mini|hochkant|Wehrturm 13. Jahrhundert mini|hochkant|Historisches Rathaus von 1603 Frei-Laubersheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach an.
Geographie Der Ort liegt, ebenso wie Fürfeld und Neu-Bamberg, in der Rheinhessischen Schweiz. Frei-Laubersheim grenzt im Westen unmittelbar an die Kreisstadt Bad Kreuznach.
Zu Frei-Laubersheim gehören auch die Wohnplätze Am Bahnhof Laubersheim, Hof bei der Römerstraße, Johanneshof, Lindenhof und Rheingrafenhof.
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 767 als Liubherisheim im Lorscher Codex erstmals urkundlich erwähnt. Er wurde zur Unterscheidung von Waldlaubersheim bei Stromberg Frei-Laubersheim oder Kappes-Laubersheim genannt. Das Dorf war schon früh Teil der Vorderen Grafschaft Sponheim. Nach dem Aussterben der Grafen von Sponheim war das Territorium in geteiltem, mehrfach wechselndem Besitz. Ab 1707 gehörte Frei-Laubersheim aufgrund eines Teilungsvertrags vollständig zur Kurpfalz. Der Ort wurde dem Oberamt Kreuznach zugeteilt.
Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) gehörte die Region von 1798 bis 1814 zu dem unter der französischen Verwaltung neu errichteten Departement Donnersberg, Frei-Laubersheim war dem Kanton Wöllstein zugeordnet, das Dorf wurde 1800 Hauptort einer Mairie, zu der auch Volxheim gehörte.
Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die später Rheinhessen genannte Region und damit auch Frei-Laubersheim 1816 zum Großherzogtum Hessen.
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Frei-Laubersheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 590 1835 786 1871 805 1905 835 1939 770 1950 952 1961 921 Jahr Einwohner 1970 952 1987 994 1997 1.006 2005 1.077 2011 1.019 2017 1.034
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Frei-Laubersheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Gemeinderatswahl am 7. Juli 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Der Rat wurde abweichend vom allgemeinen Termin 9. Juni 2024 gewählt, weil die Wahl wegen falsch gedruckter Stimmzettel verschoben werden musste.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat: Wahl SPD CDU FWG BL Gesamt 2024 3 3 4 6 16 Sitze 2019 3 3 3 7 16 SitzeDer Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. 2014 3 5 2 6 16 Sitze 2009 3 4 2 7 16 Sitze 2004 3 5 2 6 16 Sitze BL = Bürgerliste Frei-Laubersheim e. V.
Bürgermeister Steffen Zorn (SPD) wurde am 26. August 2024 Ortsbürgermeister von Frei-Laubersheim. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 80,8 % für fünf Jahre gewählt worden.
Zorns Vorgänger Gustav Kühnle (Bürgerliste) hatte das Amt 2019 von Heinz Bergmann (CDU) übernommen, der nach 20 Jahren nicht erneut kandidiert hatte.
Wappen
Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke Katholische Pfarrkirche St. Mauritius, erbaut 1792 bis 1796 freistehender Wehrturm, 13. Jahrhundert ehemaliges Katholisches Pfarrhaus von 1720 Kaplaneigebäude
Regelmäßige Veranstaltungen Frei-Laubersheimer Kerwe, jedes Jahr im dritten Septemberwochenende Frei-Laubersheimer Offene Ateliers, jedes Jahr im dritten Septemberwochenende
Wirtschaft und Infrastruktur Weinbau Frei-Laubersheim gehört zum „Weinbaubereich Bingen“ im Anbaugebiet Rheinhessen. Im Ort sind 20 Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 121 Hektar. Etwa 77 Prozent des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2007). Im Jahre 1979 waren noch 48 Betriebe tätig, die damalige Rebfläche betrug 116 Hektar.
Verkehr Durch den Ort führt die Bundesstraße 420. Im Nordosten befindet sich die Bundesautobahn 61. Der Bahnhof in Frei-Laubersheim lag an der 1898 eröffneten Bahnstrecke Sprendlingen–Fürfeld. Sie wurde 1960 stillgelegt. Im nahe gelegenen Bad Kreuznach halten Züge der Alsenztalbahn und der Nahetalbahn.
Persönlichkeiten Carl Schmahl (1870–1947), Präsident des Landgerichts Wiesbaden Alfred Blaufuß (1912–1995), Botaniker, Naturschützer, Schulleiter, Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz 1982 Bernd Rusinski (1954–2004), Schlagersänger Siegfried Kärcher (* 1974), Bildender Künstler, Musiker, Moldau-Stipendiat des Landes Hessen 2009, Stipendiat des Landes Rheinland-Pfalz Künstlerhaus Schloss Balmoral 2020
Siehe auch Bügelfibel von Freilaubersheim
Weblinks
Geschichte von Frei-Laubersheim auf regionalgeschichte.net
Einzelnachweise
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