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Ensembles mini|200px|Obere Hauptstraße, Ansicht vom Marktplatzweitere Bilder mini|200px|Marktplatz, Ansicht von der Oberen Hauptstraßeweitere Bilder mini|200px|Untere Hauptstraße, Ansicht von Nordenweitere Bilder
Ensemble Altstadt Volkach
Das Ensemble () umfasst das Gebiet der Stadt innerhalb ihrer aus dem 13. Jahrhundert stammenden Ummauerungslinie sowie Teile des Mauervorgeländes im Westen (Hindenburgallee) und Norden (Gärten der Anwesen Storchgasse am Volkachbach), soweit dort die frühbiedermeierliche Auflösung des Befestigungsgürtels in Gartenanlagen noch ablesbar ist. Volkach hat sich im Laufe des frühen Mittelalters aus dem übergeordneten Zusammenhang des fränkischen Königsguts Prosselsheim/Vogelsburg herausgelöst, verselbständigt und im Hochmittelalter unter der Ägide der Grafen von Castell zum städtischen Gemeinwesen verdichtet (1258 als civitas bezeichnet). Die Hochterrasse über der Mündung des Volkachbachs in den Main bot einen günstigen Siedlungsplatz an. Das durch die Befestigungslinie des 13. Jahrhunderts längsoval eingefasste Stadtgebiet entwickelt sich entlang der mainparallelen Hauptstraße; Quer- und Nebenachsen sind nicht ausgebildet (die Querverbindung Brücken-/Spitalstraße entstand erst im Zuge des Brückenbaus 1892) was damit zusammenhängt, dass sich die historisch wichtigen Flussübergänge nicht in Volkach, sondern in Fahr und Escherndorf/Nordheim befanden. Volkach bietet sich daher als reine Zweitorestadt dar, die Aufgabe der Wegeverteilung übernehmen die sich vor den Toren ausbreitenden Vorstädte. Urzelle der Siedlung ist der von der Stadtmauer, der Oberen Hauptstraße und dem Marktplatz eingegrenzte Bezirk, in dem sich die Stadtpfarrkirche befindet; hier wird der fränkische Fronhof der Frühzeit angenommen und residierten die Stadtherren (ab 1328 teilweise, ab 1510 ganz das Bistum Würzburg). Der angrenzende Abschnitt der Oberen Hauptstraße war die Niederlassung der Kaufleute. Das ausgedehnte Besiedlungsgebiet, das sich um eine kreuzförmige Gassenführung (Kreuzgasse) und einen geräumigen Platz (Gänseplatz) östlich der Unteren Hauptstraße ausdehnt, war ursprünglich das Viertel der Hörigen, das sich im Laufe der Zeit zum Wohnplatz von Handwerkern und kleinen Weinbauern entwickelte. Diese Besiedlungsstruktur und das damit zusammenhängende Sozialgefälle lassen sich heute noch deutlich in der Parzellierung ablesen: Große Höfe reihen sich entlang der Hauptstraße, im Gebiet um die Kreuzgasse begegnet ein Konglomerat kleinerer Anwesen. Die Regulierung des Marktplatzes, der sich etwa im mittleren Abschnitt der Hauptstraße öffnet, erfolgte mit dem Bau des Rathauses im 16. Jahrhundert. Die Bebauung der dem Verlauf der ehemaligen Stadtmauer folgenden Gässchen mit niedrigen Kleinhäusern entstand nach der Aufgabe des Zwingers um 1800. Die geschlossene, historische Bebauung des Städtchens spiegelt die architektonische Entwicklung im Würzburger Raum ungebrochen wider, deren Höhepunkte die Akzente ins Stadtbild setzen: Die Spätgotik tritt in der Stadtpfarrkirche, die beginnende Renaissance im Rathaus, der Stil der Julius-Echter-Zeit im ehemaligen Zehnthof und im ehemaligen Amtsgericht, der Barock und das Rokoko in vielen Weinbauernhöfen und Bürgerhäusern an der Hauptstraße und in manchen Nebengassen zutage. Traufseit- und Giebelfronten wechseln ab, geschwungene Giebel und Mansarddächer prägen die Dachlandschaft. Das Viertel um die Kreuzgasse und den Gänseplatz, das 1804 abbrannte, trägt noch den Stempel seiner Wiederaufbauzeit in Wohnbauten, die teilweise nachbarock empfunden sind, meist aber biedermeierlichen Charakter zeigen. Fränkische Fachwerkhäuser tauchen sporadisch auf. Die Kleinhausbebauung der Nebengassen ist oft bereits modernisiert. Umgrenzung: Hintere Grundstücksgrenzen von Storchgasse 1–25 (ungerade Nummern) sowie Am Zeilitzheimer Tor im Zuge des Volkachbaches – hintere Grundstücksgrenzen von Untere Zwingergasse 8, 6, 4 Sackgasse 8, Weinstraße 21, Mittlere Zwingergasse 18-2 (gerade Nummern) , Gänseplatz 3, 5, Obere Zwingergasse 22, 20, 18, Spitalstraße 18, Obere Zwingergasse 14–2 (gerade Nummern), im Zuge der ehemaligen Stadtmauer – hintere Grundstücksgrenzen von Obere Markt 12, Bahnhofstraße Hindenburgallee bis zum Kriegerdenkmal – hintere Grundstücksgrenzen von Grabengasse 29, 31, 33, im Zuge der ehemaligen Stadtmauer. Aktennummer: E-6-75-174-1.
mini|150px|Blütenstraße Fahr
Ensemble Ortskern Escherndorf Das Weinbauerndorf () entwickelt sich entlang der mainparallelen Hauptstraße. In der Dorfmitte entsteht durch die Zufahrtswege zur Fähre und zur Straße nach Volkach eine Kreuzung, an der die Pfarrkirche steht. Die Bebauung besteht aus Winzerhöfen, deren Wohnhäuser zum größten Teil giebelseitig gestellt sind. Die Häuser stammen aus dem 19. Jahrhundert oder sind erneuert, einige Bauten gehen auf das 17. /18. Jahrhundert zurück. Umgrenzung: An der Steige 2, Astheimer Straße 1–44, Bocksbeutelstraße 1–40, 42, 44, 46, Pfarrgasse 2. Aktennummer: E-6-75-174-2. Ensemble Blütenstraße Fahr Die Hauptstraße des Ortes () wird flankiert von meist zweigeschossigen Giebel- und Traufseithäusern des 18./19. Jahrhunderts, vielfach mit Fachwerk. Umgrenzung: Blütenstraße 1–14, 16, 18, 20, Maingasse 5, 14. Aktennummer: E-6-75-174-3.
Stadtbefestigung Volkach Die aus Graben, Zwinger und Mauer bestehende Stadtbefestigung wurde im 14./15. Jahrhundert angelegt, im 16. und 17. Jahrhundert ergänzt und verbessert. Reste der Mauer sind an der westlichen Seite sichtbar, an der östlichen Seite meist verbaut. Die beiden, die Hauptstraße abschließenden Tortürme stammen aus dem 16. Jahrhundert. Aktennummer: D-6-75-174-3. Beginnend beim Gaibacher Tor gibt es im Uhrzeigersinn folgende erhaltene Objekte der Stadtbefestigung.
Baudenkmäler nach Ortsteilen Volkach In Volkach gibt es ein Straßen- und Platzbild von besonderer Bedeutung. Die Einzeldenkmäler hierzu werden zusammengefasst aufgeführt.
Hauptstraße und Marktplatz Die Hauptstraße durchzieht die Stadt in Längsrichtung und wird nur durch den Marktplatz in zwei Abschnitte unterteilt, dessen Umbauung die Häuser der Schulgasse, Badgasse und Brückenstraße zuzurechnen sind. Der Straßenzug ist durch die mit Schweifgiebeln bekrönten Tortürme des Oberen und des Unteren Tors an seinen beiden Enden abgeschlossen. Umgrenzung: Hauptstraße 1–42, 44, 46, 49, 50, 52, 54, Marktplatz 1, 3, 5, Schulgasse 1, 2, 3, Badgasse 1, 2, 3, 4, Brückenstraße 2, 4.
Restliches Ensemble Altstadt
Restliche Kernstadt
Astheim
Ehemaliges Kartäuserkloster Pons Mariae
Dimbach
Eichfeld
Elgersheim
Escherndorf
Fahr
Gaibach
Hallburg
Köhler
Krautheim
Obervolkach
Öttershausen
Rimbach
Stettenmühle
Vogelsburg
Wenzelsmühle
Ehemalige Baudenkmäler
Abgegangene Baudenkmäler
Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Volkach
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
In dieser Kartenansicht sind Baudenkmäler ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können in der Karte gesetzt werden. Baudenkmäler ohne Bild sind mit einem blauen bzw. roten Marker gekennzeichnet, Baudenkmäler mit Bild mit einem grünen bzw. orangen Marker.
Volkach !