miniatur|Helge Reiss um 1959 Helge Reiss (* 27. Februar 1928 in Oslo; † 11. November 2009 ebenda) war ein norwegischer Schauspieler.

Werdegang Reiss absolvierte 1949 sein Abitur und begann anschließend an der Nationaltheatrets elevskole (Schauspielschule des Nationaltheater) eine Schauspielausbildung. Ab 1949 ging er fest an das Det Nye Teater, aus dem 1959 das Oslo Nye Teater wurde. Reiss wurde zu einem unverzichtbaren Bestandteil dieses Theaters und arbeitete dort 50 Jahre lang, bis er 1998 in den Ruhestand ging. Ein besonderes Talent zeigte er am Theater beim Umsetzen von humorvollen und poetischen Rollen. Reiss wirkte auch als Filmschauspieler in vielen norwegischen Film- und Fernsehproduktionen mit. im Dagbladet.no am 12. November 2009

In ganz Norwegen wurde Helge Reiss erstmals 1976 bekannt durch seine Darstellung des Baron Løvenvold in dem Film Olsenbanden for full musikk der norwegischen Olsenbanden-Filmreihe. 1979 übernahm er die Hauptrolle des Professor Drøvel in der Fernsehserie Brødrene Dal. In der Titelfigur des Professor Drøvel war er dort auch zusätzlich in jeder Folge aller Episoden für ca. 20 Sekunden in der Anfangssequenz zu sehen. Ebenso trat er 2005 in der späteren Fortführung von Brødrene Dal erneut wieder als Professor Drøvel in Brødrene Dal og Mysteriet om Karl XIIs gamasjer auf.

Reiss hatte verschiedene Gastrollen in mehreren Episoden der beiden norwegischen Fernsehserien Mot i brøstet und Karl & Co. Des Weiteren spielte er 2009 die Rolle des böhmischen Poeten Gregor Bang in der Fernsehserie Hotel Caesar des norwegischen Fernsehsenders TV 2. 2009 sprach er die Hauptrolle der Figur des Carl Fredricksen in der norwegischen Synchronfassung des computeranimierten Spielfilms Oben.Norsk biografisk leksikon.

Familie Helge Reiss war der Sohn des norwegischen Schauspielers Thorleif Reiss (1898–1988) und seiner Frau, der Schauspielerin Esther Colbjørnsen Dahl (1896–1941). Seit 1951 war er mit der Rektorin Marit Billington (1928–2004) verheiratet und ist der Vater des Jazzmusikers George Michael Reiss (* 1956) und der Theaterschauspielerin, Dramaturgin sowie Regisseurin Esther Reiss (* 1954).«Reiss, Helge» von Svein Erik Brodal im Norsk biografisk leksikon; Band 7, Njøs–* Samuelsen (Oslo: Kunnskapsforlaget, 2003)

Filmografie 1948: Den hemmelighetsfulle leiligheten als Kellner 1959: 5 loddrett als Verkäufer 1961: Hans Nielsen Hauge als Oberstaatsanwalt Lumholtz 1970: Skulle det dukke opp flere lik, er det bare å ringe … als Polizeibeamter Jeremias Pedersen Grodahl 1971: Gråt, elskede mann 1974: Marve Fleksnes – der einsame Junggeselle (Den siste Fleksnes) als Flugpassagier 1974–2003: Fleksnes fataliteter (Fernsehserie) 1975: Hintertupfinger Grand Prix (Flåklypa Grand Prix) als Rudolf Blodstrupmoen (norwegische Synchronstimme) 1976: Bør Børson II als O.G. Hansen 1976: Olsenbanden for full musikk als Baron Løvenvold 1977: Olsenbanden & Dynamitt-Harry på sporet 1978: Formynderne als Professor Hieronimus 1980: La elva leve! als Industriepräsentant 1982: For Tors skyld als Vater von Laila 1985: Deilig er fjorden! als Svoger 1987: På stigende kurs als Disponent 1992: Det perfekte mord 1995–1997: Mot i brøstet 1998: Karl & Co 1998: Nr. 13 1998: Sonny, der Entendetektiv (Solan, Ludvig og Gurin med reverompa) als Rudolf Blodstrupmoen (norwegische Synchronstimme) 1999: Johannas jul (Fernsehserie) 2000: Hovmod (Kurzfilm) 2000: De 7 dødssyndene als Hovmod 2003: Elling – Nicht ohne meine Mutter (Mors Elling) als Oberst Bugge-Høvik 2004: Gråtass – Hemmeligheten på gården als Advokat Antonsen 2004: Hos Martin 2005: Tjuefjerde (Miniserie) 2005: Brødrene Dal og mysteriet med Karl XIIs gamasjer (Miniserie) 2009: Oben als Carl Fredricksen (norwegische Synchronstimme) 2009: Hotel Cæsar (Fernsehserie) als Gregorius Bang

Weblinks

Helge Reiss im Store norske leksikon Biografie über Helge Reiss im Norsk biografisk leksikon

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Norweger Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 2009 Kategorie:Mann