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mini|330px|Ernst Dargen (1867–1929): „St. Loretto bei Oberstdorf“
Ensembles
Ensemble Maria Loreto mini|250px| Voraussetzung für die spätere Wallfahrt Maria Loreto in Oberstdorf war die Errichtung der Appachkapelle unter dem Hang des Krappberges zu Ende des 15. Jahrhunderts. Den Anstoß zur Einrichtung einer barocken Wallfahrt gab 1643 die Errichtung eines Kreuzweges mit zehn Bildstöcken. Die ab 1657 erbaute Kapelle Maria Loreto folgte im Typus dem Grundriss der kleineren, älteren Appachkapelle und kopierte nicht – wie gebräuchlich – die Santa Casa von Loreto. Der Aufschwung, den die Wallfahrt in der Folgezeit nahm, machte den Bau einer Herberge notwendig (1661), die ab 1696 auch als Benefiziatenhaus diente (Lorettostraße 40). 1671 wurde eine weitere Prozessionskapelle, St. Joseph, errichtet, die als Heiliggrabkapelle den Abschluss des Kreuzweges bildet. Das Ensemble dokumentiert in dieser Form die frömmigkeitsgeschichtliche und theologische Entwicklung einer Wallfahrt sowie ihren künstlerischen Ausdruck in mehreren Bauten verschiedener Funktion und Zeitstellung. Aktennummer: E-7-80-133-1
Ensemble Schrofengasse miniatur|250px Die Schrofengasse, im südöstlichen Bereich von Oberstdorf gelegen, zweigt von der Oststraße, einer Hauptachse des Ortes, nach Süden ab und trifft außerhalb des Ortes auf die Lorettostraße. Meist traufständige Bauernhäuser, giebelseitig nach Süden gerichtet, stehen in lockerer, unregelmäßiger Bebauung mit den zugehörigen Grasgärten. Einige Häuser liegen weit von der Straße ab, so dass auf ein lockeres System von Hofzufahrten vor der Anlage geschlossen werden darf. Den ländlichen Charakter betont auch die für den Bereich typische Bauweise: neben offenen gestrickten Blockbauten unter dem alpenländischen Flachdach – ursprünglich mit Landerndeckung – treten auch Fachwerkteile in Erscheinung. Aktennummer: E-7-80-133-2
Ensemble Weiler Gerstruben miniatur|250px Das Ensemble wird gebildet durch eine Reihe von ehemaligen Bauernhäusern des 17. und 18. Jahrhunderts und eine zugehörige Kapelle am Abhang des Riffenkopfes in 1154 m Höhe. Die für das bayerische Alpengebiet neben Wamberg (Lkr. Garmisch-Partenkirchen) einzigartige Höhensiedlung wurde schon im Mittelalter von Lechtaler Auswanderern gegründet und war bis 1892 Dauersiedlung. In Gerstruben zeigen fast alle Bauernhäuser vollständig die ursprünglichen Kennzeichen ihres regional und zeitlich gebundenen Typus. Der Zwiehof des 17. Jahrhunderts (Nr. 4, ehemals auch Nr. 6) mit gestrickten Rundholzblockbauwänden, Landerndeckung auf weit vorragendem Flachdach und mit zugehöriger Heuschinde – ebenfalls Rundholzblockbauten – ist charakteristisch für die Quelltäler der Iller. Aktennummer: E-7-80-133-3
Ensemble Weiler Oib miniatur|250px Das Ensemble umfasst den gesamten Bereich der genannten Bauernhäuser mit den zugehörigen Grundstücken. – Der Ort Oib ist eine planmäßige Ansiedlung des 18. Jahrhunderts 1775 fand eine fast vollständige Vereinödung von Tiefenbach statt, wobei 37 Hofstätten ausgesiedelt wurden. Der ursprünglich geschlossene Ort Tiefenbach löste sich bis auf wenige Anwesen vollständig auf. Die Vereinödung erfolgte mit dem „Ausbau“ der Höfe und es entstanden als neue Siedlungen die Orte Ferlewang, Bachtel, Oib und vermutlich Reine. Die Gründung von Oib erfolgte durch regelmäßige Teilung der Au („Oib“), die sich südlich des alten Ortes Winkel entlang der Breitach erstreckt; sie wird im Westen vom Rainwald, im Osten und Süden von den Flussniederungen von Breitach und Starzlach begrenzt. Die Bauernhäuser besetzen sinngemäß – zum Schutz vor Bränden und aus Gründen der Wirtschaftlichkeit – meist die Mitte ihrer großen ungeteilten Grundstücke. Sie sind teilweise direkt von Tiefenbach in die neue Flur übertragen (z. B. Nr. 58, Ende 17. Jahrhundert im Wasach über Tiefenbach erbaut) oder zur Zeit der Aussiedlung neu errichtet worden (Nr. 60). Die Bauernhäuser sind meist Einfirsthöfe in Blockbauweise, teilweise verschindelt und mit Landerndeckung; Nr. 631/2 wirkt sich im Ensemble störend aus. Aktennummer: E-7-80-133-4
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Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Oberstdorf
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
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Einzelnachweise
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