau-Museum, Bochum: 1980, ISBN 3-921533-16-3, S. 276 Peter Schulze: MEYER, (11) Sigmund. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 254. Peter Schulze: Meyer, (11) Sigmund. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 441.
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Einzelnachweise
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