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Diese Liste gibt den Fortschreibungsstand vom 21. März 2024 wieder und enthält 199 Baudenkmäler.
Ensembles Ensemble Altstadt Königsberg in Bayern und Schlossberg 300px|mini|Königsberg in Bayern aus der Luft, Ansicht von Süden 2010 Das Landstädtchen Königsberg in Bayern (), am Westrand der Haßberge gelegen, entstand wohl auf dem Boden einer altfränkischen Königsdomäne in unmittelbarer Nähe des Rennwegs und sicherte den Übergang über die Haßberge. Der Ort, 1234 erstmals erwähnt, erhielt 1333 Marktrechte und wurde 1358 zur Stadt. Seit 1400 gehörte sie den Landgrafen von Thüringen aus dem Hause Wettin und blieb fast ohne Unterbrechung bis zum Anschluss an Bayern (1920) sächsische Enklave.
1343 ist die erste Stadtmauer bezeugt. Während des ganzen 15. Jahrhundert wurde an der Erweiterung der Stadt und Vergrößerung der Stadtbefestigung gebaut, auch die ehemaligen Vorstädte, die Haßfurter und Unfinder Vorstadt, waren durch Palisadenwälle einbezogen. Von der Befestigung sind im Wesentlichen nur Mauerzüge im Süden zwischen Schloss und Pfarrgasse erhalten, von den Toren das Haßfurter und Unfinder Tor. Ab 1764 hatte man mit der Beseitigung der Befestigung und Einebnung der Gräben begonnen; die damals angelegten Gärten beschreiben heute noch den alten Stadtumriss. Durch seine Hanglage erscheint der Stadtgrundriss unregelmäßig, dennoch zeichnet sich eine Ordnung von Hauptachsen in der Längs- und Querrichtung ab, mit parallel verlaufenden Nebengassen.
Die Eduard-Lingel-Straße, vom Haßfurter Tor über die Wintergasse zum Markt führend, bildet die wichtigste west-östliche Straßenachse, von der die ebenfalls zum Markt führende Marienstraße abzweigt. Die Platzgruppe Markt und Salzmarkt schafft eine nord-südlich verlaufende Achse. Der Marktplatz, in der Nordostecke des Stadtkerns gelegen, ist mit Rathaus und Pfarrkirche kommunales, kirchliches und städtebauliches Zentrum der Stadt. Der von einem Brunnen besetzte, vor der spätgotischen, dreischiffigen Hallenkirche gelegene Platz geht in großartiger Weise in den langgestreckten, zum Schlossberg ansteigenden Salzmarkt über. Mit dem Unfinder Tor ist der Markt gegen die Unfinder Vorstadt begrenzt, diese erstreckt sich bis zu der vor der Stadt gelegenen Friedhofskirche und ist Teil des Ensembles.
Nach zwei großen Stadtbränden während des Dreißigjährigen Krieges, 1632 und 1640, wurden große Teile der Stadt zerstört. Der reiche Bestand traufseitiger und auch giebelständiger Fachwerkhäuser bewahrt in der ganzen Stadt eine Bebauung, die an die Blütezeit der Stadt im späten 17. und 18. Jahrhundert erinnert. Nach dieser Zeit ist die Bedeutung der Stadt zurückgegangen, sie wandelte sich von einer Stadt des Handels und Gewerbes zu einer Stadt, die mehr und mehr der Landwirtschaft sich zuwenden musste.
Umgrenzung: Stadtmauerverlauf: rückwärtige Grundstücksgrenzen Markt 1–4 und Pfaffengasse Nordseite ungerade Hausnummern – Nordgrenze Schloßberg 3 – Straßenverlauf Schloßberg, einschließlich Schloßberg 7, 9 – Straßenverlauf Schloßberg bis auf den Schlossberg – der gesamte Schlossberg mit Schlossruine – Stadtmauerverlauf im Süden bis Pfarrgasse 15 – An der Mauer bis Haßfurter Tor – ehemaliger Stadtmauerverlauf bzw. westliche Grundstücksgrenzen von Eduard-Lingel-Straße 18, 16 und Marienstraße 36–26 (gerade Hausnummern) und Braugasse 1–4 – Weg von der Braugasse 4 bis Regiomontanisstraße bis Steinweg – Steinweg 38–2 (gerade Hausnummern), nördliche Grundstücksgrenzen. Aktennummer: E-6-74-164-1.
Ensemble Ortskern Unfinden 300px|mini|Unfinden, Ansicht 2015 von Nordosten Das nur einen Kilometer nördlich von Königsberg in Bayern gelegene Pfarrdorf (), 1241 erstmals genannt, war als Ganerbendorf Jahrhunderte hindurch gleichzeitig im Besitz verschiedener Adelsgeschlechter. Der Reichtum an stattlichen Fachwerkbauten vorwiegend des 18. Jahrhunderts und die zahlreichen Adelswappen, die von den alten Herrschaftsrechten zeugen, bestimmen das Dorfbild von hoher Geschlossenheit und zeigen, dass sich der Charakter des Haufendorfes, das sich kaum vergrößerte, seit der Wende des 18./19. Jahrhunderts wenig verändert hat. Um 1800 war der Weinbau, neben Getreidebau, Viehzucht und anderen, noch maßgeblich, hiervon zeugt auch die Weintraube im Keilstein des Rathausportals (1782). Heute spielt er für das Dorf, das seit der Gebietsreform ein Stadtteil von Königsberg geworden ist, nur eine geringe Rolle. Umgrenzung: das gesamte Dorf östlich der Staatsstraße von Königsberg nach Junkersdorf – Haus Nr. 1–96. Aktennummer: E-6-74-164-2.
Stadtmauer
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Abgegangene Baudenkmäler
Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Königsberg in Bayern
Anmerkungen Aufnahme in die Denkmalliste angekündigt.
Literatur
Weblinks
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