Assassin’s Creed III (kurz AC III) ist ein im Jahr 2012 veröffentlichtes Videospiel aus dem Hause Ubisoft. Es ist der insgesamt fünfte Teil der Assassin’s-Creed-Reihe und der dritte Haupttitel. Wie sein Vorgänger ist der Titel aus dem Genre Action-Adventure. Assassin’s Creed III wurde im Oktober 2012 für PlayStation 3 und Xbox 360 und im November 2012 für Microsoft Windows und Wii U veröffentlicht. Am 29. März 2019 erschien eine Remastered-Version für PC, PlayStation 4 und Xbox One und Mitte Mai 2019 für Nintendo Switch.

Szenario Wie schon in den Vorgängerteilen spielt man in Assassin’s Creed III Desmond Miles, der mittels einer speziellen Maschine, dem Animus, die Erinnerungen seiner Vorfahren nacherlebt. Leitmotiv ist wie zuvor der ewige Konflikt zwischen dem Geheimbund der Assassinen und dem Templerorden. Während die Templer die Welt kontrollieren wollen, um ihr Frieden zu bringen, wollen die Assassinen sie genau davon abhalten und die Freiheit der Menschen verteidigen. Desmond und seine Vorfahren arbeiten dabei für die Assassinen.

In Assassin’s Creed III steht ein neuer Protagonist im Mittelpunkt, Ratonhnhaké:ton genannt Connor, seines Zeichens halb Brite, halb Mohawk-Indianer. Die Binnenhandlung von Assassin’s Creed III spielt während der Amerikanischen Revolution und dem daraus resultierenden Unabhängigkeitskrieg zwischen 1753 und 1783. Wie in den Vorgängern treten zahlreiche historische Persönlichkeiten im Spiel auf, darunter George Washington, Benjamin Franklin, Thomas Jefferson, John Hancock, Samuel Adams, Charles Lee, William Johnson, Israel Putnam, Benjamin Tallmadge, Paul Revere, William Dawes, Samuel Prescott, William Prescott, John Pitcairn, Edward Braddock, König George III., General Lafayette und Friedrich Wilhelm von Steuben.

Im Spiel kann der Spieler die Städte Boston und New York City erkunden. Außerdem existiert ein weitläufiges Gebiet namens Grenzland um die Städte Lexington und Concord, in dem man Jagd auf Tiere machen und diverse Nebenmissionen erfüllen kann. In einigen Missionen erkundet man zudem Teile der amerikanischen Ostküste per Schiff.

Handlung Zu Beginn des Spiels betritt Desmond an der US-Ostküste gemeinsam mit seinen Mitstreitern Rebecca, Shaun und seinem Vater William den Großen Tempel der Ersten Zivilisation, ehemals technisch hoch entwickelten Wesen, die einst die Menschheit als ihre Sklavenrasse erschufen. Sie hinterließen Artefakte, sogenannte Edensplitter, mit denen mächtige Illusionen erzeugt und Menschen manipuliert werden können. Im Tempel hoffen Desmond und seine Begleiter, neue Informationen über die Erste Zivilisation zu finden, um den am 21. Dezember 2012 befürchteten Weltuntergang zu verhindern. Mit dem zuvor hart erkämpften Edenapfel gelangen sie ins Innere des Tempels, wo eine Barriere den weiteren Zugang verhindert. Für die Öffnung dieser Barriere wird ein Schlüssel benötigt, der von einem Vorfahren Desmonds verborgen wurde. Um zu erfahren, wo dieser zu finden ist, steigt Desmond in den Animus und durchlebt zunächst die Erinnerungen seines Vorfahren Haytham Kenway.

Die Handlung im Animus beginnt 1754 während einer Aufführung im Londoner Theatre Royal. Haytham ermordet einen Mann namens Miko und stiehlt diesem ein Medaillon, von dem er und seine Mitstreiter glauben, dass es Zugang zu einer verborgenen Lagerstätte der Ersten Zivilisation ermöglicht. Nachdem er von seinem Erfolg berichtet hat, wird Haytham in die amerikanischen Kolonien entsandt, um die Stätte ausfindig zu machen. Während der Überfahrt an Bord des Handelsschiffes Providence verhindert er die Meuterei eines Besatzungsmitglieds, der Haytham wegen des Attentats im Opernhaus töten wollte. In Boston angekommen, trifft sich Haytham zunächst mit Charles Lee und bringt mit seiner Hilfe vier Männer zusammen, die ihn unterstützen sollen: William Johnson, Thomas Hickey, Benjamin Church und John Pitcairn. Er befreit auch eine Gruppe von Mohawk-Sklaven, da er glaubt, dass dies bei seiner Mission hilfreich sein würde. Eine der Mohawks, Kaniehtí:io, erklärt sich bereit, Haytham bei seiner Suche nach der Vorläuferstätte zu helfen, unter der Bedingung, dass er den General Edward Braddock tötet, der für die Versklavung ihres Volkes verantwortlich ist. Nachdem er seine Bewegungen während des Siebenjährigen Krieges verfolgt hat, tötet Haytham Braddock, als dieser sich aus einer Schlacht zurückzieht. Kaniehtí:io zeigt Haytham anschließend den Eingang zum Großen Tempel, wo er feststellt, dass das Medaillon, das er bei sich trägt, ihn nicht öffnen kann. In diesem Moment offenbaren beide ihre Gefühle zueinander und beginnen eine Beziehung. Wenig später versammelt sich Haytham mit seinen Verbündeten, und dem Spieler wird enthüllt, dass er ein Templer ist, als er Charles Lee als neues Mitglied in den Orden einführt.

Anschließend wechselt die Geschichte zu dem fünfjährigen Ratonhnhaké:ton, Haythams gemeinsamem Sohn mit Kaniehtí:io. Als dieser gerade im Wald Verstecken spielt, wird er von Charles Lee und seinen Leuten gefunden, die ihm Informationen entlocken wollen. Ratonhnhaké:ton wird bewusstlos geschlagen, und als er in sein Dorf zurückkehrt, steht es lichterloh in Flammen. Er versucht, seine Mutter zu retten, kann ihr aber nicht helfen, woraufhin sie vor seinen Augen in den Flammen stirbt. Einige Jahre später trifft sich ein jugendlicher Ratonhnhaké:ton mit der Stammesmutter, um zu erfahren, warum sein Stamm nicht flieht oder sich gegen die immer mehr Land in Besitz nehmenden Kolonisten wehrt. Daraufhin zeigt diese ihm einen Edensplitter und erklärt ihm, es sei seit jeher die Aufgabe ihres Stammes, dieses Artefakt und dieses Land zu hüten. Bei Ratonhnhaké:ton löst der Edensplitter eine Vision mit der Göttin Juno – eigentlich eine Vertreterin der Ersten Zivilisation – aus, in welcher sie ihn darüber informiert, dass bald sein Dorf zerstört und seine Leute abgeschlachtet werden, wenn er nicht das Tal verlässt. Juno zeigt ihm das Symbol der Assassinen-Bruderschaft und sagt, er müsse diesem Pfad folgen, um sein Volk vor dem Untergang zu bewahren. Nachdem Ratonhnhaké:ton der Stammesmutter von seiner Vision berichtet hat, erlaubt sie ihm zu gehen und gibt ihm den Hinweis, dass er einen Mann namens Achilles Davenport finden soll, der ihm weiterhelfen kann.

So verlässt Ratonhnhaké:ton im Jahr 1769 sein Dorf und gelangt nach längerem Fußmarsch zum alten Davenport-Herrenhaus, wo er auf Achilles trifft. Der verbitterte Assassine, dessen koloniale Bruderschaft in Nordamerika vor Jahren durch die Templer vernichtet wurde, weigert sich zunächst, ihn zum Kämpfer auszubilden. Nachdem Ratonhnhaké:ton das Herrenhaus vor Banditen beschützt hat, ändert Achilles seine Meinung und weiht den Jungen schließlich in die Kunst der Assassinen ein. Auf Achilles’ Vorschlag hin nimmt Ratonhnhaké:ton den Namen seines verstorbenen Sohnes Connor an, damit er sich in den Kolonien freier bewegen kann. Jahre des Trainings vergehen, in denen Connor viel über das Leben der Kolonisten lernt und neue Kontakte knüpft, darunter auch Samuel Adams und Robert Faulkner. Von letzterem bekommt Connor ein eigenes Schiff, die Aquila, überreicht, mit dem er die nordamerikanische Ostküste patrouillieren kann.

Nachdem Connor zu einem vollwertigen Assassinen ausgebildet wurde, beginnt er 1773 damit, den Einfluss der Templer auf die Kolonien zu schwächen. Als erstes tötet er William Johnson, der versucht hat, das Land zu kaufen, auf dem Connors Volk lebt. Er beteiligt sich auch an die zeitgleich beginnende Revolution in den Kolonien mit der Aussicht, die Autonomie seines Volks durch die Unterstützung der Patrioten zu sichern. Als der amerikanische Unabhängigkeitskrieg 1775 in vollem Gange ist, tötet Connor den Anführer der britischen Streitkräfte bei Bunker Hill, John Pitcairn. Dabei findet er heraus, dass der Templer Thomas Hickey ein Attentat auf George Washington, dem Oberbefehlshaber der Kontinentalarmee, plant. In New York kann Connor Hickey ausfindig machen, beide werden aber nach einem kurzen Handgemenge ins Gefängnis gesteckt. Während Hickey durch den Einfluss der Templer nicht lange inhaftiert bleibt, wird Connor die Verschwörung gegen Washington angehängt und zum Tode durch den Strang verurteilt. Glücklicherweise gelingt es Achilles und seinen Mitstreitern, Connor bei seiner Hinrichtung zu befreien. Connor stürmt dann hinter Hickey her und tötet ihn, bevor der Templer Washington ermorden kann.

Im Winter 1777 trifft sich Connor mit Washington, der ihm mitteilt, dass Benjamin Church wichtige Güter der Kontinentalarmee gestohlen hat. Als Connor nach Hinweisen in einer verlassenen Kirche sucht, wird er von seinem Vater Haytham überrascht. Dieser enthüllt, dass er ebenfalls auf der Suche nach Church ist, da er die Templer verraten haben soll. Daraufhin beschließen Connor und Haytham, trotz ihrer Differenzen zusammenzuarbeiten, um den Verräter gemeinsam zu finden. In einer New Yorker Brauerei gelangen sie an weitere Informationen, laut denen Church mit seinem Schiff in die Karibik geflohen ist. Connor und Haytham benutzen die Aquila, um Church zu verfolgen, und nach einem Seegefecht gelingt es ihnen, den Templer zu töten sowie die gestohlenen Waren zu bergen.

Connor wird während seiner Missionen hin- und hergerissen, da er nun glaubt, seinen Vater auf die Denkweise der Assassinen zurückführen zu können. Eines Tages jedoch entdeckt Haytham am Stützpunkt der Patrioten einen Brief, in welchem Washington die Beseitigung aller indigenen Stämme aus dem Land, einschließlich Connors Volk, anordnet, da einige von ihnen die Briten unterstützen sollen. Haytham enthüllt auch, dass Washington damals den Angriff befohlen hat, bei dem Connors Mutter starb. Connor wendet sich daraufhin wütend von beiden ab und kehrt in sein Dorf zurück, wo er erfährt, dass die Stammesmutter Mohawk-Krieger ausgesandt hat, um gegen die vorrückenden Patrioten zu kämpfen. Um Konflikte zu vermeiden, hält der Assassine seine Landsleute davon ab, die Truppen anzugreifen, ist jedoch gezwungen, seinen engsten Jugendfreund Kanen'tó:kon zu töten, der von Charles Lee beeinflusst wurde.

Während Desmond Connors Erinnerungen erforscht, wird er gelegentlich aus dem Animus geholt, um Energiezellen zu bergen, die für die Aktivierung des Großen Tempels von Bedeutung sind. Diese Zellen findet er unter anderem in Manhattan und São Paulo. Dabei trifft Desmond auf Daniel Cross, einen Templer-Agenten, der es sich zum Ziel gemacht hat, verbliebene Mitglieder der Assassinen-Bruderschaft zu töten. Als Shaun eine weitere Energiezelle in Kairo lokalisieren kann, bietet William an, diese selbst zu holen, während Desmond im Animus weiter nach dem Schlüssel sucht. Jedoch wird William von den Templern gefangen genommen und nach Rom zu ihrer Abstergo-Forschungseinrichtung gebracht, wo sie auch Desmond einst festhielten. In einer Videonachricht fordert Dr. Warren Vidic Desmond dazu auf, ihm im Austausch für seinen Vater den Eden-Apfel zu bringen. Daraufhin reist Desmond zur Einrichtung und tötet dort zunächst Cross nach einer kurzen Verfolgungsjagd. Anschließend konfrontiert er Vidic in seinem Büro, wo er den Apfel benutzt, um den Templer und seine Wachen zu töten. Desmond rettet anschließend William aus der Abstergo-Einrichtung und kehrt mit ihm zum Großen Tempel zurück.