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Ensembles Ensemble Altstadt Herrieden mini|Altstadt, vom Martinsberg Das Ensemble () umfasst die gesamte von der Stadtbefestigung umschlossene Stadt einschließlich der ehemaligen Stadtgräben und der Altmühlbrücke. Das Ensemble steht in Blickbeziehung zur Martinskirche (vgl. Am Martinsberg 22) und wird gekennzeichnet durch die für fränkische Stadtgründungen charakteristische Gruppierung einer auf einem Hügel gelegenen Kirche mit einem befestigten Ortskern am Fluss. Die Anfänge der Stadt Herrieden liegen in einem ehemaligen Benediktinerkloster einerseits und der Martinskirche andererseits. Das Benediktinerkloster, das im letzten Viertel des 8. Jahrhunderts durch den fränkischen Adeligen Cadolt gegründet und 797 erstmals erwähnt wurde, wurde 888 von König Arnulf dem Bischof Erchanbold von Eichstätt geschenkt und in ein Kollegiatstift umgewandelt. Es verblieb bis zur Säkularisation in eichstättischem Besitz; 1807 wurde dort eine Stadtpfarrei eingerichtet. Die heutige katholische Nebenkirche St. Martin ist als Pfarrkirche bereits für die Zeit vor 780 erschließbar und blieb dies bis zur Säkularisation. So ist ihre wirkungsvolle Lage auf einem befestigten Hügel nordöstlich der Stadt, innerhalb eines von Mauern umgebenen Friedhofs, zugleich Ausdruck des geschichtlichen Zusammenhangs; auch verbindet ein Stationsweg (Steinweg) Kirche und Stadt. Ein weiterer geschichtlicher und städtebaulicher Kristallisationspunkt des erstmals 1298 als Stadt erwähnten Ortes ist die 1122 genannte Burg in der Nordostecke der Anlage. Diese bis ins 19. Jahrhundert vielfach umgebaute heutige Brauerei wurde bei der unter dem Eichstätter Erzbischof Heinrich V. 1340/44 neuerrichteten Stadtmauer ebenfalls neu befestigt und in die Stadt einbezogen. Das teilweise recht weitläufige Stadtinnere ist in vier baulich deutlich unterschiedene Viertel unterteilt, die um den weiten Marktplatz liegen. Diesen, beherrscht von der Zweiturmfront der Stiftskirche, im Wesentlichen einem Bau der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, umstehen das an der Westseite der Frauenkirche gelegene traufseitige Gasthaus zum Hirschen (Marktplatz 13) und stattliche Giebelhäuser. Das ehemalige Viertel von Stift und Stiftskirche (Herrnhof), um die beiden Kirchen gelegen, ist locker bebaut, mit zum Teil freistehenden ehemaligen Stiftshöfen und Verwaltungsgebäuden des 16. bis 19. Jahrhunderts. Das bürgerliche Viertel der Handwerker und Händler beiderseits der ehemaligen Vorderen Gasse (heute Ringstraße) besitzt teilweise stattliche, zweigeschossige zur Straße giebelseitige Satteldachhäuser des 16. bis 18. Jahrhunderts. Nördlich schließt sich ein ackerbürgerliches Viertel mit kleineren eingeschossigen, von Wirtschaftsgebäuden begleiteten Häusern an. Im Bereich des Vogteiplatzes vor dem ehemaligen Schloss liegt ein vor allem durch Scheunen gekennzeichnetes Viertel. Der marktartige Platz vor dem ehemaligen Ansbacher Tor, beherrscht vom Gasthaus zum Torwirt (Neunstetter Str. 14), ist ein Teil des Ensembles. Im Süden und Südwesten, im Bereich der Flussniederung der Altmühl, ist der ursprüngliche Freiraum vor der Stadtmauer erhalten. Im Osten, über das unbebaute Flurstück Nr. 1050, bietet sich ebenfalls ein freier Blick auf die Stadt. Aktennummer: E-5-71-166-1.
Ensemble Ortskern Roth Der gerundete Anger (), in dessen Mittelpunkt umgeben von vier Linden die Ortskapelle St. Barbara von 1702 steht, wird begrenzt von den Giebelseiten der auf den Anger hin orientierten Bauernhäuser. Diese eingeschossigen Wohnhäuser mit teilweise vielgestaltigen Satteldachnebengebäuden gehen im Kern wohl auf das 17. Jahrhundert zurück, erfuhren ihre Ausprägung jedoch im Wesentlichen im 19. Jahrhundert. Aktennummer: E-5-71-166-2.
Stadtbefestigung Die Stadtmauer aus Haustein und Bruchsteinmauerwerk ist beinahe lückenlos erhalten, ohne ihre ursprüngliche Verdachung. Sie wurde 1340/44 neu errichtet und im späten 15. Jahrhundert erneut verstärkt. Das Gebiet von Zwinger und Graben ist im gesamten Verlauf erkennbar und an einigen Stellen wohl erhalten. Aktennummer: D-5-71-166-1. Bilder. Entgegen dem Uhrzeigersinn beginnend bei Storchenturm verläuft die Stadtmauer entlang des Deocarplatzes und des Herrenhofs mit einem Durchbruch zwischen Herrenhof 13 und 12, danach nördlich bis zum ehemaligen Schloss und von dort weiter bis zum Durchbruch bei der Fronveste. Westlich der Fronveste ist die Stadtmauer entlang der Straße An der Stadtmauer bis zum Durchbruch an der Neunstetter Straße erhalten. Der südwestliche Abschnitt verläuft entlang der Vorderen Gasse und Turmstraße bis zum Storchenturm.
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Anmerkungen
Literatur
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