Kathi Kæppel (* 1977 in Heidelberg) ist eine deutsche Künstlerin (Zeichnung, Animation, Installation). Sie ist Professorin an der Folkwang Universität der Künste und promovierte wissenschaftlich-künstlerisch an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.https://www.filmuniversitaet.de/artikel/detail/zeichnen-in-raum-und-zeit In ihrer künstlerischen Praxis und Forschung befasst sie sich mit der Animation im Raum (AIR), einem künstlerisches Genre an der Schnittstelle von Installation und Film, sowie zukünftigen Themen im Bereich der Animation. Im Mittelpunkt stehen dabei die Wechselwirkungen zwischen visueller Narration und Wahrnehmung, die Weiterentwicklung erzählerischer Strategien, das gestalterische Potenzial von Materialität sowie der experimentelle Einsatz analoger und digitaler Animationstechniken. Ihr konzeptioneller Ansatz mündet in installativen Arbeiten, die sich über verschiedene Dimensionen hinweg in virtuellen und physischen Räumen entfalten.
Biographie Kathi Kæppel studierte unter Nanne Meyer Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und Animation unter Suzanne Buchan an der University for the Creative Arts (UCA). Sie zählt zu den Mitbegründern der Gruppe monogatarihttps://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/comic-journalismus-dem-milljoeh-auf-der-spur-a-147799.html, die unter anderem mit den Comic-Reportagen ihres Debüts Alltagsspionage – Comicreportagen aus Berlin für den Max-und-Moritz-Preis nominiert wurde.
Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, Film- und Projektförderungen, war Stipendiatin des DAAD, der Fulbright-Kommission und der Stiftung Freiheit. Ausgewählte Ausstellungen und Filmfestivals umfassen: Biennale der Animation Bratislava, SK; Internationales Filmfestival Edinburgh, UK; interfilm Berlin, DE; Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, DE; Les Rencontres Internationales, F; sehsüchte, Berlin, DE; Internationales Filmfest Houston, USA; Backup-Festival, DE; Internationales Trickfilm-Festival Stuttgart, DE; Künstlerhaus Dortmund, DE; Galerie Berliner Kunstprojekt, DE; Galerie Parterre Berlin, DE. Ihre Animationsfilme wurden in das National Archive des British Film Institute aufgenommen. Seit 2009 war sie regelmäßig Jurymitglied des Internationalen Trickfilm Festivals Stuttgart. Kæppel ist Mitglied in der Society for Animation Studies, der AG Animation als Teil der Gesellschaft für Medienwissenschaften und dem NECS – European Network for Cinema and Media Studies.
Von 2020 bis 2024 forschte sie im Rahmen des Forschungsprojekts der Hochschule Luzern - Design & Kunst Moving in Every Direction – Künstlerische Forschung als Beitrag zur Entwicklung aktueller Raumkonfigurationen für das bewegte Bild,https://data.snf.ch/grants/grant/197750 das durch den Schweizerischen Nationalfonds gefördert wurde. Im Sommer 2026 ging das Lied Von hier an blind der deutschen Band Wir sind Helden viral, für dessen Musikvideo Kæppel verantwortlich zeichnete.
2007 begann Kæppel ihre Lehrtätigkeit an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Es folgten Lehraufträge u. a. an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, der Kunsthochschule Kassel, der Universität der Künste Berlin und der Hochschule Luzern Design & Kunst. Von 2014 bis 2018 war Kæppel Gastprofessorin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.https://kh-berlin.de/personen/2237 2022 war sie Professorin an der Hochschule Trier. Von 2022 bis 2024 war sie Gastprofessorin an der Universität der Künste Berlin.https://bewegtbild.udk-berlin.de/de/informations/persons/kathi-kaeppelhttps://www.udk-berlin.de/service/stabsstelle-presse-kommunikation/das-journal-der-udk-berlin/journal-24-montage/das-organisierte-chaos/ Seit 2024 ist Kæppel Professorin für Bewegtbildhttps://www.folkwang-uni.de/home/gestaltung/personen/profil/personen-detail/prof-kathi-kaeppel und seit 2025 Prorektorin für Digitalität und Diversität an der Folkwang Universität der Künste.https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/organisation/rektorat
Sie ist Mutter von drei Kindern und lebt in Essen.
Auszeichnungen (Auswahl) 2001: Flash Preis – Beste animierte Serie, Berlin Beta 2002: 1. Preis backup Film Festival 2003: Silber Preis, SOKI – International Illustration & Design Competition, Korea 2003: Sehsüchte Animations Preis 2003: Gold Preis, Experimental film & video remi awards, WorldFest-Houston International Film Festival 2003: Jury Preis, shorts–welcome 2003: Auszeichnung, Annual Multimedia 2004: 200 Best illustrators worldwide, Lürzer’s Archiv 2011: Animationspreis, Communication Arts Award 2017: German Design Award Special, Rat für Formgebung 2017: Bronze, Art Directors Club Deutschland e.V.
Ausstellungen (Auswahl) 2008: Kathi Kæppel, Das Spektakel, Galerie Neurotitan, Berlin 2014: Kathi Kæppel& Jim Avignon, Binary Hulahoop, Galerie Crystall Ball, Berlin 2020: Kathi Kæppel, The Lonesome Tree, Weissfrauenkirche, Frankfurt am Main 2021: Kathi Kæppel, Vestige, Atelierfrankfurt, Frankfurt am Main 2022: Kathi Kæppel, Virgin Soil, Stiftung Heussenstamm, Frankfurt am Main
Einzelnachweise
Kategorie:Animator Kategorie:Hochschullehrer (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle) Kategorie:Hochschullehrer (Weißensee Kunsthochschule Berlin) Kategorie:Comic-Zeichner (Deutschland) Kategorie:Comic-Szenarist Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1977 Kategorie:Frau