hochkant=0.3|rahmenlos|rechts
Ensembles Ensemble Altstadt Arnstein Das Ensemble umfasst die Altstadt von Arnstein. Die Lage Arnsteins an der alten Handelsstraße von Fulda nach Würzburg, die hier die Wern überquerte, lässt eine frühe Besiedlung vermuten; wahrscheinlich als Königsgut der Karolinger. Aus der handelspolitisch günstigen Situation erklärt sich auch der befestigte Burgsitz, der ursprünglich Hennebergisches Eigentum war und dann im 13. Jahrhundert den Grafen von Trimberg gehörte. Als die Trimberger 1292 Arnstein an Würzburg abtraten, wurde der Ort zum nördlichen Stützpunkt des Interessengebietes des Hochstiftes, das dort ein Amts- und Hochgericht für die würzburgischen Besitztümer im Werntal einrichtete. Als Zeichen landesherrlicher Machtstellung der Würzburger Bischöfe tritt der Kirchenbau der Pfarrkirche St. Nikolaus in deutliche Konkurrenz zur Burg des Landadels, wobei auch gegenreformatorische Überlegungen – 1587 vertrieb Fürstbischof Julius Echter die Protestanten aus der Stadt – eine Rolle gespielt haben dürften.
Goldgasse und Schelleck beschreiben den Verlauf der ehemaligen Stadtbefestigung in einem zur Marktstraße parallel ausgedehnten Halbrund. In den nach außen gelegenen Häusern dieser schmalen Ringgassen ist in Resten die Stadtmauer verbaut. Die kleinen Handwerker- und Kleinbürgerhäuser hier unterstreichen das System der hierarchischen Staffelung Arnsteins: Die zwei genannten Gassen bilden nicht nur die Randbebauung der Altstadt, sondern liegen auch unterhalb der Marktstraße mit den Häusern der wohlhabenden Bürger – unterhalb der aufsteigenden Ordnung von Rathaus, Kirche, Burg.
Die Marktstraße ist, parallel zur ehemaligen Stadtbefestigung und wie diese ein Halbrund bildend, um die Burg herumgeführt. Im Zentrum erweitert sich die Marktstraße zum Marktplatz, wo sich der Rathausbau erhebt. Hinter diesem öffnet sie sich zum Kirchberg. Hierdurch entsteht eine sich bis zum Schloss ausdehnende, abschüssige Platzanlage, welche Rathaus, Kirche und Schloss miteinander verbindet. Am Südostende der Marktstraße liegt dominierend oberhalb der Straße das für das Stadtbild wichtige barocke Spitalgebäude. Im Übrigen säumen zwei- bis dreigeschossige Bürgerhäuser und Hofanlagen den Straßenzug, die vornehmlich von architektonischen Formen des Barocks geprägt sind und häufig Schopfwalmdächer und Fachwerk aufweisen. Aktennummer: E-6-77-114-1.
Stadtbefestigung Arnstein Von der Schlossmauer ausgehend und dem Gelände angepasste dreiviertelrunde Stadtbefestigung, erhaltene Reste der teilweise überbauten Stadtmauer mit halbrunden und kleinen rechteckigen Schaltürmen, Bruchstein, im Kern spätes 13. Jahrhundert, mehrfach erneuert, die Stadttore im 18./19. Jahrhundert abgebrochen, weitere Verluste durch Neubaumaßnahmen in der zweiten Hälfte 20. Jahrhundert. Aktennummer: D-6-77-114-1.
Baudenkmäler nach Ortsteilen Arnstein
Altbessingen
Binsbach
Binsfeld
Büchold
Dattensoll
Dürrhof
Ebenroth
Gänheim
Halsheim
Heugrumbach
Müdesheim
Neubessingen
Reuchelheim
Ruppertzaint
Sachserhof
Schwebenried
Ehemalige Baudenkmäler
Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Arnstein (Unterfranken)
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
In dieser Kartenansicht sind Baudenkmäler ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können in der Karte gesetzt werden. Baudenkmäler ohne Bild sind mit einem blauen bzw. roten Marker gekennzeichnet, Baudenkmäler mit Bild mit einem grünen bzw. orangen Marker.
Arnstein !