mini|Wollmerather Maarkrater im Winter mini|Seitenansicht Pfarrkirche St. Maria Magdalena Wollmerath ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Ulmen an.

Geographie Wollmerath liegt elf Kilometer südöstlich der Stadt Daun in den Ausläufern eines Nebentals des Ueßbachs. Die Ortschaft umfasst Höhenlagen zwischen und . Naturräumlich lässt sich das zur Hälfte landwirtschaftlich genutzteStatistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Regionaldaten. Gemeindegebiet im Südwestsaum der Östlichen Hocheifel fast gänzlich dem Mittleren Ueßbachtal zuordnen, ein Abschnitt an der nordwestlichen Grenze bereits dem Ueßbachbergland. Dort erreicht das Gemeindegebiet auch mit rund seinen höchsten Bodenpunkt, seinen niedrigsten mit am südlichen Austritt des Ueßbachs aus der Gemarkung. Zu Wollmerath gehören die Wohnplätze Birkenhof, Gillenbeurenermühle und Wollmerathermühle.

Wollmerath grenzt (im Uhrzeigersinn) an die Ortsgemeinden Filz, Schmitt, Gillenbeuren, Wagenhausen, Winkel (Eifel) und Demerath (beide Landkreis Vulkaneifel).

Geschichte Wollmerath wurde erstmals im Jahre 1193 urkundlich erwähnt. Er war von 1241 an bis zum Ende des 18. Jahrhunderts der namensgebende Hauptort der „Herrschaft Wollmerath“, die ein Erblehen der Grafen zu Wied war und unter der Landeshoheit von Kurtrier stand. Die letzten Herren von Wollmerath waren seit 1701 die Freiherren v. Breiten-Landenberg. Die Herrschaft umfasste neben Wollmerath auch die Dörfer Filz, Niederwinkel und Wagenhausen.

Nach der Besetzung des Linken Rheinufers 1794/96 durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch, 1815 wurde die Region und damit auch Wollmerath auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Wollmerath, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 125 1835 150 1871 171 1905 178 1939 181 1950 191 1961 194 Jahr Einwohner 1970 225 1987 201 1997 203 2005 216 2011 205 2017 204

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Wollmerath besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister Ulrich Laux wurde am 11. Juni 2019 Ortsbürgermeister von Wollmerath. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 91,54 % gewählt worden. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als einziger Bewerber mit 88,1 % für weitere fünf Jahre wiedergewählt.

Der Vorgänger von Laux, Wolfgang Schmitz, hatte das Amt 15 Jahre ausgeübt.

Sehenswürdigkeiten Pfarrkirche St. Maria Magdalena mit den Grabplatten des Ernst Carl Anton Joseph Freiherr von Breiten-Landenberg und seiner Ehefrau Maria Magdalena, geborene Truchsess von Rheinfelden, sowie einer von Balthasar König im Jahre 1749 gebauten Orgel. Der Wollmerather Kopp zählt zu den jungen, quartären Vulkanen und besteht aus Schweißschlacken, vulkanischen Lapilli- und Ascheablagerungen. Bis in die 1960er Jahre wurde hier Abbau betrieben, seitdem ist der Wollmerather Kopp aus dem Blick gerückt. Der Wollmerather Kopp liegt genauso wie das Wollmerather Maar direkt auf der Siegener Hauptüberschiebung, einer von Siegen bis in den Raum Gillenfeld reichenden bedeutenden geologischen Störungszone.

Der durch das Üßbachtal führende Maare & Thermen Pfad von Bad Bertrich nach Ulmen wurde durch eine etwa 1,5 Kilometer lange Ergänzungsschleife durch den Ort Wollmerath erweitert.

Siehe auch Liste der Kulturdenkmäler in Wollmerath Liste der Naturdenkmale in Wollmerath

Weblinks

Website der Ortsgemeinde Wollmerath Ortsgemeinde Wollmerath auf den Seiten der Verbandsgemeinde Ulmen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Cochem-Zell Kategorie:Ersterwähnung 1193