mini|299x299px|Sellerich, Blick von Hontheim aus Sellerich am Rande der Schneifel ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an.
Gemeindegliederung Zur Ortsgemeinde Sellerich gehören außer dem Ort Sellerich noch die Ortsteile Herscheid, Hontheim und Sellericherhöhe sowie die Wohnplätze Schneifelhaus und Schnee-Eifel-Hof.
Geographie
Lage Sellerich liegt in der Südwesteifel, etwa 5 km westlich von Prüm. Das Gemeindegebiet erstreckt sich in einer hügeligen Landschaft der Schneifel, die nach Osten in Richtung Prüm abfällt.
Zur Gemeinde gehören neben dem Hauptort Sellerich die Ortsteile Herscheid, Hontheim und Sellericherhöhe sowie die Wohnplätze Schneifelhaus und Schnee-Eifel-Hof. Angrenzende Gemeinden sind Gondenbrett und Buchet im Nordwesten, Brandscheid im Westen, Bleialf und Pittenbach im Süden sowie Rommersheim und Oberlauch im Südosten. Die Region ist überwiegend von Wäldern geprägt, während landwirtschaftlich genutzte Flächen insbesondere im Osten und Süden vorkommen.
Geschichte Sellerich wird erstmals 1068 als Selrike urkundlich erwähnt. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Sellerich zum Besitz der Abtei Prüm, die 1576 ihre Selbstständigkeit verlor und dem Kurfürstentum Trier als Amt Prüm angegliedert wurde.
Die Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen beendete die alte Ordnung. Der Ort wurde von 1798 bis 1814 Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend des Französischen Kaiserreichs, zugeordnet der Mairie Niederprüm im Arrondissement Prüm des Saardépartements. Nach der Niederlage Napoleons kam Sellerich aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen zum Königreich Preußen und wurde dem Kreis Prüm des Regierungsbezirks Trier zugeschlagen, der 1822 Teil der neu gebildeten preußischen Rheinprovinz wurde. Aus der Mairie wurde eine Bürgermeisterei, die 1927 in Amt umbenannt und später im Amt Niederprüm-Pronsfeld aufging.
Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Der Zweite Weltkrieg führte aufgrund heftiger Kämpfe zur fast vollständigen Zerstörung des Ortes. Nach dem Krieg wurde Sellerich innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Sellerich, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Mein Dorf, meine Stadt: Bevölkerung Jahr Einwohner 1815 241 1835 290 1871 403 1905 346 1939 444 1950 348 Jahr Einwohner 1961 322 1970 333 1987 299 1997 341 2005 318 2017 307
Politik
Bürgermeister Herbert Meyer wurde am 16. Februar 2016 Ortsbürgermeister von Sellerich. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 71,36 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Er wurde im Juni 2024 wiedergewählt.
Meyers Vorgänger waren der 2015 verstorbene Robert Trierweiler, der das Amt seit 2009 ausgeübt hatte, und zuvor für 15 Jahre Albert Lenz.
Wappen
Verkehr Sellerich wird von der Landesstraße 17 an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Das südliche Gemeindegebiet wird von der Bundesautobahn 60 durchschnitten, deren nächstgelegene Anschlussstellen Prüm und Bleialf sind.
Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Sellerich St. Isidor (Sellerich)
Weblinks
Internetpräsenz des Verkehrsvereins Sellerich Ortsgemeinde Sellerich auf den Seiten der Verbandsgemeinde Prüm
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Eifelkreis Bitburg-Prüm Kategorie:Ersterwähnung 1068