mini|Pfarrkirche St. Peter Die katholische Nebenpfarrkirche St. Peter ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Hinsbeck, einem Stadtteil von Nettetal im Kreis Viersen (Nordrhein-Westfalen).
Die Kirche gehört zur Pfarre Heilige Mutter Teresa/Nettetal im Pastoralen Raum Nettetal/Grefrath.
Geschichte und Architektur miniatur|Giebel mit Wappen des seitlichen Eingangs Die neugotische, dreischiffige Backsteinhalle mit einem Querschiff und drei Chorpolygonen wurde von 1863 bis 1867 nach Plänen von Vinzenz Statz errichtet. Der vorgesetzte Westturm wurde 1882 gebaut. Im Innenraum ruhen Kreuzrippengewölbe auf Rundpfeilern. Die ornamentalen und figürlichen Bleiglasfenster wurden 1967 von Johannes Beeck angefertigt.
Die Pfarre St. Peter wurde zum 1. Januar 2026 aufgehoben und mit weiteren aufgehobenen Pfarreien zur Großpfarre Heilige Mutter Teresa/Nettetal fusioniert. Seitdem ist St. Peter keine Pfarrkirche mehr, sondern eine Nebenpfarrkirche.
Ausstattung Von der Ausstattung des 19. Jahrhunderts sind der Hochaltar, der südliche Seitenaltar, die Beichtstühle, das Gestühl und die Orgelempore erhalten. Im Jahr 1950 erhielt die Kirche zwei Bronzeglocken der renommierten Glockengießerei Otto aus Bremen-Hemelingen. Die beiden Glocken erklingen auf folgenden Tönen: fis' – a'. Sie haben die folgenden Durchmesser: 1105 mm und 930 mm und wiegen 844 kg und 518 kg. Die Kreuzwegstationen wurden 1967 von J. Rübsam geschaffen.
Aus der 1868 abgebrochenen Kirche Das Taufbecken aus Bronze wurde 1441 von einem Meister Jan gegossen. Das kelchförmige Becken steht auf einem von drei Löwen getragenen Fuß. Der Messingdeckel wurde im 18. Jahrhundert gegossen. Das Triumphkreuz besteht aus einem erneuerten Kreuz und einem lebensgroßen hölzernen Kruzifixus in sehr schlanken Proportionen. Er wurde am Anfang des 16. Jahrhunderts von dem Meister von Elsloo geschnitzt.
Glocken Gegen Ende des Ersten Weltkriegs sammelte das Deutsche Kaiserreich wegen der MetallknappheitGlockenbronze enthält rund 80 % Kupfer und rund 20 % Zinn die meisten Kirchenglocken (etwa 65.000 Stück) ein, um sie einzuschmelzen. Die Hinsbecker Glocken erlebten das Kriegsende auf einem Glockenfriedhof und kamen 1920 zurück. Im Zweiten Weltkrieg mussten im Mai 1942 fast alle Glocken abgegeben werden („Metallspende des deutschen Volkes“); nur „de Klemp“ blieb in der Kirche. Gegen Kriegsende wurden auch die Glocken der Johanneskapelle und der Kreuzkapelle eingesammelt. 1947 erfuhr die Pfarre, dass auf einem Glockenfriedhof in Hamburg die beiden alten Glocken von 1519 sowie die kleinen Glocken aus den Kapellen gefunden worden waren.Wie die Glocken in die Kirche St. Peter kamen (Rheinische Post 12. September 2014, S. C4)
Pfarrer Folgende Priester waren bis zur Aufhebung der Pfarre Pfarrer an St. Peter:Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 851. 1919–1949: Josef Adrians 1949–1973: Arnold Rulands 1973–1998: Ferdinand Landen 2000–2001: Johannes Torka (Pfarradministrator) 2001–2007: Georg Kerkhoff 2007–2024: Günter Wiegandt 2025: Benedikt Schnitzler (Pfarradministrator)
Literatur Georg Dehio, bearbeitet von Claudia Euskirchen, Olaf Gisbertz, Ulrich Schäfer: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen I Rheinland. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2005, ISBN 3-422-03093-X
Weblinks
Website der Pfarrgemeinde 100 Jahre Hinsbecker Landschaftskrippe
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude in Nettetal Kategorie:Baudenkmal in Nettetal Kategorie:Peterskirche Kategorie:Nebenpfarrkirche des Bistums Aachen Peter Kategorie:Hallenkirche in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Neugotisches Kirchengebäude Kategorie:Backsteinkirche Kategorie:Backsteinbauwerk des Historismus Kategorie:Bauwerk von Vinzenz Statz Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Ehemalige Pfarrkirche