Rico Freimuth (* 14. März 1988 in Potsdam) ist ein ehemaliger deutscher Zehnkämpfer.
Leben Rico Freimuth stammt aus einer sportlichen Familie. Sein Vater Uwe Freimuth war Weltmeisterschaftsvierter 1983 im Zehnkampf und hat eine Bestleistung von 8792 Punkten, seine Mutter Anke Tröger war 1981 Junioreneuropameisterin im Siebenkampf und sein Onkel Jörg Freimuth gewann 1980 Olympiabronze im Hochsprung.
Freimuth gewann 2007 mit 7524 Punkten die Bronzemedaille bei den Junioreneuropameisterschaften in Hengelo. 2009 steigerte er seine Bestleistung auf 7689 Punkte, 2010 erreichte er 7826 Punkte. 2011 übertraf er beim Mehrkampf-Meeting Götzis mit 8158 Punkten erstmals die 8000-Punkte-Marke, anderthalb Monate später qualifizierte sich Freimuth in Ratingen mit 8287 Punkten für die Weltmeisterschaften in Daegu, schied dort aber nach dem Weitsprung aus. 2012 steigerte sich Freimuth in Götzis auf 8322 Punkte und übertraf damit die Norm für die Olympischen Spiele in London, wo er mit 8320 Punkten Sechster wurde. Bei den Weltmeisterschaften 2013 in Moskau erreichte er mit 8382 Punkten Platz sieben. 2015 gewann er bei den Weltmeisterschaften in Peking mit der persönlichen Bestleistung von 8561 Punkten die Bronzemedaille. Im Jahre 2017 belegte er bei den Weltmeisterschaften in London mit 8564 Punkten hinter Kevin Mayer den zweiten Platz.
2018 fühlte sich Freimuth ausgebrannt, beendete die Saison vorzeitig und nahm nicht an den Europameisterschaften in Berlin teil.Im Grenzbereich ausgebrannt EM-Absage! Darum fährt Rico Freimuth nicht nach Berlin
Rico Freimuth startete zwischen 2005 und 2013 für die Halleschen Leichtathletik-Freunde und seit 2014 für den SV Halle. in SVZ.de am 19. Dez. 2013 Er trainiert bei Wolfgang Kühne, der 1979 DDR-Vizemeister im Zehnkampf war. Freimuth ist Sportsoldat der Bundeswehr-Sportfördergruppe im sächsischen Frankenberg.
Am 1. Oktober 2020 gab Rico Freimuth seinen Rücktritt vom Leistungssport bekannt. Seitdem kommentiert er als Experte Zehnkampfveranstaltungen bei Eurosport.
Fußballkarriere Freimuth, der im Alter von fünf Jahren beim Meißner SV 08 seine Fußballkarriere begann, spielte für den Verein bis zu seinem 14. Lebensjahr, bis er seine Karriere für die Leichtathletik beendete.Fussball.de: Zehnkampf-Star spielt für Verbandsliga-Klub! vom 10. Juli 2018 Im Sommer 2018 kehrte er zum Fußball zurück und spielte für den 1. FC Romonta Amsdorf in der Verbandsliga Sachsen-Anhalt.MDR: Transfer-Coup beim 1. FC Romonta Amsdorf: Leichtathletik-Ass Rico Freimuth wechselt zum Fußball vom 5. Juli 2018
Seit Januar 2024 ist er Vorstandsvorsitzender des SC Potsdam.
Bestleistungen (Stand 25. Juni 2017) Disziplin Bestleistung Datum und Ort100 m10,40 s28. Juni 2014 in RatingenWeitsprung7,60 m24. Juni 2017 in RatingenKugelstoßen15,62 m27. Juni 2015 in RatingenHochsprung2,01 m24. Juni 2017 in Ratingen400 m47,51 s26. Mai 2012 in Götzis110 m Hürden13,63 s13. August 2014 in Zürich (EM)Diskuswurf51,56 m25. Juni 2017 in RatingenStabhochsprung4,90 m9. August 2012 in LondonSpeerwurf65,04 m17. Juli 2011 in Ratingen1500 m4:34,69 min16. Juni 2013 in RatingenZehnkampf8663 Punkte25. Juni 2017 in Ratingen
Ehrungen 2017: Beim 25. „Ball des Sports“ des Landessportbunds Sachsen-Anhalt als „Sportler des Jahres“ 2017 ausgezeichnet.Silke Bernhart: , Notizen, vom 11. Dezember 2017, abgerufen am 11. Dezember 2017. 2018 wurde Freimuth Mitte Januar von seiner Heimatstadt Halle (Saale) als Sportler des Jahres ausgezeichnet.Silke Bernhart: , Notizen, vom 16. Januar 2018, abgerufen am 17. Januar 2018.
Literatur Hans van Kuijen: 2011 Annual Combined Events. Helmond 2011
Weblinks
Porträt bei Leichtathletik.de
Quellen
Kategorie:Zehnkämpfer (Deutschland) Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2012 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2016 Kategorie:Sportsoldat (Bundeswehr) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1988 Kategorie:Mann Kategorie:TV-Experte für Leichtathletik