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Ensembles Ensemble Altstadt Uffenheim mit Vorstädten Die ehemalige Amts- und Marktstadt mit ackerbürgerlicher Prägung hatte 1349 von Kaiser Karl IV. das Stadtrecht erhalten. Das Gesamtgefüge ist trotz schwerer Kriegszerstörungen in seiner ungefähr viereckigen Gestalt bewahrt geblieben. Diese wurde von der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstandenen Stadtbefestigung bestimmt. Von dieser im Zusammenhang mit der Stadtwerdung unter den Grafen Hohenlohe errichteten Stadtbefestigung sind an allen Seiten Mauerzüge mit Mauertürmen erhalten, außerdem an der Süd- und vor allem Westseite der Grabenbereich, als Trennung von der geschlossenen Stadt zum Stadtumfeld. Zudem sind als Stadteingänge die beiden Stadttore erhalten, im Norden das Würzburger Tor in seinem im 16. und späten 17. Jahrhundert geprägten Ausbau mit Zwiebeldach und im Südosten das Ansbacher Tor mit dem 1746/47 aufgesetzten barocken Barbakanegeschoss.
Innerhalb der Stadt hat der Schlossbereich seinen von der bürgerlichen Bebauung abgesetzten isolierten Charakter bewahrt. Das Schloss ist ursprünglich eine Wasserburg der Herren von Uffenheim gewesen, später gehörte es den Hohenlohe, die es 1378 an die Zollern verkauften. Der Ausbau des Schlosses 1737–1752 unter Leitung des markgräflichen Bauamtes Ansbach demonstriert gegenständlich die geschichtliche Dimension der Markgrafenzeit, welche auch sonst das Stadtgefüge geprägt hat. Hierzu gehören auch die ehemalige Oberamtskanzlei (Schloßplatz 3) wie die umgebaute ehemalige Zehntscheune (Schloßplatz 6).
Innerhalb der Altstadt ist die vom Ansbacher Tor dominierte Ansbacher Straße von platzartigem Charakter hervorzuheben, der sich an der Feldseite eine kleine Vorstadt mit ehemaligem Zollhaus anschließt. Dem Bereich des geradlinigen Straßenzuges Schloßstraße/Marktplatz, in Ost-West-Ausdehnung, schließt sich die nach Norden durch das Würzburger Tor führende Würzburger Straße an. Neben einzelnen erhaltenen spätmittelalterlichen Häusern sind stattliche giebel- und traufseitige, teilweise in Fachwerk errichtete zweigeschossige Wohnbauten und Gasthäuser des 18./19. Jahrhunderts erhalten.
Das Bild des Marktplatzes wird vom Rathauswiederaufbau aus dem Jahr 1953/54 bestimmt, dass im April 1945 in den letzten Kriegstagen zum Opfer fiel. Mit der Zerstörung des Rathauses 1945 wurde auch das Archiv der Stadt Uffenheim zerstört. Daneben befindet sich der Markgrafenbrunnen aus dem Jahr 1749, sowie die ebenfalls im Zweiten Weltkrieg zerstörte Pfarrkirche, die auch 1953 wieder am alten Standort errichtet wurde. Neben solchen an das Stadtbild angepassten Bauten historisierender Architektursprache sind auch einige Gründerzeitbauten des späten 19. Jahrhunderts Bestandteil des Gesamtensembles geworden.
Ein eigenständiger geschlossener Bereich, der in der Markgrafenzeit neu hinzugekommen ist, ist der nördlich vor dem Würzburger Tor gelegene Vorstadtbereich mit Würzburger Straße und Neue Gasse. Die Würzburger Straße ist zuerst mit traufseitiger Bebauung geschlossen bebaut, bevor sie leicht nach Westen abknickend zu der 1777 von Markgraf Alexander angelegten schnurgeraden Landstraße nach Ochsenfurt übergeht. Kurz vor dem Würzburger Tor rechtwinkelig nach Westen abknickend erstreckt sich eine Neue Gasse benannte kleine Vorstadt des frühen 18. Jahrhunderts, ein gerader Straßenzug, geschlossen bebaut mit traufseitigen Satteldachhäusern. Aktennummer: E-5-75-168-1.
Stadtbefestigung Uffenheim Die Uffenheimer Stadtbefestigung besitzt zwei Tore. Sie wurde 1333–1347 im Zusammenhang mit der Stadtwerdung unter den Grafen von Hohenlohe errichtet. Die Mauerzüge sind in großen Teilen erhalten, jedoch vielfach verbaut. Große Durchbrüche wurden am Rackenhof und in der Luitpoldstraße im 19. Jahrhundert geschaffen. An wenigen Stellen ist der Wehrgang mit Geländer und Satteldach erhalten. Die Mauer besteht aus kleinteiligem Brockenquaderwerk. Der Graben ist bis auf geringe Partien im Süden am Bürgerturm und Ansbacher Tor zugeschüttet, verbaut oder mit Gärten bedeckt. Es sind Türme erhalten. Aktennummer: D-5-75-168-1.
Im Folgenden sind die Objekte der Stadtbefestigung im Uhrzeigersinn beginnend beim Würzburger Tor aufgeführt.
Würzburger Straße 8, 10 (): ins Wohngebäude nördlich integrierter Teil der Stadtmauer, 1584 (dendrochronologisch datiert) Kirchplatz 3 () Marktplatz 14 a (): Bürgerturm, schlanker Rundturm mit Kegeldach, 14. Jahrhundert Marktplatz 14 () Luitpoldstraße 3 () Luitpoldstraße 2 () Karl-Arnold-Straße 6 (), 8 (), 10 () Spitalplatz 5 () Karl-Arnold-Straße 16 (), 24 (), 26 24 ()
Ansbacher Straße 14b (): Folter- oder Marterturm, runder Eckturm mit Kegeldach, 1333/47 im 19. Jahrhundert zu Wohnzwecken umgebaut Ansbacher Straße 8, 10, 12, 14 (): Stadtmauer, Verlauf der Südseite mit Durchbruch beim Rackenhof Rackenhof 3 () Schloßplatz 2, 3, 4 (): Stadtmauer, Verlauf der Südseite Schloßplatz 5 (): Schnellerturm, jetzt Heimatmuseum, südwestliche Eckbefestigung, Rundturm mit Bastei, 1333/57, im späten 18. Jahrhundert zu Gartenwohnhaus umgestaltet Schloßplatz 5 (): Stadtmauer, südlicher und westlicher Verlauf (mit Durchbruch) Schloßplatz 6 (), (), 10 (), 12: Stadtmauer, Verlauf der Westseite Schloßplatz 7 (): Mauerturm, sogenannter Schulzenturm, kleiner runder Mauerturm mit achtseitigem Pyramidendach Heisenstein 1 (), 3, 5, 7, 9, 15 (): Stadtmauer, Verlauf der Westseite Heisenstein 17 (): Heisenstein- oder Heinrichsturm, Nordwestlicher runder Eckturm mit Bastei, achtseitiges Fachwerkobergeschoss mit Pyramidendach, 14. Jahrhundert Würzburger Straße 5a (): Stadtmauerverlauf der Nordseite östlich des Heisensteinturms bis zum Würzburger Tor, beidseitig verbaut, Durchbruch am Heisenstein
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