Heinrich Günthert (* 3. April 1907 in Landau in der Pfalz; † 2. Februar 1999 in Karlsruhe)Grabstätte von Heinrich Günthert war ein deutscher Bahnbeamter.

Werdegang Günthert schloss sein Studium als Diplom-Ingenieur ab. Während des Zweiten Weltkriegs war er Leiter der Ausbesserungswerke der Ostbahn im Generalgouvernement und in dieser Funktion oberster Vorgesetzter von Simon Wiesenthal, der dort zur Zwangsarbeit eingeteilt war.Simon Wiesenthal: Recht, nicht Rache: Erinnerungen. Ullstein, Berlin 1990, ISBN 3-550-07829-3.Alan Levy: Nazi Hunter: The Wiesenthal File. Robinson, London 2002, ISBN 1-84119-607-X () Obwohl Nationalsozialist, rettete er Wiesenthal und anderen Zwangsarbeitern das Leben, und wurde dafür von Wiesenthal 1965 zur Hochzeitsfeier seiner Tochter Paulinka eingeladen.Peter-Michael Lingens: Begegnungen. Kremayr & Scheriau, Wien 1995, ISBN 3-218-00601-5, S. 39 (). Von 30. Juni 1959 bis 30. April 1972 war er Präsident der Bundesbahndirektion Karlsruhe.

Ehrungen 1973: Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland

Literatur Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften: Pfälzer Heimat, , Bände 21–24 (1970), S. 95 (). Dipl.-Ing. Heinrich Günthert. 13 Jahre Präsident der Bundesbahndirektion Karlsruhe. In: Die Pfalz am Rhein, Bände 44–45 (1971), S. 112 ().

Einzelnachweise

Kategorie:Manager (Schienenverkehr) Kategorie:Person (Karlsruhe) Kategorie:Person (Landau in der Pfalz) Kategorie:Person (Deutsche Bundesbahn) Kategorie:Person (Deutsche Reichsbahn 1920–1945) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1907 Kategorie:Gestorben 1999 Kategorie:Mann