Erich Walter Heichen (* 22. Juni 1876 in Stuttgart; † 24. März 1970 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Redakteur und Verlagsleiter. Er verwendete die Pseudonyme: Walter Eichner, Erich Walter, Karl Wilding, Hermann Eiler und Gerd Kühnwald.
Leben Walter Heichen besuchte von Ostern 1887 bis 31. Dezember 1888 das Königliche Gymnasium in LeipzigKönig Albert-Gymnasium (bis 1900 Königliches Gymnasium) in Leipzig: Schüler-Album 1880-1904/05, Friedrich Gröber, Leipzig 1905 und anschließend das Friedrichsgymnasium in Frankfurt (Oder). Danach ließ er sich zum Buchhändler ausbilden und arbeitete als Redakteur beim Deutschen Buchhandelsblatt. Seit 1909 lebte er in Berlin. Ab 1920 war er Leiter des dort ansässigen Buchverlages A. Weichert.
Heichen war zudem als Übersetzer, Bearbeiter und Herausgeber von Werken der Weltliteratur tätig. Aus seiner Feder stammen über 100 Bücher, darunter Abenteuerromane, Kriminalromane, Frauen- und Liebesromane, historische Romane, Science-Fiction, Kriegsromane und Erzählungen. Sein Sohn, Joachim Heichen, war ebenfalls Schriftsteller, im Hauptberuf aber als ev. Pfarrer tätig.
Werke (Auswahl) Schriften 1892: Der Sang an Ägir, oder: Nach der Unterprima durchgefallen. Eine Schulhumoreske 1894: Epiphanias. Ein Weihnachtsdrama in vier Aufzügen 1902: Lord Byron. Eine Biographie 1905: Die Stiefkinder der Alma mater. Roman aus einer Universitätsstadt 1909: Auf See und in Kamerun. Ein Buch für die deutsche Jugend 1914: Unter den Fahnen Hindenburgs. Erzählung vom russischen Kriegsschauplatz 1915: Mit Zeppelin und Flugzeug: der Krieg in den Lüften, 1914-15 1917: Die Hölle von Verdun 1922: Der Letzte der Inkas. Eine Erzählung aus der Zeit der Entdeckung Amerikas 1927: Jenseits der Stratosphäre. Erlebnisse zwischen Mond und Erde. Eine Erzählung für die Jugend (das Erscheinungsjahr ist umstritten, die Deutsche Nationalbibliothek vermerkt 1931) 1927: Maria Stuart. Liebe und Leid einer Königin 1929: Der U-Boot-Pirat. Eine phantastische Geschichte für die Jugend 1930: Madho Singh. Der Maharadscha von Lahaur. Erzählung für die Jugend 1934: Schill und seine Heldenschar. Eine geschichtliche Erzählung 1936: Der Todesgang der Karawane. Tatsachenbericht über Sven Hedins Reisen durch Tibet 1936: Unter den Kannibalen der Südsee – Ein Tatsachenbericht über James Cooks Leben u. Reisen, mit Bildern von M. Wulff, Verlag A. Weichert, Berlin 1936 1938: Thumelicus, der Sohn Armins 1939: Andreas Hofer 1941: Cortez, der Eroberer 1949: James Cook, der Weltumsegler. Eine Erzählung für die Jugend 1952: Unser Märchenschatz. Das Hausbuch schönster Märchen. 1964: Der unheimliche Fremde 1965: Weltumsegler auf großer Fahrt. Von kühnen Taten großer Männer
Literatur Wilhelm Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisch-Bibliographisches Handbuch, Bd. 7: Haab - Hogrebe, 3. völlig neu bearbeitete Auflage, Francke, Bern, München, Sp. 647. Andreas Klimt (Red.): Kürschners Deutscher Literatur-Kalender. Nekrolog 1971-1998, KG Saur, München, Leipzig 1999, S. 237.
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