mini|Bijoy Jain, 2013 (links) Bijoy Jain (* 1965) ist ein indischer Architekt und Designer.
Werdegang Bijoy Jain wuchs in Mumbai auf und studierte Architektur an der Washington University in St. Louis. Er erhielt den Master in Architektur 1990. Von 1989 bis 1995 arbeitete er bei Richard Meier als Modellbauer in Los Angeles und London. 1995 kehrte Jain nach Indien zurück, wo er 2005 das Architekturbüro „Bijoy Jain & Associates“ gründete, das später in „Studio Mumbai Architects“ umbenannt wurde. Später eröffnete er das Architekturbüro „Saath Rasta“ in Mumbai und ein weiteres in Mailand.
Bijoy Jain wurde 2016 von Alejandro Aravena zur Architekturbiennale Venedig und 2018 als Gastkritiker von Raphael Zuber an die ETH Zürich eingeladen.
Jain hat die Norman-R.-Foster-Gastprofessor an der Yale University und unterrichtet an der Accademia di architettura di Mendrisio in der Schweiz.
Konzeption Den Bauboom in den indischen Metropolen kritisiert Jain als „Fotokopie-Design“. Eine menschenfreundliche Infrastruktur ist das Ziel von Jain. Jain berücksichtigt den „Genius Loci“, der mit den Ortsansässigen zu finden und zu berücksichtigen sei. Die indische Landschaft, die lokalen Ressourcen und Materialien spielen eine Schlüsselrolle in seinen Projekten. Lokale Kunsthandwerker und Baumeister werden in die Planung und den Bauprozess einbezogen.
Neben Gebäuden entwarf Jain auch Möbel. So etwa einen Sessel aus Pappmaché oder einen steinernen Tisch für Hermès. Sie werden ausgestellt im Canadian Centre for Architecture und Centre Pompidou in Paris.
Bauten (Auswahl)
Utsav House, Einfamilienhaus, Satirje, Alibag, Maharashtra Belavali House, Alibag, Maharashtra 2003: Hauserweiterung Lesesaal, Nagaon, Maharashtra, Indien 2005: Tara House, Mehrgenerationenanlage einer Familie, Kashid, Maharashtra 2006: Bungalow 8, Geschäftsräume unter den Bänken des Wankhede Cricket Stadions, Mumbai, Maharashtra 2007: Leti 360, Ferienanlage im indischen Himalaya, Uttaranchal 2007: Palmyra House, Nandgaon, Maharashtra 2008: Haus auf dem Pali-Hügel, Neuaufbau eines Wohnhauses, Bandra, Maharashtra Trinity Guest House, Kochi, Kerala 2014: Copper House II, Chondi, Maharashtra 2014: Ahmedabad House, Ahmedabad 2014: Mumbai Studio, Mumbai 2015: Carrimjee House 2011–2016: Saath Rasta Housing, Mumbai 2016: MPavilion 3, Melbourne, Australien 2016: Ganga Maki Studio, eine Textilfabrik für den japanischen Designer Chiaki Maki, Boghpur, am Fuß des Himalaya Hotel am Fuß des Senkoji, Hiroshima, Japan
Auszeichnungen und Preise 2009: Nominierung – Aga-Khan-Stiftung für Palmyra-Haus, Nandgaon 2009: Global Award for Sustainable Architecture, Institut Francais D’Architecture 2009: Design for Asia Award, Hong Kong Design Center 2012: Swiss Architectural Award 2020: Alvar-Aalto-Medaille
Ausstellungen 2010, 2016: Architekturbiennale Venedig 2011: Learning through making, Werkstoffarchiv, Dornbirn, Schweiz. 2011: Methode Mumbai, Vorarlberger Architektur Institut (vai), Dornbirn. 2013: Architekturbiennale in Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate 2016: Between the Sun and the Moon – Studio Mumbai. Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main.Durch den Monsun in FAZ vom 10. Mai 2016, Seite 38 2017: Architekturbiennale in Chicago, Vereinigte Staaten. 2024: Breath of an Architect, Fondation Cartier, Paris.
Weblinks
Studio Mumbai Architects Bijoy Jain: “Architecture Is Not About an Image, It Is About Sensibility” | ArchDaily
Interview mit Hans Ulrich Obrist auf der Architektur Biennale 2010 in Venedig, youtube Palmyra Haus in der Zeitschrift „India by Design“
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Indien) Kategorie:Inder Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Mann