mini|Lage der Gemarkung Wölfnitz in Dresden Die Liste der Straßen und Plätze in Wölfnitz beschreibt das Straßensystem im Dresdner Stadtteil Wölfnitz mit den entsprechenden historischen Bezügen. Aufgeführt sind Straßen, die im Gebiet der Gemarkung Wölfnitz liegen. Kulturdenkmale in der Gemarkung Wölfnitz sind in der Liste der Kulturdenkmale in Wölfnitz aufgeführt.
Wölfnitz ist Teil des statistischen Stadtteils Naußlitz, der wiederum zum Stadtbezirk Cotta der sächsischen Landeshauptstadt Dresden gehört. Wichtigste Straße in der Wölfnitzer Flur ist die Kesselsdorfer Straße, die abschnittsweise die Nordgrenze der kleinen Gemarkung bildet. Insgesamt gibt es in Wölfnitz sieben benannte Straßen und Plätze, die in der folgenden Liste aufgeführt sind.
Legende
Straßenverzeichnis Name/Lage Länge/Maße Namensherkunft Jahr der Benennung Anmerkungen Bild Altwölfnitz Alter Dorfkern von Wölfnitz 1904 Altwölfnitz entstand als Bauernweiler.150px|Altwölfnitz Am Stieglitzgrund Flurname Stieglitzgrund 1925 Als Stieglitzgrund wird der örtliche Abschnitt des Tals des GorbitzbachsGewässersteckbrief Weidigtbach (PDF; 3,5 MB) bezeichnet. Die Straße Am Stieglitzgrund ist eine Sackgasse, die durch ein markantes Torhaus führt. 150px|Am Stieglitzgrund Dessauerstraße Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau, genannt „Der Alte Dessauer“ 1904/1990 Die frühere Wölfnitzer Dorfstraße erhielt 1904 ihren heutigen Namen. Sie ist nach dem anhaltischen Fürsten und Heerführer benannt, der 1745 in der Schlacht bei Kesselsdorf in der Nähe einen Sieg für Preußen errungen hatte. Zu DDR-Zeiten wurde auf Stadtplänen gewöhnlich die Schreibweise „Dessauer Straße“ verwendet, um eine (historisch falsche) Benennung nach der Stadt Dessau zu suggerieren. Seit 1990 wird wieder die korrekte Schreibweise verwendet.150px|Dessauerstraße Hofwiesenstraße Flurname Hofwiesen Die Hofwiesen, die an dieser Straße lagen, trugen diesen Namen, weil sie zum Kammergut Gorbitz gehörten, das direkt dem kurfürstlich-sächsischen Hof unterstand. Die Hofwiesenstraße führt als Gartenweg südlich am Ortskern vorbei. Kesselsdorfer Straße Kesselsdorf 1904 Die Kesselsdorfer Straße war ursprünglich Teil der Verbindung zwischen dem Kloster Altzella und dessen Besitzungen in Leubnitz-Neuostra und verband die Residenzstadt Dresden mit der wichtigen Bergbaustadt Freiberg. Im 18. Jahrhundert wurde sie zur Poststraße, von 1810 bis 1812 dann zur Chaussee ausgebaut. Ab 1871 hieß sie zunächst Wilsdruffer Straße, im 20. Jahrhundert war sie als Bundesstraße 173 bedeutend, bis diese nach Norden (Bramschtunnel) verlegt wurde.150px|Kesselsdorfer Straße Olbernhauer Straße Olbernhau 1946 Die Straße hieß ursprünglich Albertstraße nach König Albert. Um Verwechslungen mit anderen Straßen gleichen Namens in Dresden zu vermeiden, wurde sie 1904 nach der Eingemeindung nach Dresden nach Friedrich August Rutowsky in Rutowskystraße umbenannt. Rutowsky war kursächsischer Feldmarschall. Da nach dem Zweiten Weltkrieg Straßennamen unerwünscht waren, die an die „Militarismus“-Zeit erinnerten, wurde die Straße in Olbernhauer Straße umbenannt.150px|Olbernhauer Straße Wendel-Hipler-Straße Wendel Hipler 1953 Die Wendel-Hipler-Straße hieß ursprünglich Grenzstraße, da sie entlang der Flurgrenze zwischen Wölfnitz und Naußlitz verläuft.150px|Wendel-Hipler-Straße
Literatur
Karlheinz Kregelin: Das Namenbuch der Straßen und Plätze im Westen der Stadt Dresden. Briesnitz, Cotta, Dölzschen, Friedrichstadt, Gorbitz, Kemnitz, Leutewitz, Löbtau, Naußlitz, Omsewitz, Roßthal, Stetzsch, Wölfnitz, Wilsdruffer Vorstadt. Herausgegeben vom Stadtmuseum Dresden. Fliegenkopf, Halle (Saale) 1996, ISBN 3-930195-09-7.
Weblinks
Einzelnachweise
Wolfnitz !Strassen und Platze in Wolfnitz