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mini|350px|Pfarrkirche St. Michael in Mittelberg

Ensembles Ensemble Ortskern Mittelberg miniatur|250px Das Ensemble umfasst den Ort Mittelberg im Wesentlichen in den Grenzen der Uraufnahme zum Kataster von 1824. Ausgenommen sind die ehemaligen Weidegrundstücke von Alois-Wagner-Straße 33 und 23 sowie das zum abgegangenen Bauernhaus Nr. 4 (alte Nummer) gehörige Grundstück im Osten. Der Ort liegt an einem Berghang in etwa 1000 bis 1100 m Höhe, an der sogenannten Gerhalde. Historisch liegen der Entstehung des Dorfes die Anlage eines Burgstalls und die Gründung einer Eigenkirche der Herren von Mittelberg (12.–14. Jahrhundert) voraus. Ab 1335 war die Pfarrei im Besitz des Bischofs von Augsburg, 1453 erhielten Kirche und Pfarrhof ihre im Kern noch erhaltene Gestalt, die gemeinsam mit dem Kaplanhaus über dem Dorf eine beherrschende Baugruppe bilden. Die Regelmäßigkeit der Ortsanlage – fast alle Bauernhäuser sind nach NO gerichtet und besetzen terrassenartig in Reihen den Hang – lässt auf eine planmäßige Bebauung schon in spätmittelalterlicher Zeit schließen. 1525 sind für die Pfarrei 100 Hofstätten, 1621 für den Ort 49 Herdstätten bezeugt – eine Zahl, die bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts weitgehend konstant blieb (vgl. Uraufnahme für den Kataster 1818). Durch einen Ortsbrand 1822, dem bis auf einige Bauernhäuser fast alle Gebäude zum Opfer fielen, wurde der Anstoß zu einer Vereinödung gegeben. Sie ist durch eine erneute Vermessung des Katasteramtes 1824 in ihrer ursprünglichen Form dokumentiert und im Bestand im Wesentlichen bis heute erhalten. Während die Orientierung der Anwesen nach NO beibehalten wurde, erfuhr die Grundrißgestalt eine Begradigung. Die Gebäude wurden zum Brandschutz auf Abstand und in die Mitte der Grundstücke gesetzt. Zahlreiche Bauernhäuser dieser Zeit sind erhalten; es sind meist offene Blockbauten mit Flachdächern. Gemeinsam mit einigen Blockbauten des 17. und 18. Jahrhunderts geben sie Zeugnis von der historischen Entwicklung des Ortes. Aktennummer: E-7-80-128-1.

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Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Oy-Mittelberg

Anmerkungen

Literatur

Weblinks

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