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Ensembles Ensemble Altstadt Schlüsselfeld Das Ensemble umfasst die Stadt innerhalb ihres mittelalterlichen Mauerrings unter Einschluss des ehemaligen Grabenbereichs und der an der Reichen Ebrach liegenden Brühlmühle. Die Gründung erfolgte durch Konrad II. von Schlüsselberg um 1330 und erhielt am 10. Juni 1336 die Stadtrechte. Die neue Stadt kam nach dem Aussterben des Geschlechts 1347 zunächst an Bamberg und war seit 1390 dann ein würzburgisches Amt. Die planmäßige Anlage liegt innerhalb eines etwa quadratischen Berings. Rückgrat ist der breite, im Zuge einer bambergisch-würzburgischen Geleitstraße verlaufende Straßenmarkt, dessen östlicher Stadtausgang hakenförmig geknickt ist. Beiderseitige Anordnung von Parallelgassen, die jeweils in U-Form vom Straßenmarkt ihren Ausgang nehmen und wieder zu ihm zurückkehren sowie von Quergassen. Nördlich des Straßenmarktes liegt der Kirchenbezirk mit der spätgotischen Pfarrkirche; an Stelle des aufgelassenen Kirchhofs jetzt ganz umbauter Kirchplatz. Am südlichen Stadtrand die Marienkapelle, ein Barockbau, der einen spätmittelalterlichen Vorgänger ersetzt. Die Parzellenstruktur beiderseits des Straßenmarkts langrechteckig mit Bebauung aus Vorder-, Hintergebäude und Zwischentrakt noch ablesbar, an den Nebengassen kleinteiliger und unregelmäßiger. Der Baubestand jeweils nach Bränden 1886 und 1915 am östlichen Stadtausgang und an der südöstlichen Seite des Marktplatzes erneuert. Dem Marktplatz geben einige stattliche Mansarddachbauten des 18. Jahrhunderts das Gepräge, an öffentlichen Bauten erheben sich hier das ehemalige würzburgische Amtshaus, ein breiter Bau in den Formen des frühen 17. Jahrhunderts sowie das der nördlichen Häuserreihe eingefügte Rathaus mit schmaler Barockfassade. Auf Grund der leichten Hanglage ist der Marktplatz durch eine niedrige, mittlere Stützmauer in zwei Ebenen geteilt; die höhere, nördliche Seite ist mit Bäumen bestanden, eine Ergänzung wohl des 19. Jahrhunderts. Die kleinteilige Bebauung der Nebengassen wie üblich meist erneuert oder verändert. Die Stadtmauer, im Kern in die Gründungszeit der Stadt zurückgehend (mittleres 14. Jahrhundert); um die südliche Stadthälfte meist eingelegt oder verbaut; um die nördliche Stadthälfte hingegen bis auf geringe Unterbrechungen erhalten, mit zwei Ecktürmen im Westen und Osten. Von den ehemaligen Toren steht das Obere noch aufrecht, ein Torturm mit Vorwerk. Die ehemalige Grabenzone durch einen um die ganze Stadt herumziehenden, freien Grünstreifen deutlich markiert. Siehe auch: Am Brühl, Am Stadtgraben, Bamberger Straße 11, Marktplatz, Pfarrer-Weissenberger-Straße 2, 4, 10, 12, 14, 16, 18, 20. Aktennummer: E-4-71-220-1.
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Anmerkungen
Literatur
Weblinks
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