mini|Gesetz über die Herkunftsbezeichnung des Hopfens vom 9. Dezember 1929 Das Hopfengesetz (HopfG) dient im deutschen Recht der Durchführung von unionsrechtlichen Rechtsakten zu Hopfenerzeugnissen, die der gemeinsamen Marktorganisation unterliegen.

Regelungsgehalt Konkret geht es beim Hopfengesetz um die Durchführung von verschiedenen EU-Verordnungen, die „die Zertifizierung, das Bescheinigungsverfahren, die Kontrolle nicht der Zertifizierung unterliegenden Erzeugnissen, die Verarbeitung, das Vermischen, die Behandlung und das Inverkehrbringen“ von Hopfenerzeugnissen betreffen (§ 1 HopfG). Zu diesem Zweck entfaltet das Hopfengesetz keinen eigenen, materiellen Regelungshorizont mehr, sondern ermächtigt sogleich die Landesregierungen zum Erlass von entsprechenden Rechtsverordnungen (§ 2 Abs. 1–3, § 4 HopfG). Von den Ermächtigungen zu Rechtsverordnungen des Bundes (§ 2 Abs. 4, § 3 Abs. 3 HopfG) hat das BMELV mit der Verordnung zur Durchführung des gemeinschaftlichen Hopfenrechts vom 27. Januar 2009 ()Neufassung der Verordnung zur Durchführung des gemeinschaftlichen Hopfenrechts vom 16. April 1997 (). Gebrauch gemacht.

Die in § 3 HopfG fixierten Bußgeldvorschriften ahnden Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro.

Siehe auch Siegelhopfen

Weblinks

Literatur Kai Sackreuther: Hopfengesetz (HopfenG). In: Jürgen Peter Graf, Markus Jäger, Petra Wittig (Hrsg.): Wirtschafts- und Steuerstrafrecht. Verlag C. H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-60962-6, S. 1708 f.

Einzelnachweise

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