mini|Hans Werner Frömmel (2009) Hans-Werner Frömmel (* 5. Juli 1942 in Linz Kurzvita in: Steirische Wirtschaft, Nr. 24, Ausgabe von 6. Juli 2012, S. 29.) ist ein österreichischer Bauunternehmer, Tourismusunternehmer und Wirtschaftskammerfunktionär.
Leben Hans-Werner Frömmel besuchte die Volksschule in Wolfsegg am Hausruck, Köflach und Bad Gleichenberg. Er besuchte das Bundesrealgymnasium in der Mariengasse in Graz und dann von 1956 bis 1961 die HTBLVA Graz-Ortweinschule, wo er maturierte.
1961 trat er als Bautechniker in die Baufirma Ing. Wilhelm Mandlbauer , die Firma seines Stiefvaters, ein.BIM Kommerzialrat Hans-Werner Frömmel feierte seinen 70er in: Vulkan TV vom 6. Juli 2012 in: Wirtschaftsblatt vom 15. Dezember 2001 Nach seinem Dienst im Bundesheer (1962) und einer beruflichen Zwischenstation als Bauleiter in Innsbruck (1963–1964) kehrte Frömmel 1964 in das Familienunternehmen zurück. 1967 erhielt er Einzelprokura; 1977 wurde er Gesellschafter und übernahm schließlich 1984 das Unternehmen. 2008 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und Hans-Werner Frömmel wurde Aufsichtsratsvorsitzender der Mandlbauer AG.
2014 gab er seine Mandlbauer-Firmenanteile familienintern weiter und konzentriert sich seitdem auf seine zahlreichen Tourismusprojekte sowie seine Aufgaben als Bundesinnungsmeister der Bundesinnung Bau. Er ist weiters Inhaber der MB Projektbau GmbH, Mandlbauer ABS, Mandlbauer Rea, Süd Ost BaugesmbH sowie der Werbeagentur CREATIVE.
Hans-Werner Frömmel ist verheiratet und lebt in der Steiermark.
Tätigkeit als Unternehmer Hans-Werner Frömmel hat das Familienunternehmen Mandlbauer zu einer Aktiengesellschaft mit zirka 500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 100 Mio. Euro umgewandelt. (Offizielle Webseite der Wirtschaftskammer Österreich; Geschäftsstelle Bau; 6. Juli 2012) Die Unternehmensgruppe umfasst aktuell (Stand: Juli 2012) rund 50 Betriebe im Bau- und Tourismusbereich.
Im Tourismus ist Hans-Werner Frömmel ebenfalls tätig. Zu seinen Projekten gehörten die Entwicklung, die Errichtung, Beteiligung und teilweise der Betrieb von Hotels, insbesondere Thermenhotels in Bad Radkersburg, Bad Gleichenberg, Bad Mitterndorf, Bad Loipersdorf sowie Bad Elster/Sachsen. Frömmel war für die bauliche Umsetzung von Großprojekten verantwortlich, unter anderem für den Bau der Fachhochschule in Bad Gleichenberg und des Wellness-Hotels Steirerhof in Bad Waltersdorf. Zu Frömmels Hotel-Projekten am Wörthersee gehören Werzer’s Hotel Resort in Pörtschach, Werzer’s Seehotel Wallerwirt und Werzer’s Hotel in Velden am Wörthersee.
Tätigkeit als Funktionär Positionen und Funktionen Frömmel war von 1980 bis 2000 Bezirksmeister Bau. Seit 1990 ist er Mitglied des Landesinnungsausschusses Steiermark. Von 1995 bis 2000 war er zunächst Landesinnungsmeister-Stellvertreter für das Baugewerbe Steiermark. Seit 2000 ist er Vorsitzender des Sozialpolitischen Ausschusses der Bundesinnung Bau. Von 2000 bis 2008 war er Landesinnungsmeister der Landesinnung Bau Steiermark., offizielle Webseite der Wirtschaftskammer Österreich; Geschäftsstelle Bau; abgerufen am 26. Juli 2012. Von 2000 bis 2008 war er zugleich Bundesinnungsmeister-Stellvertreter. 2008 wurde er Bundesinnungsmeister der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). 2010 und 2015 wurde er jeweils für weitere fünf Jahre als Bundesinnungsmeister gewählt. Er ist damit oberster Vertreter des Baugewerbes in Österreich. Frömmel hatte bzw. hat außerdem folgende Funktionen bei der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK, Mitarbeiterversorgungsinstitution des Baugewerbes) inne: BUAK-Beiratsmitglied (2004–2009), BUAK-Ausschussmitglied (seit 2004), BUAK-Vorstandsmitglied (seit 2007), BUAK-Obmann-Stellvertreter (2011–2012) und BUAK-Obmann (seit 2012).
Wirken Im Bereich der Sozialpolitik war Hans-Werner Frömmel an der Reform des Bauarbeiter-Urlaubsrechtes und dessen Angleichung an das allgemeine Urlaubsrecht beteiligt, ebenso an der Bekämpfung der Unterwanderung der Bauwirtschaft durch „Schwindelfirmen“ und der Verhinderung von Sozialbetrug und Lohndumping. Weiters setzte er eine neue, zeitgemäße Dienst- und Besoldungsordnung der BUAK durch. www.hausbauforum.at; abgerufen am 26. Juli 2012., Presseaussendung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz; abgerufen am 26. Juli 2012. Er unterstützte Initiativen wie die AuftraggeberInnenhaftung, Anmeldung vor Arbeitsbeginn und auch die Aktion „BAUfair!“., www.hausbauforum.at; abgerufen am 26. Juli 2012., offizielle Internetpräsenz BAUfair.at, abgerufen am 24. August 2015. Als ein Meilenstein seiner Funktionärslaufbahn gilt das 2013 ins Leben gerufene Überbrückungsgeld für Bauarbeiter.www.bautv.or.at, 1. August 2013.
Im Bildungssektor hat sich Frömmel für die Einführung von Fachhochschul-Studiengängen in der Bauwirtschaft engagiert.Fit für die Zukunft (PDF; 648 kB), www.report.at; abgerufen am 26. Juli 2012. 2003 war er an der Einführung des postgradualen Lehrgangs universitären Charakters „Projektmanagement Bau“ in der Steiermark beteiligt und hat in der Folge als Bundesinnungsmeister 2011 den Aufbau des Masterlehrganges „Life Cycle Management-Bau“ an der Donau-Universität Krems unterstützt. Für sein Engagement im Bereich der berufsbegleitenden Weiterbildung erhielt Frömmel 2012 den Titel „Ehrensenator“ der Donau-Universität Krems verliehen. Weiters hat er am Aufbau der Österreichischen Lehrbauhöfe und deren Erweiterung zu bundesweit flächendeckenden Bau-Akademien mitgewirkt.
Im Bereich der Facharbeiterausbildung wurde auf Initiative von Frömmel u. a. eine Lehrlingsprämie für Ausbildungsbetriebe in der Höhe von 1.650 Euro pro Lehrling und pro Jahr eingeführt., www.wirtschaftsverlag.at; abgerufen am 26. Juli 2012., www.bau.or.at; abgerufen am 17. Juli 2015.
Frömmel setzte sich für die Zweckbindung der staatlichen Wohnbauförderung ein, da staatliche Förderung „Ghettobildung verhindere und den sozialen Frieden sichere“., Presseaussendung der Wirtschaftskammer Österreich vom 16. Februar 2012. Gemeinsam mit den Bau-Sozialpartnern erarbeitete er ein Konzept für eine Wohnbauoffensive, welches von der Bundesregierung im Februar 2015 aufgegriffen wurde., Presseaussendung der Bundesinnung Bau vom 24. März 2015. Ebenso unterstützte Frömmel die Forcierung von ökologischen und energiesparenden Bauweisen und die Einführung der staatlichen Förderung für die „Thermische Gebäudesanierung“. Frömmel setzt sich für die „Seniorengerechte Sanierung“ von Wohnraum ein, wozu er in seinen Vorträgen detaillierte Konzepte vorgestellte., offizielle Webseite der Wirtschaftskammer Österreich; Geschäftsstelle Bau; am 10. November 2011. Frömmel gründete 2014 das Kompetenzzentrum Bauforschung in Salzburg. Unter seiner Führung gelang es der Bundesinnung Bau, nach langen Verhandlungen mit Austrian Standards International, Anfang 2015 ein bundesweites Normenpaket abzuschließen und damit allen Mitgliedsbetrieben einen kostenlosen Normenzugang zu ermöglichen., Wirtschaftsblatt vom 29. Jänner 2015.
Als Landesinnungsmeister war er Mitinitiator der Winterbauoffensive, einem Modell zur Bekämpfung der Winterarbeitslosigkeit mit einer Förder-Hebelwirkung von 1:10.Winterbauoffensive schafft Arbeitsplätze, Land Steiermark – Amt der Steiermärkischen Landesregierung; abgerufen am 26. Juli 2012.
Ehrungen und Auszeichnungen 2000 wurde Frömmel der Berufstitel Kommerzialrat verliehen. 2012: Großes Ehrenzeichen der Republik Österreich Ehrenring der Gemeinde Bad Gleichenberg, dem Ehrenring der Landesinnung Bau Steiermark und dem Ehrenring der Steirischen Bauwirtschaft 2012 wurde Frömmel der Titel Ehrensenator der Universität für Weiterbildung Krems verliehen.
Weblinks Gebot der Stunde – Report Interview mit Hans-Werner Frömmel Hans-Werner Frömmel, Wirtschaftskammer Österreich
Einzelnachweise
Kategorie:Träger des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952) Kategorie:Ehrensenator der Universität für Weiterbildung Krems Kategorie:Ehrenringträger der Gemeinde Bad Gleichenberg Kategorie:Wirtschaftskammerfunktionär Kategorie:Unternehmer (21. Jahrhundert) Kategorie:Kommerzialrat Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1942 Kategorie:Mann