Diese Chronik Eschelbronns listet Ereignisse der baden-württembergischen Gemeinde Eschelbronn im Rhein-Neckar-Kreis.

2. und 3. Jahrhundert Auf dem späteren Gemeindegebiet befindet sich eine römische Ansiedlung mit einem Gutshof.Tilman Mittelstraß: Eschelbronn. Entstehung, Entwicklung und Ende eines Niederadelssitzes im Kraichgau, Theiss Verlag, 1996, S. 168 ff.

8. Jahrhundert mini|hochkant|Eschelbronn wird erstmals urkundlich erwähnt. 788/789: Eschelbronn wird erstmals in einer 14 Tagewerke (47.726 Quadratmeter) umfassenden Schenkungsurkunde des Lehnsherren Folkrich erwähnt, die im Kloster Lorsch, kurz nach dem Tod dessen Frau Regisvinde gezeichnet wurde und im Lorscher Codex zu finden ist.

13. Jahrhundert 1220: Die hölzerne Wasserburg Eschelbronn wird errichtet. 1251: Heinrich von Eschelbrunnen, der Gefolgsmann von Konrad von Düren, ist laut einer Urkunde Ortsherr von Eschelbronn.Geschichte von Eschelbronn bei eschelbronn.de um 1290: Eschelbronn gelangt in den Besitz des Bischofs aus dem Bistum Speyer.

14. Jahrhundert 1322: Ein Brand zerstört das Anwesen am heutigen Schlossplatz. 1322/25 bis 1375 wird eine aufwendigere Holzburg mit zwei Eingängen errichtet. 1336: Die Adeligen Conradus, genannt Mutger und Friedericus, genannt Hettekeim (Friedrich von Hettingen), der die Wasserburg Eschelbronn bewohnte, erhalten bis 1363 Anteile an dem Eschelbronner Lehen.Albert Krieger, Badische Historische Kommission: Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden. Band 1, Heidelberg, 1904, S. 541.Gabriele Guggolz: Die Ortsherren von Eschelbronn. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989. S. 23 ff. 1338: Esschelbrunne wird als Ortsname dokumentiert. 1339: Das Hochstift Speyer überlässt dem Ritter Johann von Hirschhorn bis 1363 einen Teil der Vogtei Eschelbronn als Lehen. 1340: Conrad von Etzperg, genannt von Hehenriet, erhält Anteile an dem Eschelbronner Lehen. 1349: Eschelpruenne wird als Ortsname dokumentiert. Um 1350: Eberhard von Venningen soll einen Eschelbronner Familienzweig der Herren von Venningen gegründet haben. 1388: Eschelbronnen wird als Ortsname dokumentiert. 1375: die Wasserburg wird in eine Burg aus Stein umgebaut.

15. Jahrhundert mini|Urkunde mit der Reinhard von Helmstatt Abrecht von Venningen belehnt 1418: Friedrich von Hettingen Hettingen verkaufte seinen Anteil des Eschelbronner Lehnguts an Rafan von Göler. 1418: Die Eschelbronner Burg wird von Rafan von Göler für 1.600 Gulden an den Eschelbronner Ortsherren Albrecht d. Ä. von Venningen verkauft. 1439: Reinhard von Helmstatt belehnt Abrecht von Venningen mit den Stiftsgütern zu Eschelbronn. 1461: Albrecht von Venningen, der gleichnamige Sohn des bisherigen Ortsherrn, bekommt nach dem Tod des Vaters das Lehen von dem Bischof Johannes II. Nix von Hoheneck übertragen. mini|hochkant|Graf Ludwig I. von Löwenstein kauft das Eschelbronner Lehen 1485 1485: Albrecht von Venningen verkauft das Lehen an Ludwig I. von Löwenstein, den Sohn des Kurfürsten Friedrich des Siegreichen und Begründer des Hauses Löwenstein-Wertheim.. 1496: Eschelbron wird als Ortsname dokumentiert. 1496: Eine Kapelle im Gewann Kirchwiesen wird erwähnt.Marius Golgath, Norbert Jung: Unser Glaube ist der Sieg. Ein Beitrag zur Glockengeschichte der Stadt Sinsheim. Heilbronn 2009, ISBN 978-3-934096-19-6, S. 35.

16. Jahrhundert 1521: Ludwig I. von Löwenstein verkauft das Lehen „mit Burg, Dorf, Vogtei und Weiler Eschelbronn“ an den Grafen Joachim von Seckendorff. 1526: Ortsherr Joachim von Seckendorff stirbt. Das Erbe geht an seinen gleichnamig Sohn. Die gesamte Bevölkerung wird durch den Ortsherrn Joachim von Seckendorf lutherisch getauft. 1539: Eschelbrunn wird als Ortsname dokumentiert. 1550: Eschelpron wird als Ortsname dokumentiert. 1555: Eschelbronn wird von Christoph von Seckendorf geerbt. 1564: Endriß Weber wird Schultheiß. 1568: In der „Eschelbronner Gastwirtschaft“ werden bei einer Schlägerei bei der vier Personen involviert sind, einem der Beteiligten schwere Verletzungen zugefügt. Die drei anderen Personen erhalten eine Freiheitsstrafe im Turm der Feste Dilsberg.Wilfried Wolf: Die Eschelbronner Gastwirtschaften. In: 1200 Jahre Eschelbronn, 789–1989. S. 247 ff. 1575: Die Herren von Seckendorf und von Bauz lassen eine lutherische Kirche erbauen. Mit Johannes Meyer kann erstmals ein lutherischer Pfarrer im Ort nachgewiesen werden.Quelle laut 200 Jahre Evangelische Kirche Eschelbronn 2011: Doris Ebert (Hrsg.): Lagerbuch des Klosters Lobenfeld von 1567 Edition, Eppingen 2005, f.133v. 1584: Helena von Seckendorff heiratet Johann Friedrich von Eltz,Helena von Seckendorff wodurch Erbschaftsansprüche an die Familie von Eltz entstehen. 1595: Endriß Leibfriedt wird Schultheiß.

17. Jahrhundert 1613: Der Theologe Georg Liebler wechselt als Gemeindepfarrer von Neckarbischofsheim nach Eschelbronn.Evangelische Kirchengemeinde (Hrsg.): 200 Jahre evangelische Kirche Eschelbronn. 2011, S. 22 ff.Peter Beisel, Templum Salvartoris in Neckarbischofsheim Die älteste protestantische Stadtkirche im Kraichgau. In: Röcker, Bernd (Hrsg.): Reformation und Humanismus im Kraichgau. Eppingen 2003, S. 87 f. mini|hochkant|An die Ziegler’sche Mühle erinnert heute ein Wasserrad mit Erinnerungstafel 1619: Die Dorfbewohner rebellieren und verweigerten die Ausbesserungsarbeit an dem den Burghof umgrenzenden Zaun und die Pflege des Gartens. 1630: Das heute älteste erhaltene Haus wird in der Oberstraße erbaut. 1634: Endriß Leibfriedt, vermutlich der Sohn seines Vorgängers, wird Schultheiß 1646: Conrad Leibfried wird Bürgermeister. 1661: Anna Regina von Eltz wird zusammen mit ihrem Bruder Jokob Friedrich, sowie deren Tanten, darunter auch Anna Margaretha Cappler von Oedheim, gemeinsam das Lehensrecht übertragen. 1667: Die Ortsherrschaft von Eltz beruft Johann Gottlieb Widmann als Pfarrer der Gemeinde. 1682: Andreas Wetzel wird Bürgermeister. 1686: Die Ziegler’sche Mühle wird erbaut. 1688: Nach einem Erbstreit geht der Ort an die Herren von der Fels über. 28. Februar 1692: Der spätere Gründer der ersten lutherischen Kirche in Germantown Antonius Jacobus Henckel übernimmt die Pfarrei. 1696: Johann Anton von der Fels beruft den evangelisch-lutherischen Pfarrer Josua Harrsch zum Vikar von Eschelbronn.Die Geschichte von Eschelbronn bei eschelbronn.de.

18. Jahrhundert mini|hochkant|Eschelbronner Waldordnung von 1775 1703: Der Steg, an dem sich die Sage um die „Eschelbronner Stegstrecker“ ereignet haben soll, wird angeblich gelegt. 1717: Die erste Volksschule wird erstmals urkundlich bescheinigt. 1717: Christian Hofrichter wird Bürgermeister. 1734: Eberhard Dietrich Capler von Oedheim versucht erneut erfolglos Lehensansprüche für die Familie Capler von Oedheim geltend zu machen. November 1736: Das Lehen von Bischof Damian Hugo Philipp von Schönborn-Buchheim an seinen Bruder Rudolf Franz Erwein von Schönborn übergeben. 1738: Joh. Fr. Wolf wird Bürgermeister.Bürgermeisteramt Eschelbronn: 1200 Jahre Eschelbronn 789–1989, Die Schneid-, Säg- und Mahlmühle an der Schwarzbach (Zieglersche Mühle). S. 46 ff. 9. September 1750: Der Glockengießer Johann Paulus Strobel aus Speyer gießt zwei Glocken für die evangelisch-lutherische Kirche in Eschelbronn.Marius Golgath und Norbert Jung: Unser Glaube ist der Sieg, Ein Beitrag zur Glockengeschichte der Stadt Sinsheim, S. 10, ISBN 978-3-934096-19-6, Heilbronn 2009 1747: Christian Friedrich Glock wird von dem Ortsherren Franz Erwin von Schönborn als Pfarrer in der lutherisch-evangelischen Kirche eingesetzt. 1751: Johann Michael Maurer wird Bürgermeister. 28. September 1751: Nach einem weiteren Erbstreit wird Eberhard Dietrich Capler von Oedheim, genannt Bautz neuer Ortsherr. 1752: Andreas Heilmann wird Bürgermeister. 1752: Erste belegbare Verwendung eines Gemeindesiegels50 Jahre Heimat- und Verkehrsverein Eschelbronn, 2004 1756: Johann Michel Maurer wird Bürgermeister. 1759: Dietrich Capler verkauft Eschelbronn für 28.000 Gulden an den neuen Vogtsherrn Carl Philipp von Venningen. 13. März 1760: Carl Philipp von Venningen bekommt von Bischof Franz Christoph von Hutten zum Stolzenberg offiziell das Lehen übertragen. 1753: Nach Protesten der Bevölkerung gegen die Frondienste liefert von Venningen die vier Anführer der Aufstände im Mannheimer Zuchthaus ein und quartiert ein Strafkommando von zwölf Dragonern und einem Unteroffizier im Ort ein. 1765: Johann Georg Doll wird Bürgermeister. 1765: Ein Frondienstvergleichsvertrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Bauern und Tagelöhnern wird abgeschlossen. 1774: Conrad Braun wird Bürgermeister. 1774: Carl Wilhelm Glock übernimmt die Pfarrei von seinem Vater Christian Friedrich nach dessen Tod. 1775: Eine Glocke der lutherisch-evangelischen Kirche bekommt einen Sprung und wird von Anselm Franz Speck aus Heidelberg neu gegossen. 1775: Die Eschelbronner Waldordnung wird erlassen. mini|hochkant|Das Alte Pfarrhaus wird 1783 erbaut. 1783: Das heute denkmalgeschützte Alte Pfarrhaus wird erbaut. 1783: Um in Rive-de-Gier als Bergmann tätig zu werden, verlässt der Zimmergeselle Josef Scholl Eschelbronn als erster dokumentierte Auswanderer im Rahmen einer folgenden größeren Auswanderungswelle. 20. Oktober 1789: Der spätere Unteroffizier Andreas Dinkel wird geboren. 1790: Johannes Grab wird Bürgermeister. 1792: Der Weber Johann Georg Huber wandert nach Bethel in Nordamerika aus. mini|hochkant|Der historische Ortskern im Jahr 1794 1794: Ein Ortsplan mit detaillierten Grundstücksangaben und einem Anwohnerverzeichnis wird erstellt. 27. August 1797: Der Ortsherr Carl Philipp von Venningen stirbt.

19. Jahrhundert 26. Februar 1800: 78 Bürger richten eine Eingabe an Freifrau Henriette von Venningen mit der Bitte die mittlerweile marode 1575 durch die Herren von Seckendorf und von Bauz erbaute lutherische Kirche durch einen Neubau zu ersetzen.Quelle laut Evangelische Kirchengemeinde (Hrsg.): 200 Jahre evangelische Kirche Eschelbronn. 2011, S. 16.Sambel: Eschelbronn. Band 1, S. 38. 1801: Balthasar Doll (Sohn von Johann Georg Doll) wird Bürgermeister. 16. April 1801: Von dem Bauinspektor Köster wird die Baufälligkeit des alten Kirchengebäudes bestätigt. 1802: Georg Reichert wird Bürgermeister. 25. Februar 1802: Mit dem Reichsdeputationshauptschluss verlieren die Herren von Venningen und das Bistum Speyer ihre Unabhängigkeit. 1803: Unter Napoleon wird Eschelbronn Baden zugewiesen und geht somit an den Großherzog Markgraf von Baden über. 19. November 1803: Gottlieb Karl Theophil Frank übernimmt die Pfarrei von seinem Schwiegervater Glock.Evangelische Kirchengemeinde (Hrsg.): 200 Jahre evangelische Kirche Eschelbronn. 2011, S. 27.Schreiben des Kurfürstlichen Amt Neckargemünd 1803 (Evangelisches Pfarrarchiv Eschelbronn). 1807: Die Gemeinde wird dem Oberamt Waibstadt zugehörig. 1807: Die alte lutherische Kirche wird auf Grund ihres maroden Zustandes abgerissen. 3. Februar 1808: Das Hofgericht gibt Freifrau Henriette von Venningen die Bauschuldigkeit für ein neues Kirchengebäude. 1. September 1808: Die Revision der Freifrau Henriette von Venningen gegen die Bauschuldigkeit wird abgelehnt. 1809: Martin Hahn wird Bürgermeister. 1809: Mehrere Bürger wandern nach Russland aus da ihnen von Kaiser Alexander I. Land und finanzielle Unterstützung angeboten wird. mini|hochkant|Die Evangelische Kirche von 1811 1811: Die Evangelische Kirche wird erbaut. 1813: Die Gemeinde wird dem Bezirksamt Sinsheim zugewiesen.eschelbronn.pcn-cms.de: 1815: Johann Daniel Streib wird Vogt. 1817: Für die evangelische Kirche wird eine neue Glocke von Lucas Speck aus Heidelberg bezogen. 1833: Die acht Zentner schwere Glocke der evangelischen Kirche wird von dem Glockengießer Ludwig Neubert in Ludwigsburg umgegossen. 1834: Laule wird Bürgermeister. 1836: Reichert wird Bürgermeister. 1838: Peter Grab wird Bürgermeister. 1838: Das Eschelbronner Rathaus wird erbaut.