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Ensembles mini|300px|Ostheim mit der Kirchenburg von Südosten mini|150px|Hauptstraße in Urspringen/Rhön Ensemble Altstadt Ostheim vor der Rhön Das bereits 804 erwähnte Ostheim erhielt erst 1586 Stadtrechte. Dementsprechend entbehrt der Ort städtische Merkmale, wie sie für die Stadterhebungen oder -gründungen des 13./14. Jahrhunderts typisch sind. Er erscheint als großes, durch eine Mauer zusammengefasstes Dorf, seine Bebauung ist, gemessen an städtischen Strukturen, ausgesprochen locker. Dieser grundlegende Dorfcharakter erklärt auch das Vorhandensein der beherrschenden, spätmittelalterlichen Kirchenburg, die der Dorfbevölkerung als Fliehburg dienen sollte. Zwischen dem Lauf der Streu und der Erhebung, auf der die Kirchenburg liegt, durchzieht eine breite Marktstraße den Ort von Osten nach Westen. Seitlich sind große Bauern- und Ackerbürgerhöfe gereiht, deren Wohnhäuser traufseitig zur Straße stehen. Die zwei- und dreigeschossigen Häuser sind durchweg in Fachwerkbauweise errichtet, meist allerdings verputzt. Die ältesten entstammen dem 17./18. Jahrhundert. Markante Gebäude sind das Rathaus des 16. und das Amtshaus des 18. Jahrhunderts. Von der Marktstraße zweigen einige kurze Stichgassen zum Fluss ab. Eine davon, die Torgasse, ursprünglich mit einem Tor verbunden, führt zur Streubrücke. Ein unregelmäßiges Netz von Gassen überzieht den sich nördlich erhebenden Hügel. Die Nebengassen sind meist mit kleinen Bauernhöfen bebaut, deren Fachwerkhäuser dem 18./19. Jahrhundert entstammen. Einige besitzen dichte Kleinhausreihung. Zuweilen bleibt die Bebauung auch offen, vereinzelte Häuser stehen auf hohen Sockeln. Der Wohnhausbestand ist stark mit Scheunen und Nebengebäuden durchmischt. Als monumentaler Bezirk ist die quadratische Kirchenfestung des 15. Jahrhunderts anzusprechen mit ihrem doppelten Bering, der Kirche aus der Juliuszeit und der dichten Gadenbebauung. Ihr vorgelagert ist der offene Platz des Kirchbergs mit Schule und Pfarrhaus. Von den vielen Rittersitzen, die sich ehedem im Ort befanden, besitzt das Altensteinische Schloss, ein Bau des 16. Jahrhunderts, noch den Charakter eines festen Hauses. Umgrenzung: Stadtmauer, bzw. deren ehemaliger Verlauf. Aktennummer: E-6-73-153-1.

Ensemble Hauptstraße Urspringen Die Durchfahrtsstraße ist beiderseits von Bauernhöfen begleitet, deren Wohnhäuser giebelseitig gestellt sind. Es sind Satteldachbauten in Fachwerk, meist des 19. Jahrhunderts, von denen einige verputzt sind. Umgrenzung: Hauptstraße 3-9, 11, 12, 14, 16, 18, Dorfstraße 2. Aktennummer: E-6-73-153-2.

Stadtbefestigung Die Ostheimer Stadtbefestigung (Aktennummer: D-6-73-153-1) besteht aus einer einfachen Bruchsteinmauer, die im 16. Jahrhundert angelegt und um 1663/64 im Norden östlich und westlich der in die Befestigung integrierten Kirchenburg (siehe dort) erweitert wurde. Der Mauerring ist an den fünf ehemaligen Toren (Falltor, Neues Tor, Rockentor, Brückentor, Karl-August-Tor), an der heutigen Ortsausfahrt im Osten (Paulinenstraße) und durch eine Friedhoferweiterung nördlich der Kirchenburg unterbrochen, er verläuft über folgende Grundstücke, wobei die Mauer zum Teil die Erdgeschosswand eines Haupt- oder Nebengebäudes bildet: Bahnhofstraße 7, 21, 25, Bergweg 1 (), Burgstraße 3, 5, 8, 10, 12, 14 (), Friedenstraße 1, 3 (), 5, 5 a (), 7 a, 7 b, 11, Gollertshof 5–8, Krankenhausgasse 14, 16, 22, Marktstraße 1, 3 a, 5, 7, 9, 13, 15, 17, 39, 45, 47, 49, 51, 76, 78, Manggasse 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, Öptischer Hof 1–3 (), Paulinenstraße 3 (), 5, 7, 8, 10 (), 12 (), Scharfenberg 3–11, Sophienstraße 17, 18, 20, 24 (), Steigerweg 1, 3, 5, 7 (), Steinig 5, 7, 9, 11, Torgasse 9 (), 16 (), 18, 20, Zimmerecke 3, 4, 6, 7, Der Zwingerturm ist Bestandteil der Kirchhofbefestigung. Der Turm im Nordwesten ist ein Turm des ehemaligen Neutores. Der Turmrest im Nordosten ist ein Rest des abgegangenen Falltores.

Kirchenburg mini|300px|Die Kirchenburg von Norden Die Kirchenburg Ostheim () besitzt einen doppelten, quadratisch um die Pfarrkirche geführten Bering mit Schalentürmen, 15. Jh., an den Ecken des inneren Berings im Osten zwei runde, im Westen zwei eckige Türme: sogenannter Schulglockenturm im Südosten () sogenannter Pulverturm im Nordosten () sogenannter achtlöchriger Turm im Nordwesten () sogenannter Waagglockenturm im Südwesten () südwestlicher Zwingerturm, 17. Jahrhundert, über älterem Schalenturm, und Torbau bez. 1622 () jüngerer Schalenturm an der Nordseite () Schalenturm an der Südseite () Die 72 Kirchgaden stammen aus dem 16.–19. Jahrhundert (z. T. bez. 1547, 1575, 1576, 1855, 1864). Weitere Kirchengaden liegen südlich und südwestlich der Kirchenburg (siehe auch Keller von Am großen Stein 4 und Burgstraße 4) Das „Torhaus“ im Eck über dem urspr. einzigen Kirchhoftor im Südosten besitzt schmale Fachwerkräume auf Holzständern als Verbindung zwischen ehem. Kirchhofschule (siehe Kirchstraße 16) und Schulglockenturm. Aktennummer: D-6-73-153-3.

Baudenkmäler nach Gemeindeteilen Ostheim

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Ehemalige Baudenkmäler

Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Ostheim vor der Rhön

Anmerkungen

Literatur

Weblinks

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Ostheim vor der Rhon !