mini|D’hoore bei der Bahn-EM 2016 Jolien D’hoore (* 14. März 1990 in Gent) ist eine ehemalige belgische Radrennfahrerin, die auf Bahn und Straße aktiv war. Die sprintstarke Fahrerin war die erfolgreichste belgische Radsportlerin ab Beginn der 2010er Jahre.
Sportliche Laufbahn
Im Alter von sechs Jahren begann Jolien D’hoore mit Leichtathletik, mit zwölf wechselte sie zum Radsport. 2005 wurde sie Vize-Meisterin der Juniorinnen im Omnium, im Jahr darauf errang sie drei Junioren-Titel auf der Bahn. 2007 wurde sie erneute dreifache belgische Meisterin auf der Bahn, im 500-Meter-Zeitfahren, im Scratch und im Sprint, in drei weiteren Disziplinen (Keirin, Punktefahren und Einerverfolgung) wurde sie Vize-Meisterin. 2008 errang sie in Kapstadt den Weltmeistertitel der Juniorinnen im Straßenrennen und den nationalen Juniorentitel im Straßenrennen. 2012 belegte sie bei den Olympischen Spielen in London Platz fünf im Omnium.
2012, 2014 und 2015 wurde Jolien D’hoore belgische Meisterin im Straßenrennen.
2016 wurde Jolien D’hoore für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro nominiert. Dort errang sie die Bronzemedaille im Omnium. Im Jahr darauf wurde sie in Hongkong gemeinsam mit Lotte Kopecky Weltmeisterin im Zweier-Mannschaftsfahren; der Titel wurde in diesem Jahr erstmals von den Frauen ausgefahren. Zudem errang sie die Bronzemedaille im Scratch.
Bei den Bahnradsport-Weltmeisterschaften 2019 errang D’hoore die Bronzemedaille im Scratch. Im folgenden März stürzte sie beim Rennen Drentse Acht und brach sich das Schlüsselbein. Im Mai desselben Jahres entschied sie eine Etappe von Emakumeen Bira für sich sowie im Juni zwei Etappen der Women’s Tour. 2020 gewann sie den Klassiker Gent-Wevelgem, 2021 eine Etappe der Healthy Ageing Tour.
Bei den Bahnradsport-Weltmeisterschaften 2019 errang D’hoore die Bronzemedaille im Scratch. Im folgenden März stürzte sie beim Rennen Drentse Acht und brach sich das Schlüsselbein. Im Mai desselben Jahres entschied sie eine Etappe von Emakumeen Bira für sich sowie im Juni zwei Etappen der Women’s Tour. 2020 gewann sie den Klassiker Gent-Wevelgem, 2021 eine Etappe der Healthy Ageing Tour. Gemeinsam mit Lotte Kopecky startete sie 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio; das Duo musste das Rennen aber nach einem Sturz aufgeben.
Ende der Saison 2021 beendete Jolien D’hoore ihre aktive Radsportlaufbahn, nach dem sie als letztes Rennen die erste Austragung von Paris-Roubaix Femmes bestritten hatte. Sie blieb ohne Platzierung, da sie das Zeitlimit überschritten hatte.
Berufliches D’hoore hat ein Studium in Physiotherapie und Rehabilitation absolviert.
Ab 2022 ist sie als Sportdirektorin des Frauenteams NXTG Racing (neuer Teamname ab 2024: AG Insurance-Soudal Team) tätig.
Erfolge Straße 2008 Junioren-Weltmeisterin – Straßenrennen 20px Belgische Junioren-Meisterin – Straßenrennen 2012 20px Belgische Meisterin – Straßenrennen 2013 Dwaars door de Westhoek 2014 20px Belgische Meisterin – Straßenrennen zwei Etappen BeNe Ladies Tour eine Etappe Holland Ladies Tour Flanders Diamond Tour 2015 Omloop van het Hageland Ronde van Drenthe eine Etappe Energiewacht Tour Flanders Diamond Tour eine Etappe Tour of Britain 20px Belgische Meisterin – Straßenrennen drei Etappen BeNe Ladies Tour Open de Suède Vårgårda RR zwei Etappen Holland Ladies Tour2016 Flanders Diamond Tour eine Etappe Tour de Feminin – O cenu Českého Švýcarska Gesamtwertung und drei Etappen BeNe Ladies Tour Madrid Challenge 2017 Omloop van het Hageland Grand Prix de Dottignies Gesamtwertung und zwei Etappen Tour of Chongming Island 20px Belgische Meisterin – Straßenrennen eine Etappe Giro d’Italia Femminile eine Etappe Ladies Tour of Norway Prolog und eine Etappe Lotto Belgium Tour Madrid Challenge 2018 Driedaagse Brugge-De Panne eine Etappe The Women’s Tour zwei Etappen Giro d’Italia Femminile 2019 eine Etappe Emakumeen Bira zwei Etappen The Women’s Tour 2020 Gent–Wevelgem 2021 eine Etappe Healthy Ageing Tour
Bahn 2006 20px Belgische Junioren-Meisterin – Sprint, 500-Meter-Zeitfahren, Scratch 2007 20px Belgische Junioren-Meisterin – Sprint, 500-Meter-Zeitfahren, Scratch, Omnium, Mannschaftsverfolgung (mit Elke Vanderhauweraert und Annelies Van Doorslaer) 2008 Junioren-Weltmeisterschaft – Mannschaftsverfolgung (mit Evelyn Arys und Jessie Daams) Junioren-Europameisterschaft – Einerverfolgung, Punktefahren, Mannschaftsverfolgung (mit Evelyn Arys und Jessie Daams) Junioren-Europameisterschaft – Scratch 20px Belgische Junioren-Meisterin – Sprint, 500-Meter-Zeitfahren, Verfolgung, Teamsprint (mit Kelly Druyts), Mannschaftsverfolgung (mit Kelly Druyts und Evelyn Arys) 2009 20px Belgische Meisterin – 500-Meter-Zeitfahren, Teamsprint (mit Kelly Druyts), Mannschaftsverfolgung (mit Jessie Daams und Kelly Druyts) 2010 U23-Europameisterin – Punktefahren, Mannschaftsverfolgung (mit Jessie Daams und Kelly Druyts) U23-Europameisterschaft – Punktefahren 20px Belgische Meisterin – Einerverfolgung, 500-Meter-Zeitfahren, Scratch, Omnium, Teamsprint (mit Kelly Druyts), Mannschaftsverfolgung (mit Kelly Druyts und Jessie Daams) 2012 20px Belgische Meisterin – Omnium2013 Europameisterschaft – Omnium 2014 Europameisterschaft – Omnium 20px Belgische Meisterin – Omnium 2015 20px Belgische Meisterin – Omnium 2015 20px Belgische Meisterin – Punktefahren, Scratch, Einerverfolgung, 500-Meter-Zeitfahren 2016 16px|Bronze Olympische Spiele – Omnium 20px – Zweier-Mannschaftsfahren (mit Lotte Kopecky) – Punktefahren 2017 Weltmeisterin – Zweier-Mannschaftsfahren (mit Lotte Kopecky) Weltmeisterschaft – Scratch Bahnrad-Weltcup in Pruszków – Zweier-Mannschaftsfahren (mit Lotte Kopecky) 2018 Europameisterschaft – Scratch 2019 Weltmeisterschaft – Scratch 20px Belgische Meisterin – Punktefahren, Scratch, Einerverfolgung
Weblinks
, vom 29. Juni 2017 Offizielle Website
Einzelnachweise
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