Gesine Strempel (geboren 1. Juni 1940 in Berlin) ist eine deutsche Journalistin, Autorin, Moderatorin, Reporterin und Übersetzerin.

Leben Gesine Strempel hat eine fünf Jahre jüngere Schwester namens Holle. Von 1959 bis 1966 absolvierte Strempel das Studium der Publizistik, Amerikanistik, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften. 1997 erkrankte sie an Brustkrebs und unterstützt seitdem die Arbeit der Brustkrebs-Initiative. Zusätzlich engagiert sie sich bei dem Beratungszentrum für Menschen mit Essstörung „Dick & Dünn e. V.“. Zu ihren Hobbys zählen Laufen und Schwimmen. Gesine Strempel ist wohnhaft in Berlin und lebt in einer Beziehung.http://www.facebook.com/people/Gesine-Strempel/100000513266173

Strempel begann 1967 zunächst als festangestellte, später als freie Autorin, Moderatorin und Reporterin für die frauenpolitische Sendung Zeitpunkte bei dem Kulturradio des SFB (später RBB). 1973 besuchte sie das internationale Frauenfilmseminar in Berlin und engagierte sich dafür, das Seminar auch in anderen Städten zu etablieren. Zusätzlich begann sie ihre Arbeit bei der Berliner Frauengruppe „Brot & Rosen“ und arbeitete laut Helke Sander an einem

1974 gründete Helke Sander die feministische Filmzeitschrift Frauen und Film, bei der Gesine Strempel unentgeltlich mindestens zehn Stunden pro Woche mitwirkte. Die Zeitschrift forderte die sogenannte „Geschlechter-Parität“ in Gremien und Jurys. Das dazugehörige Flugblatt lag laut Helke Sander

In einem Gespräch zwischen Helke Sander und Gesine Strempel über die Zeitschrift Frauen und Film um das Jahr 1980 konstatierte Gesine Strempel:

Gesine Strempel hat von 1975 bis 1983 in fünf Filmen mitgespielt. Seit 1975 ist sie außerdem Übersetzerin für amerikanische bzw. englischsprachige Literatur.

Seit ca. 1999 lernt Gesine Strempel Hebräisch, fliegt häufig nach Israel und berichtet über das deutsch-israelische Verhältnis, mit besonderer Beachtung der Situation der Frauen. In Zusammenarbeit mit dem Verein „Ta Tzitzikia e. V.“, der sich für die „Planung, Förderung und Durchführung politischer, kultureller & sozialer Projekte“ einsetzt, moderierte sie in den 2000ern die Vorstellung des Buches Was ich den Juden schon immer mal sagen wollte, an dem sie mitgewirkt hat.

Im Dezember 2003 veröffentlichten Halina Bendkowski, Günter Langer und Helke Sander einen offenen Brief an die damalige Integrationsbeauftragte Marieluise Beck, die Frauenministerin Renate Schmidt und die Justizministerin Brigitte Zypries als Reaktion auf die sogenannte „Kopftuch-Debatte“. Gesine Strempel unterzeichnete diesen Brief als 85.http://www.isioma.net/sds06203.html Sie kommentierte „Das Bündnis für Erziehung“ der Bundesministerin Ursula von der Leyen und andere Skandale, wie zum Beispiel die Prostituierten-Kokain-Skandale von Michel Friedman und Jörg Immendorff.

Im September 2011 fand der 23. Literatur-Marathon in der Kunstfabrik Schlot in Berlin statt, bei dem Gesine Strempel aus dem Buch Marathon Woman von Kathrine Switzer las, welches sie übersetzt hat.http://spomedis.de/news/marathon-woman-beim-23-literatur-marathon

Auszeichnung 2006: Hedwig-Dohm-Urkunde des Journalistinnenbundes für ihr Lebenswerk

Filme 1975: Unter dem Pflaster ist der Strand 1978: Die allseitig reduzierte Persönlichkeit – Redupers 1981: Der subjektive Faktor 1981: Wie geht das Kamel durchs Nadelöhr? 1983: Peppermint Frieden

Essays Sisterhood Is Powerful – It Kills You: „Frau und Film“ über sich von Claudia Lenssen und Gesine Strempel. In: Courage, 1977, H. 4, S. 51–52 Was ich den Juden schon immer mal sagen wollte: Meinungen und Interviews. Hg. Nea Weissberg-Bon. Mitautorin Gesine Strempel. Lichtig 2002

Übersetzungen Die Abtreibung, von Ray Karen. Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1981 Das Glück am Rande des Wassers, von Nancy Thayer. Deutscher Taschenbuch Verlag, dtv, München 1995 Frauen aus guter Familie, von Nancy Thayer. Fischer, 1996 Die Liebe im logischen Raum, von Rebecca Goldstein. dtv, 2002 Drei Äpfel fielen vom Himmel, von Micheline Aharonian Marcom. C. Bertelsmann, 2002 Die Eigenschaften des Lichts. Ein Roman um Liebe, Verrat und Quantenphysik, von Rebecca Goldstein. dtv, 2003 Wen die Götter lieben, von Marti Leimbach. Übers. mit Cornelia Holfelder-von der Tann. Rowohlt, Reinbek 2003 Eurydikes Augen, von Janina David. Bloomsbury TB, 2004 Im Krieg und in der Liebe, von Anne Tyler. Übers. mit Christine Frick-Gerke. List, 2004 Der lange Weg nach Haus, von Sue Miller. Bloomsbury, 2005 Weine ruhig: Eine Geschichte vom Überleben, von Aliza Barak-Ressler. Bloomsbury, 2006 Wir müssen über Kevin reden, von Lionel Shriver. Übers. mit Christine Frick-Gerke. List, 2006 Glück, von Joan Barfoot. Atrium, Hamburg 2007 Tag der Ankunft, von Anne Tyler. Übers. mit Christine Frick-Gerke. List, 2007 Frauen, von Marilyn French. Übers. mit Barbara Duden, Monika Schmid. Rowohlt, Reinbek 2008 Gebrauchte Welt, von Haven Kimmel. Atrium, Hamburg 2008 Wahre Geschichten: Gedichte, von Margaret Atwood. Mit-Übers. Gesine Strempel. List Taschenbuch, 2008 Payback: Schulden und die Schattenseite des Wohlstands, von Margaret Atwood. Übers. mit Bettina Abarbanell, Brigitte Walitzek. Berlin Verlag, 2009 Spa-Geflüster, von Fay Weldon. Deutscher Taschenbuch Verlag, 2010 Marathon Woman: Die Frau, die den Laufsport revolutionierte, von Kathrine Switzer. Spomedis, 2011

Quellen

Kategorie:Journalist (Deutschland) Kategorie:Übersetzer aus dem Englischen Kategorie:Übersetzer ins Deutsche Kategorie:Person (Feminismus) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Frau