Wilhelm Martin „Will“ Steinberg (* 4. April 1892 in BerlinGeburtsregister Standesamt Berlin 10a, Nr. 874/1892; † 6. Dezember 1934 ebendaSterberegister Standesamt Berlin 10a, Nr. 417/1934) war ein deutscher Librettist.
Leben Will Steinberg war ein Sohn des aus Czarnikau stammenden Händlers Michaelis Steinberg und der Caroline Anna Steinberg, geborene Cohn.
Steinberg war Schriftsteller für Bühne und Film und wohnte in Berlin-Prenzlauer Berg in der Rykestraße. Verheiratet war er mit Else geb. Knobat. Die Ehe wurde am 23. November 1920 in Berlin geschlossen. Einer der Trauzeugen war Paul Lincke.Heiratsregister Standesamt Berlin 8, Nr. 1625/1920 Seine Ehefrau verstarb am 4. Dezember 1934 im Martin-Luther-Krankenhaus in Berlin-Schmargendorf.Sterberegister Standesamt Berlin-Schmargendorf, Nr. 616/1934 Will Steinberg und seine Mutter wurden am 6. Dezember 1934 in der Wohnung Rykestraße 52 tot aufgefunden.Landesarchiv Berlin; Personenstandsregister Sterberegister; Standesamt Berlin X A; Urkunde Nummer 417Landesarchiv Berlin; Personenstandsregister; Sterberegister; Standesamt Berlin X A; Urkunde Nummer 416
Werke Steinberg verfasste die Libretti zu mehreren Operetten, darunter denen des Komponisten Walter Bromme:
Die blonde Geisha, 1923 Die schöne Rivalin, Berlin: Funk-Dienst, 1927 Mascottchen, Berlin: Funk-Dienst, 1927 Die Kleine aus der Hölle, Berlin: Drei Masken Verlag, um 1925 Die Königin der Nacht, Berlin: Kollo-Verlag, 1926 Die Schönste der Frauen, Berlin: Drei Masken Verlag, 1923 Schäm' Dich - Lotte!, Berlin: Drei Masken Verlag, 1921 Prinzenliebe, Berlin: Pegasus Theater- und Musik-Verlag, 1919, Eine Nacht im Paradies, Berlin: Drei Masken Verlag, 1920 Die Kinopuppe, Posse, Berlin, Bühnenverlag Ahn & Simrock, um 1917
Steinberg schrieb die Liedtexte zu den „Singfilmen“„Singfilme“ waren stumm gedrehte Filme, bei deren Aufführung ein Ensemble aus Sängern und Musikern die Vorstellung begleitete; vgl. dazu Wedel, Abschn. „Filmoper, Filmoperette, Filmsingspiel“, S. 69 ff.
Verlorene Töchter. Deutschland 1918, R William Kahn. Musik: Julius Einödshofer1863–1930, Kapellmeister und Komponist. Opfer der Schmach (Die rote Laterne) Deutschland 1919, R William Kahn. Musik: Rachel Danziger van Embden* 28. November 1870 in Amsterdam, Niederlande, komponierte die Operette “Die Dorfprinzessin”, die am 18. März 1910 im Thalia-Theater in Berlin uraufgeführt wurde, MUGI und Materialsammlung, Persönliche Daten bei genealogie (Liedeinlage „Frühlingshoffen“). Miß Venus. Deutschland 1921, R Ludwig Czerny, Musik: Hans Ailbout und Tilmar Springefeld, Wedel S. 144 f.
Literatur Michael Wedel: Der deutsche Musikfilm. Archäologie eines Genres 1914-1945. Edition Text und Kritik, Rich. Boorberg Verlag, München 2007, ISBN 978-3-88377-835-8. Friedrich v. Zglinicki: Der Weg des Films. Die Geschichte der Kinematographie und ihrer Vorläufer. Rembrandt, Berlin 1956.
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