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Diese Liste gibt den Fortschreibungsstand vom 15. April 2020 wieder und enthält 32 Baudenkmäler.

In dieser Kartenansicht sind Baudenkmäler ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können in der Karte gesetzt werden. Baudenkmäler ohne Bild sind mit einem blauen bzw. roten Marker gekennzeichnet, Baudenkmäler mit Bild mit einem grünen bzw. orangen Marker. Ensembles Ensemble Ortskern Kleinheubach mit Schlossbereich miniatur|250px|Fürstlich Löwensteinsches Schloss Kleinheubach Das Ensemble umfasst den Schlossbereich im gesamten Umfang des Schlossparks, den Marktort innerhalb seiner nachmittelalterlichen Wehrmauer mit dem davorliegenden, freien Uferstreifen sowie den westlichen Teil der Baugasse und den südlichen Teil der Hauptstraße, deren Anlage und Ausgestaltung jeweils mit der klassizistischen Neuordnung der Schlossparkeinfahrt zusammenhängt. – Kleinheubach ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Symbiose eines herrschaftlichen Sitzes mit einem bäuerlichen Markt. Der Marktort selbst entwickelt sich entlang der mainparallel leicht bogig geführten Marktstraße. Er weist durchweg bäuerliche Anwesen auf, deren Wohnbauten, überwiegend verputzte Fachwerkhäuser des 17.–19. Jahrhunderts mit Sattel- und Halbwalmdächern, mit dem Giebel zur Straße freistehen; rückseitig schließen sich Wirtschaftsgebäude an, dahinter erstrecken sich auf der Westseite bis zur Ortsmauer Gartenparzellen. Auf dem westlichen Scheitel des Straßenbogens durchbricht das alte Rathaus die Bauflucht. Die gegenüberliegende, auf einem ehemals eigenbefestigten Hügel am Mainufer sich erhebende Pfarrkirche ist weit zurückgesetzt, wirkt deshalb nicht unmittelbar ins Straßenbild hinein, bildet aber den Gipfelpunkt der sich dem jenseitigen Mainufer darbietenden Ortsansicht. Die Fahrgasse, eine kurze Verbindung zwischen Marktstraße und Maintor, zeichnet sich durch eine Reihe von Schifferhäusern des 16. Jahrhunderts aus, die unregelmäßig bebaute Löwengasse zeigt kleinbäuerliches Gepräge. Der Südteil des Ortes hat durch den Bau des fürstlichen Schlosses seit 1723 und durch die ehemals barocken, an der Wende zum 19. Jahrhundert im englischen Gartenstil umgewandelten Parkanlagen den Charakter einer reichsgräflichen Residenz von hohem Anspruch erhalten. Die spätbarocke und frühklassizistische Neugestaltung griff auch in die ehemals rein bäuerlichen Bereiche ein, regulierte im Sinne des barocken Städtebaus die auf die Marktstraße rechtwinkelig stoßende Baugasse, die z. T. auch mit Wohn- und Beamtenhäusern neu bebaut wurde, und schuf in der Hauptstraße eine neue, auf den Haupteingang zum Schloss gerichtete Straßenachse, die allerdings nur z. T. die historische Bausubstanz bewahrt hat. In paralleler Entsprechung zur Baugasse wurde am nordwestlichen Ausgang des Altortes in Richtung Hauptstraße im frühen 19. Jahrhundert ein weiterer Straßenzug mit Wohnhäusern biedermeierlicher Prägung zumeist mit Halbwalmdächern angelegt, wobei die Kopfbauten zweigeschossig errichtet wurden. Viele der ursprünglich eingeschossigen Bauten wurden dann im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts aufgestockt. Der Schlosspark hat mit der zum Fluss gelegenen Seite an der besonderen Mainansicht des Ensembles teil. Umgrenzung: Mainufer vom Rüdenauer Bach nach Süden, Schloßparkbegrenzung nach Westen und Norden, hinter Grundstücksgrenzen von Hauptstraße 7–23 (ungerade Nummern), Verlauf der Hauptstraße nach Norden, nördliche Grundstücksgrenze von Hauptstraße 34, deren geradlinige Fortsetzung nach Osten bis zur westlichen Ortsmauer, Verlauf der westlichen Ortsmauer nach Norden, Bachgasse nach Oste, Verlauf des Rüdenauer Bachs nach Osten. Aktennummer E-6-76-132-1.

Fürstlich Löwensteinsches Schloss Corps de Logis (), Dreiflügelanlage, zweieinhalbgeschossige Satteldachflügel und Eckpavillons sowie überhöhtem Mittelpavillon mit Mansardwalmdächern über Kellersockel, Putzfassade mit Werksteingliederungen, der Mittelpavillon durch Kolossalpilaster und figurengeschmückter Attika hervorgehoben, Louis Remy de la Fosse, Johann Dientzenhofer, Johann Jakob Rischer, barock, 1723–32 im Südflügel kath. Schloßkirche Hl. Namen Jesu (), verändert 1871; mit Ausstattung Gardistenbau () und Marstall (), symmetrisch dem Schlosshof vorgelagerte Bauten mit eingeschossigem Satteldach Mittelteil und zweigeschossigen Eckbauten mit Mansardwalmdächern über Kellersockel, Putzfassaden mit Werksteingliederungen, Barock, 1. Hälfte 18. Jh. der Nordfassade symmetrisch vorgelagert das Waschhaus () und eine Remise (), eingeschossige verputzte Walmdachbauten, das westliche Waschhaus mit ägyptisierender Dreifenstergruppe, um 180 Dienerschaftsbau, langgestreckter zweigeschossiger Walmdachbau über hohem Kellersockel, Putzfassaden mit zurückhaltenden Werksteingliederungen, der Mittelteil und Kopfbau durch Fassadenversprung und aufwändigeren Gliederungen sowie einem erhöhenden Drempel leicht betont, Wolfgang und Friedrich Streiter, klassizistisch, 1819–25 Pfortenpavillon, eingeschossiges kleines Oktogon mit Drempel und flachem Zeltdach, Putzfassade mit zurückhaltender Werksteingliederung, um 1800 Orangerie (), eingeschossiger Walmdachbau über T-förmigem Grundriss, Putzfassade mit großen Rundbogenfenstern, 1. Hälfte 19. Jh., angebautes Gewächshausanbau, Stahl-Glaskonstruktion über Sandsteinsockel, 1. Hälfte 20. Jh. Gärtnerhaus eingeschossiger Fachwerkbau mit Walmdach, Steinbau-immitierende Putzfassade mit Rundbogenfenstern, klassizistisch, 1. Hälfte 19. Jh. Eiskeller (), eingeschossiger Bau im Erdhügel, Parkstaffagebau mit ägyptisierender Portikus, flankierende Böschungsmauern im bogigen Verlauf mit Löwen- bzw. Sphinxfigur an den Enden, Sandstein, Heinrich Sommer, klassizistisch, 1818/19 Parkportal, sogenanntes Löwentor (), zwei liegende Löwenfiguren über Sockeln mit geböschten Kanten, Sandstein, Heinrich Sommer, klassizistisch, bez. 1819 Nischenbildstock, monolithischer Sandstein, wohl 17. Jh., Bild und Inschrift um 1900 Englischer Landschaftspark mit Mauer- bzw. Zauneinfriedung und Kaimauern am Main, 19. Jh.

Aktennummer: D-6-76-132-27.

Ortsbefestigung Ortsmauer, Mauer um den Altort und die Erweiterung der Baugasse herum, nördlicher Verlauf entlang dem Rüdenauer Bach, östlich längs des Mainufers mit integrierten Resten der ehem. 1260 erwähnten Burgbefestigung südöstlich der Kirche, westlich entlang den Gärten der Marktstraße (ungerade Nummern), nördlich der Baugasse, südlich von Bau- und Löwengasse als Schloßparkmauer, Sandstein, um 1600. Aktennummer: D-6-76-132-1.

Baudenkmäler

Ehemalige Baudenkmäler

Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Kleinheubach

Anmerkungen

Literatur

Weblinks

Kleinheubach !