August Stimpfl (* 2. März 1924 in Imst; † 21. Mai 2010 ebenda) war ein österreichischer akademischer Maler.

Leben und Werk August Stimpfl besuchte bis 1941 die Kunstgewerbeschule in Innsbruck. Von 1942 bis 1945 war er zum Kriegseinsatz in Russland, im Kaukasus und in Norwegen. Von 1948 bis 1951 studierte er bei Robin Christian Andersen und Herbert Boeckl an der Wiener Akademie der bildenden Künste.

1951 heiratete er Johanna Praxmarer, das Paar bekam zwei Töchter.

Von 1965 bis 1970 beschäftigte sich Stimpfl mit Arbeiten technoiden Charakters unter Anwendung einer computerbasierten Arbeitsweise. Danach beschäftigte er sich in der Bildgestaltung wieder mit dem menschlichen Körper und hier vor allem mit der Frau, seit den 1970er Jahren zeichnete er fast ausschließlich weibliche Akte. 1980 war er mit Reiner Schiestl zu einem Studienaufenthalt in New York.

Seine Malereien in Acryl wurden in zahlreichen mitteleuropäischen Städten ausgestellt, unter anderem in Wien, Basel, München, Stuttgart und Zürich. Zu seinen weiteren Techniken zählten kleinere Zeichnung sowie Radierungen und Monotypien., Galerie Welz, Salzburg. Abgerufen am 14. Juli 2012. Ein Schwerpunkt in seinem Schaffen war Kunst am Bau, wobei er häufig mit dem ebenfalls aus Imst stammenden Architekten Norbert Heltschl zusammenarbeitete.Ivona Jelcic: Norbert Heltschl 1919–2017. In: Tiroler Tageszeitung vom 7. Dezember 2017

Stimpfl wird neben Max Weiler und Paul Flora zu den wichtigsten Tiroler Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg gezählt.

Ausstellungen (Auswahl) Galerie im Taxispalais, Innsbruck, 1965 Stadtturmgalerie, Innsbruck, 1974 Art Basel, 1980 Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, 1982 Sonnentempel, Bayreuth, 1983 Künstler aus Tirol, Bonn, Innsbruck, Linz, Lienz, Bozen, 1992/93 Retrospektive über 25 Jahre, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Schloss Maretsch, Bozen, 1994

Werke im öffentlichen Raum mini|Sgraffito Kraniche und Sonnenuhr am Haus Mitterhoferstraße 11 in Innsbruck Wandmalerei, Volksschule Oberstadt, Imst, 1952 Wandmalerei Apokalyptische Reiter, Michaelskapelle, Friedhof Imst, 1956 Wandmalereien Schutzmantelmadonna und „Freiheit der Kinder“, Volksschule Pettneu am Arlberg, 1957 Sgraffito Sonnenuhr und Kraniche, Wohnhaus Mitterhoferstraße 11, Innsbruck, 1957 Wandbild: Hl. Franziskus mit den Tieren, Wohnhaus Am Grettert 22, Imst, 1958 Glasfenster, Kapelle der Sonnbergschule, Imst, 1959 Wandbild, Schulzentrum Inzing, 1962 Glasbetonwand, Ambo, Türflügel, Pfarrkirche hl. Josef der Arbeiter, Landeck-Bruggen, 1963 Glasgemälde, Kirche zu den hll. Engeln, Imst-Brennbichl, 1967 Fassadengestaltung, Sparkasse Reutte, 1975 (mit Norbert Strolz) künstlerische Gestaltung, Totenkapelle Imsterberg, 1978 Wandkeramik und Tür, Kapelle des Bildungshauses St. Michael, Pfons, 1978 Fresko im Altarraum, Antoniuskapelle, Imst, um 1991 Wandmalerei Vögel, Fisch, Blume, Volksschule Elbigenalp

Literatur Christoph Bertsch (Hrsg.): Kunst in Tirol, 20. Jahrhundert : wesentlich erweiterter und neu durchgesehener Bestandskatalog der Sammlung des Institutes für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck samt einer Dokumentation der Legate und Nachlässe in zwei Bänden. Band 2, Innsbruck 1997, S. 724–727

Weblinks

Ein Unentdeckter Archipel, Art Club Imst

Einzelnachweise

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