Die Commonwealth Kangaroo (Werksbezeichnung: CA-15) war ein Prototyp eines australischen Jagdflugzeugs.
Geschichte Die Entwicklung der Kangaroo begann im Jahre 1943 aufgrund einer Forderung der RAAF nach einem neuen Hochleistungsjäger. Man orientierte sich dabei an der amerikanischen North American P-51.
Ursprünglich war als Triebwerk der luftgekühlte Sternmotor Pratt & Whitney R-2800 geplant, aber Anfang 1945 wurde das Projekt auf den wassergekühlten V12-Motor Rolls-Royce Griffon umgestellt, nachdem sich Lieferprobleme beim R-2800 abzeichneten.
Beim Erstflug zeigte der Prototyp (A61-1001) gute Flugleistungen, allerdings erschwerte das hohe Drehmoment den Start. Wegen eines Hydraulikfehlers wurde die Kangaroo am 10. Dezember 1946 bei der Landung schwer beschädigt. Erst Anfang 1948 wurde sie repariert und weitere Testflüge durchgeführt. Am 25. Mai 1948 erreichte sie im Sturzflug eine Geschwindigkeit von ca. 803 km/h.
Im Jahr 1950 wurde das Projekt endgültig eingestellt, da die Kangaroo als veraltet galt und die Gloster Meteor und die de Havilland DH.100 Vampire ihren Platz eingenommen hatten.
Technische Daten mini|Kangaroo und P-51D im Vergleich Kenngröße Daten Besatzung 1 Länge 11,03 m Spannweite 10,97 m Höhe 4,34 m Flügelfläche 23,5 m² Flügelstreckung 5,1 Leermasse 3.420 kg max. Startmasse 5.597 kg Höchstgeschwindigkeit 720 km/h Gipfelhöhe ca. 11.900 m Steigrate ca. 25 m/s Reichweite 1.870 km Triebwerk ein Rolls-Royce Griffon 61, Bewaffnung sechs 12,7-mm-Maschinengewehre, bis zu 907 kg Waffenlast
Literatur Philipp Prinzing: CAC CA-15 Kangaroo: Känguru mit Motor. In: Klassiker der Luftfahrt Nr. 6/2023. Motor Presse, Stuttgart, , S. 26–30.
Weblinks
RAAF Museum (engl.)
Kategorie:Jagdflugzeug (1940–1949) Kategorie:Erstflug 1946 Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor Kategorie:Nicht realisiertes Militärflugzeugprojekt