350px|Das Deutsche Opernhaus 1912 Das Deutsche Opernhaus in Charlottenburg wird eröffnet. 350px|It’s a Long Way to Tipperary –Aufnahme aus dem Jahr 1915, gesungen von Albert Farrington Jack Judge trägt zum ersten Mal das von ihm komponierte Lied It’s a Long Way to Tipperary vor. Dieser Artikel behandelt das Musikjahr 1912.

Ereignisse Aufführungsorte 7. November: Das von Heinrich Seeling erbaute Deutsche Opernhaus in Charlottenburg wird mit einer Aufführung von Ludwig van Beethovens Oper Fidelio unter der Leitung von Ignatz Waghalter eröffnet. 22. November: In Oslo wird Det Norske Teatret gegründet, das Stücke in Nynorsk und norwegischen Dialekten aufführt. Die finnische Sopranistin Aino Ackté gründet in Savonlinna die Olavinlinna-Opernfestspiele.

Blues 12. Januar: Chris Smith und James Tim Brymn veröffentlichen den Song The Blues als Notenblatt. März: Dallas Blues von Hart A. Wand wird ebenfalls als Notenblatt veröffentlicht. 3. August: Baby Seals’ Blues von Baby Franklin Seals wird als Notenblatt veröffentlicht. 27. September: Der Afro-Amerikaner W. C. Handy veröffentlicht in Memphis, Tennessee, sein 1909 geschriebenes Stück The Memphis Blues. Es galt lange Zeit als der erste veröffentlichte Bluestitel der Geschichte.

Uraufführungen Instrumentalmusik 6. März: Uraufführung der Klaviersonate Nr. 6, op. 62 des russischen Komponisten und Pianisten Alexander Skrjabin in Moskau durch die Pianistin Jelena Beckman-Schtscherbina. 26. Juni: Die Uraufführung der 9. Sinfonie von Gustav Mahler findet über ein Jahr nach dem Tod des Komponisten in Wien durch die Wiener Philharmoniker unter dem Dirigenten Bruno Walter statt. Es ist das letzte Werk, das Mahler vor seinem Tod vollendet hat. 15. Juli: Der Komponist Sergei Sergejewitsch Prokofjew präsentiert in Moskau als Pianist sein 1. Klavierkonzert bei der Uraufführung.

Lied mini|hochkant|It’s a Long Way to Tipperary (1912) 31. Januar: Der Sänger Jack Judge trägt in Stalybridge zum ersten Mal das von ihm komponierte Lied It’s a Long Way to Tipperary vor, das in der Zeit des Ersten Weltkriegs durch britische Soldaten weltweit bekannt wird.

Oper 6. Februar: Die Uraufführung der Oper Die verschenkte Frau von Eugen d’Albert auf das Libretto von Rudolf Lothar erfolgt an der Hofoper in Wien. mini|links|hochkant|Plakat zu Roma von Georges-Antoine Rochegrosse 17. Februar: Die Uraufführung der Oper Roma von Jules Massenet erfolgt in Monte Carlo. 29. Februar: Die Uraufführung der Oper Leila von Natanael Berg findet an der Königlichen Oper in Stockholm statt. 15. März: Die Uraufführung der Oper Das Spielwerk und die Prinzessin von Franz Schreker erfolgt an der Hofoper in Wien. 18. August: Mit der an der Oper Frankfurt in Frankfurt am Main uraufgeführten Oper Der ferne Klang feiert Franz Schreker seinen ersten Erfolg. Die männliche Hauptrolle singt der Tenor Karl Gentner. 25. Oktober: Die Erstfassung der Oper Ariadne auf Naxos von Richard Strauss mit dem Libretto von Hugo von Hofmannsthal wird im Kleinen Haus des Hoftheaters Stuttgart uraufgeführt. 12. November: Die Uraufführung der Oper Liebesketten von Eugen d’Albert erfolgt an der Wiener Volksoper. Das Libretto stammt von Rudolf Lothar nach der literarischen Vorlage La filla del mar von Àngel Guimerà.

Operette 3. Februar: Am Neuen Theater am Zoo in Berlin wird Leo Falls Operette Der liebe Augustin, eine Überarbeitung seiner durchgefallenen Oper Irrlicht aus dem Jahre 1905, uraufgeführt. In dieser Fassung ist dem Stück mit dem Libretto von Ernst Welisch und Rudolf Bernauer schließlich Erfolg beschieden. 24. Februar: Am Raimundtheater in Wien wird die Operette Hoheit tanzt Walzer von Leo Ascher uraufgeführt. 13. April: Die Uraufführung der musikalischen Komödie Die Brautwahl von Ferruccio Busoni erfolgt am Opernhaus Hamburg. 11. Oktober: Die Operette Der Zigeunerprimas des Komponisten Emmerich Kálmán und der Librettisten Fritz Grünbaum und Julius Wilhelm hat ihre Uraufführung am Johann Strauß-Theater in Wien. 19. Oktober: Die Uraufführung der Operette Filmzauber von Walter Kollo findet am Berliner Theater in Berlin statt. 20. Dezember: Die Uraufführung der Operette Rosenstock und Edelweiss von Franz Lehár auf ein Libretto von Julius Bauer findet im Kabarett Hölle im Keller des Theaters an der Wien in Wien statt. Dezember: Die Uraufführung der Operette So wird’s gemacht von Walter Kollo erfolgt in Hamburg am Neuen Theater.

Weitere Uraufführungen Carl Michael Ziehrer: Manöver-Kinder (in Wien uraufgeführt) Leo Ascher: Der Lockvogel Emmerich Kálmán: The Blue House; Der kleine König (Operette) Die Uraufführungen fanden in London bzw. Wien statt.

Weiteres 16. Oktober: Im Choralion-Saal Berlin werden Dreimal sieben Gedichte aus Albert Girauds »Pierrot lunaire« für Sprechstimme und Kammerensemble von Arnold Schönberg unter der Leitung des Komponisten uraufgeführt, mit Albertine Zehme als Rezitatorin und Eduard Steuermann am Klavier. Das Publikum reagiert teils enthusiastisch, teils empört. mini|hochkant|Anzeige der Uraufführung von Peterchens Mondfahrt 7. Dezember: Im Alten Theater Leipzig wird das Märchenspiel Peterchens Mondfahrt von Gerdt von Bassewitz mit Musik von Josef Achtélik uraufgeführt.

Vokalmusik Juhan Aavik: Mälestus [Erinnerung], Lied, Text: Karl Eduard Sööt

Olympische Spiele Bei den Olympischen Spielen in Stockholm werden auch Kunstwettbewerbe abgehalten. In der Disziplin Musik gewinnt der Italiener Riccardo Barthelemy für seinen Olympischen Triumphmarsch die Goldmedaille.

Technik Columbia Records stellt seine Produktion von Phonographenwalzen auf Schallplatten um. Der Verkauf der von Thomas Alva Edison entwickelten Diamond Discs beginnt.

Geboren Januar bis März 1. Januar: Rafael Sánchez Cestero, dominikanischer Sänger († 1999) 2. Januar: André Amellér, französischer Komponist und Musikpädagoge († 1990) 2. Januar: Barbara Pentland, kanadische Komponistin († 2000) 6. Januar: Carmelita Aubert, katalanische Sängerin und Schauspielerin († 1979) 6. Januar: Hans Richter-Haaser, deutscher Pianist († 1980) 7. Januar: Günter Wand, deutscher Dirigent († 2002) 8. Januar: Rudolf Escher, niederländischer Komponist und Musiktheoretiker († 1980) 11. Januar: Richard Sennels, dänischer Organist und Komponist († 2006) 12. Januar: Pipí Franco, dominikanischer Sänger und Komponist († 1978) 12. Januar: Florindo Sassone, argentinischer Tangogeiger, Bandleader und Tangokomponist († 1982) 14. Januar: George Pascu, rumänischer Musikwissenschaftler, -pädagoge und Dirigent († 1996) 17. Januar: Bob Zurke, US-amerikanischer Jazzmusiker (Pianist, Komponist) († 1944) 22. Januar: Jolantha Waghalter, deutsch-peruanische Geigerin († 1994) 25. Januar: Lucho Bermúdez, kolumbianischer Komponist († 1994) mini|hochkant=0.6|Tante Leen; * 28. Januar 28. Januar: Tante Leen, niederländische Volkssängerin († 1992) 2. Februar: Imogen Carpenter, US-amerikanische Schauspielerin, Musikerin, Komponistin und Musiklehrerin († 1993) 5. Februar: Tex Atchison, US-amerikanischer Country-Musiker († 1982) 7. Februar: Lev Aronson, deutscher Cellist, Cellolehrer und Komponist († 1988) 7. Februar: Alfred Desenclos, französischer Komponist († 1971) 8. Februar: Šimon Jurovský, tschechischer Komponist († 1963) 11. Februar: Rudolf Firkušný, tschechischer Pianist († 1994) 14. Februar: Horst Taubmann, deutscher Opernsänger (lyrischer Tenor) († 1991) 20. Februar: Arrigo Pelliccia, italienischer Violinist, Violist und Musikpädagoge († 1987) 21. Februar: Arline Judge, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin († 1974) 27. Februar: Eliška Kleinová, tschechische Klavierpädagogin († 1999) 1. März: Walter Davis, US-amerikanischer Blues-Musiker († 1963) 12. März: Bruno Uher, österreichischer Komponist († 1976) mini|hochkant=0.6|Lightnin’ Hopkins; * 15. März 15. März: Lightnin’ Hopkins, US-amerikanischer Country Blues-Gitarrist († 1982) 16. März: Peter Brömse, deutscher Musikwissenschaftler, Musikpädagoge und Hochschullehrer († 2004) 25. März: Klaus Berg, deutscher evangelischer Pfarrer und Lieddichter († 2001)

April bis Juni 2. April: Jean Dannet, französischer Maler, Chansonnier und Komiker († 1997) 3. April: Jane Dudley, US-amerikanische Tänzerin und Choreographin († 2001) 5. April: Carlos Guastavino, argentinischer Komponist († 2000) 6. April: William S. Newman, US-amerikanischer Musikwissenschaftler, Pianist und Komponist († 2000) 6. April: Endre Székely, ungarischer Komponist († 1989) 13. April: Dia Luca, österreichische Tänzerin, Ballettmeisterin und Tanzpädagogin († 1975) 13. April: Miloš Sádlo, tschechischer Violoncellist und Musikpädagoge († 2003) 17. April: Theresa Needham, US-amerikanische Clubbetreiberin, Förderin des Chicago-Blues († 1992) 22. April: Kathleen Ferrier, englische Sängerin († 1953) 26. April: Víctor Tevah, chilenischer Geiger, Dirigent und Musikpädagoge († 1988) 27. April: Paraschkew Chadschiew, bulgarischer Komponist († 1992) 27. April: Renato Rascel, italienischer Sänger und Schauspieler († 1991) 27. April: Zohra Segal, indische Tänzerin, Bühnen- und Filmschauspielerin († 2014) 30. April: Karl Öhlberger, österreichischer Fagottist und Hochschullehrer († 2001) 3. Mai: Virgil Keel Fox, US-amerikanischer Organist († 1980) 7. Mai: Sitson Ma, chinesischer Violinvirtuose und Komponist († 1987) 8. Mai: Guillermo Abadía Morales, kolumbianischer Folklorist († 2010) 10. Mai: Adrian Aeschbacher, Schweizer Pianist († 2002) mini|hochkant=0.6|Gil Evans; * 13. Mai 13. Mai: Gil Evans, kanadischer Jazzmusiker († 1988) 13. Mai: Ernst Hess, Schweizer Dirigent, Komponist und Musikwissenschaftler († 1968) 14. Mai: Alfredo Gobbi, argentinischer Geiger, Bandleader und Tangokomponist († 1965) 14. Mai: Walter Wasservogel, österreichischer Musiker, Komponist und Arrangeur († 1986) 17. Mai: Sándor Végh, französischer Dirigent und Violinist ungarischer Abstammung († 1997) 17. Mai: Percy Young, britischer Musikschriftsteller und Komponist († 2004) mini|hochkant=0.6|Perry Como; * 18. Mai 18. Mai: Perry Como, US-amerikanischer Sänger († 2001) 23. Mai: Jean Françaix, französischer Pianist und Komponist († 1997) 28. Mai: Jos Hanniken, belgischer Komponist und Dirigent († 1998) 28. Mai: Tom Scott, US-amerikanischer Komponist und Sänger († 1961) 31. Mai: Alfred Deller, englischer Sänger († 1979) 3. Juni: Alois Pernerstorfer, österreichischer Opernsänger († 1978) 4. Juni: Osvaldo Moreno, argentinischer Tangosänger und Schauspieler († 1988) 8. Juni: Medardo Guido Acevedo, costa-ricanischer Songwriter, Dichter, Komponist, Musikpädagoge und Volkskundler († 2007) 9. Juni: Ingolf Dahl, US-amerikanischer Komponist und Dirigent († 1970) 10. Juni: Grace S. Castagnetta, US-amerikanische Komponistin, Pianistin, Schriftstellerin, Klavierlehrerin und Arrangeurin († 1996 oder 1998) 11. Juni: Lajos Martiny, ungarischer Jazzmusiker († 1985) 19. Juni: Otto Schneider, österreichischer Komponist, Musikpädagoge und Musikwissenschaftler († 1991) 23. Juni: Henri Akoka, französischer Klarinettist († 1976) 25. Juni: Porfirio Díaz, chilenischer Akkordeonist, Bandoneonist, Bandleader und Komponist († 1993) 28. Juni: Eleazar de Carvalho, brasilianischer Komponist und Dirigent († 1996)

Juli bis September 4. Juli: Otto Falvay, deutscher Sänger († unbekannt) 4. Juli: Fritz Schulz-Reichel, deutscher Komponist und Pianist († 1990) 5. Juli: Agustí Alaman i Rodrigo, valencianischer Komponist, Pianist und Chorleiter († 1994) 5. Juli: Giulio Viozzi, italienischer Komponist, Pianist und Musikpädagoge († 1984) 9. Juli: Michael Andreas Lang, österreichischer Heimatdichter und Komponist († 1996) 10. Juli: Piet Stalmeier, niederländischer Komponist und Dirigent († 1990) 11. Juli: Sergiu Celibidache, rumänischer Dirigent († 1996) 12. Juli: Sid Robin, US-amerikanischer Textdichter und Komponist († 1985) 13. Juli: Suzanne Haïk-Vantoura, französische Organistin, Musiklehrerin, Komponistin und Musiktheoretikerin († 2000)