mini|Wappen der Frickhinger Die Frickhinger (auch Frickinger) ist eines der ältesten und noch existierenden PatriziergeschlechterBeyschlag, S. 50. der ehemaligen Freien Reichsstadt Nördlingen. mini|Familiengrab der Frickhinger mini|Frickhingerhaus in Nördlingen Geschichte Nach Otto von Alberti könnte das Geschlecht von einem Niederadelsgeschlecht aus Frickingen in der Gemeinde Dischingen abstammen.von Alberti, S. 200. Als Stadtbürger sind die Frickhinger seit 1331 in Nördlingen nachweisbar. Die Familie gehörte ab 1363 dem Rat der freien Reichsstadt an. Durch Barchenthandel gelangten die Frickhinger zu Wohlstand. Das Geschlecht ist mit dem Patriziat und niederen Adel von Augsburg und Ulm verschwägert. Mehrere Generationen der Frickhinger waren erfolgreich im Tuchhandel tätig. Landgüter erwarb das Geschlecht bei Ellwangen (Herrgottsweiler bei Zöbingen) sowie bei Neresheim (Utzmemmingen). Heinrich Frickinger erwarb 1392 das Gut Sommerfeld (bei Mörtingen, Altgemeinde Schweindorf) von Hans Mayr für 475 Pfund Heller. 1434 verkaufte Margarethe Frickinger ihren Weiler Sommerfeld an das Spital Nördlingen für 235 Gulden.Karl Eduard Paulus: Beschreibung des Oberamts Neresheim. Verlag H. Lindemann, Stuttgart 1872, S. 415.
Einige Frickhinger stiegen zu Bürgermeistern in Nördlingen auf, beispielsweise Hieronymus Frickhinger (1530–1585) und Johann Christoph Frickhinger (1634–1690).Archiv der Stamm- und Wappenkunde. Monatsschrift zur Festlegung von Familiengeschichten und Familienwappen. 6. Jahrgang 1905–1906. S. 119f. Seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ist innerhalb des Geschlechts der Beruf des Apothekers erblich. Einige Familienmitglieder wurden auf dem Gebiet der Pharmazie, Botanik und Geologie berühmt.O. Sachs: Die vergessenen Karten des Nördlinger Rieses: geologische Kartenwerke bis 1880 und ihre Beziehung zu den frühesten Entstehungstheorien. (PDF). Verlag amh-Geo, Landshut 2019, ISBN 978-3-947953-03-5. Dazu gehört u. a. Ernst Frickhinger.
Trotz ihrer Herkunft hat sich die Familie nie in eine Adelsvereinigung immatrikuliert.
In Nördlingen befinden sich zwischen dem Berger Tor und der Alten Bastei die Frickhinger-Anlagen mit Rosarium, ein Lehrpark mit einheimischen und fremdländischen Baumarten.Kurzbeschreibung der Frickhinger-Anlagen, abgerufen am 29. September 2026.
Auf dem Nördlinger Friedhof ist das Familiengrab der Frickhinger.
Bekannte Familienangehörige
Christian Albert Frickhinger (1818–1907), Pharmazeut, Botaniker und Politiker (Mitglied des Bayerischen Landtags) Ernst Christoph Frickhinger (1876–1940), Pharmazierat und Vorgeschichtsforscher Hans Walther Frickhinger (1889–1955), Zoologe, naturwissenschaftlicher Schriftsteller, Naturschützer
Wappen
Literatur C. Beyschlag: Geschichte der Stadt Nördlingen bis auf die neueste Zeit. Nördlingen 1851. Otto von Alberti: Württembergisches Adels- und Wappenbuch, 4. Heft, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1892, S. 200 Hermann Frickhinger: Genealogie der Familie Frickhinger in Nördlingen. Ein Beitrag zur Geschichte Nördlinger Geschlechter. Nördlingen 1907.
Weblinks
http://www.stolch-trochtelfingen.de/ahntaffrickh.html
Einzelnachweise
Kategorie:Deutsche Familie Kategorie:Deutsches Patriziergeschlecht Kategorie:Geschichte (Nördlingen) Kategorie:Ersterwähnung 1331