Diese Liste ist eine Teilliste der Chronik der Stadt Düren. Sie listet datierte Ereignisse von 1951 bis 1975 in Düren auf.

1951 Düren hat wieder rund 36.800 Einwohner. Die britische Besatzungsmacht verlässt Düren. Es folgen die belgischen Streitkräfte. Ostern: Nachdem die Südschule seit Oktober 1945 im Pfarrsaal St. Josef und ab Ostern 1947 in der Riemann-Kaserne beheimatet war, beginnt der Unterricht im wieder aufgebauten Schulgebäude an der Friedrichstraße. 23. Mai: In der Moltkestraße 7/Ecke Marienstraße erfolgt der erste Spatenstich für die Handelsschule Germscheid. 8. Juli: Erster Spatenstich zum Neubau der St. Bonifatiuskirche. 1. September: Beim Schlachthof in der Paradiesstraße wird das Volksbad mit 10 Wannen und 12 Brausebädern eröffnet. 31. Oktober: In Düren werden zwei belgische Panzerregimenter mit etwa 6000 Soldaten stationiert. Düren ist damit die größte belgische Garnison im Ausland. Wegzug des größten Teils der Belgier zwischen 1978 und 1979. Die letzten belgischen Soldaten verlassen Düren im Jahre 1992. 19. November: Einweihung der neuen Johannesbrücke in der Aachener Straße Neues Standbild des Brückenheiligen Johannes Nepomuk. Die Straßenbahn verbindet Rölsdorf wieder mit Düren. 13. Dezember: Aus dem Vergnügungsausschuss der „Sportfreunde Düren“ wird die „1. Dürener Karnevalsgesellschaft Kruuschberger Funken“ gegründet.

1952 9. Februar: Eröffnung des neuen Geschäftsgebäudes der Kreissparkasse auf dem Grundstück des kriegszerstörten Stiftischen Gymnasiums Ecke Schenkel-/Zehnthofstraße. 29. Februar: Bis 1953 erwirbt die Stadt in mehreren Schritten von den Erben Schoeller das große Parkgelände an der nördlichen Seite der Bismarckstraße westlich der Moltkestraße Auf dem Gelände werden später das Wirteltergymnasium und die Stadthalle errichtet und der Theodor-Heuss-Park angelegt. 17. März: Umzug des humanistischen Stiftischen Gymnasiums aus dem Schulhaus Tivolistraße 1 in das neue Schulgebäude Altenteich 14. Gleichzeitig Feier des 125-jährigen Bestehens. März/April: in Rölsdorf bricht eine Typhusepidemie aus, die auch auf Düren übergreift. 30. April: Das bisherige Rektorat Düren-Süd wird zur Pfarre erhoben (St. Josef). 11. Mai: Einweihung der neuen St. Bonifatiuskirche. 12. Juli: Grundsteinlegung für den Bau der Schlegelpassage. 17. Juli: Gründung des „Abwasserbehandlungsverbandes Düren“. 25. September: Eröffnung des Kindergartens St. Josef. 29. Dezember: Die Stadtverordneten entscheiden sich für eine Vergrößerung des Kaiserplatzes und eine Rückverlegung des beabsichtigten Rathausneubaues nach Norden.

1953 19. März: Die erste Verkehrsampel in Düren Ecke Oberstraße/Stürtzstraße/Bonner Straße wird in Betrieb genommen. 26. April: Grundsteinlegung zum Wiederaufbau der evangelischen Christuskirche in der Schenkelstraße. 21. Mai: Einweihung der Landwirtschaftsschule in der Rütger-von-Scheven-Straße. 26. Mai: Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard spricht in den Germania-Lichtspielen, Wirtelstraße, über Soziale Marktwirtschaft. 31. Juli: Das Waisenhaus „St. Josef“ wird eröffnet. Es wird von den Borromäerinnen betreut. 13. September: Einweihung der Aula des Stiftischen Gymnasiums, die der Stadt mit 491 Klappsesseln auch als Theatersaal dienen soll. 7. Oktober: Eröffnung des Hotels Union am Friedrich-Ebert-Platz. 28. Oktober: König Baudouin und Königin Fabiola von Belgien besuchen zum ersten Mal Düren.

1954 Einweihung des wiederaufgebauten Kreishauses. Grundsteinlegung für die Stadthalle. 4. April: Einweihung der Christuskirche der evangelischen Gemeinde, Schenkelstraße. 30. April: Die Kreisbahnlinie (Straßenbahn) Rölsdorf-Gürzenich-Rölsdorf-Lendersdorf wird stillgelegt und auf Busse (Linien 2 und 3) umgestellt. 4. Juni: Einweihung des Gebäudes der Städtischen Sparkasse am Markt auf dem Grundstück des zerstörten Rathauses und weiterer Grundstücke. 4. Juli: Viele Dürener hören an ihren Radios, wie Deutschland in Bern zum ersten Mal Fußball-Weltmeister wird.

1955 Die Cellitinnen erbauen in der R.-v.-Scheven-Straße einen Kindergarten. 16. Januar: Grundsteinlegung für den Neubau der Annakirche. 2. Oktober: Der erste Bauabschnitt der Siedlung „Am Muttergotteshäuschen“ in der August-Lüdenbach-Straße wird bezugsfertig. 21. November: Grundsteinlegung für das Handelsschulgebäude in der Zülpicher Straße. 3. Dezember: Die Stadthalle in der Bismarckstraße wird mit einem Festakt eingeweiht.

1956 Der Kaufhof wird um ein Geschoss aufgestockt. Die Missionare von der hl. Familie erwerben die Villa Paul Kappler in der Bonner Straße 34. 13. März: Am Haus Josef-Schregel-Straße 46 wird die Gedenktafel für den Heimatdichter Josef Schregel enthüllt. 10. Mai: Nach einem Besuch in Aachen fährt der englische Premierminister Winston Churchill auch durch die Dürener Innenstadt. 7. und 8. Juli: Einweihung der St. Annakirche in der Oberstraße. 17. Oktober: Grundsteinlegung für das neue Rathaus auf dem Kaiserplatz. Dezember: Am Westabhang des Fuchsberges wird ein Stück einer römischen Wasserleitung entdeckt.

1957 25. Januar: Inbetriebnahme des städtischen Wasserwerks in Obermaubach. 8. März: Richtfest des Rathausneubaues am Kaiserplatz. 11. März: Erster Spatenstich zum Bau des Schwestern- und Altersheims der Cellitinnen in der Rütger-von-Scheven-Straße. 3. September: Einweihung des Handelsschulgebäudes in der Zülpicher Straße. 11. Oktober: Der Aachener Bischof Johannes Pohlschneider weiht die neue Mariensäule auf dem Marktplatz ein. Oktober: Beseitigung der Ruine des Wasserturmes auf dem Fr.-Ebert-Platz (gesprengt am 24. Februar 1945).

1958 Bau des Altenheimes Rita-Stift durch die Cellitinnen in der R.-v.-Scheven-Straße. 2. März: Abriss der alten Nikolauskirche in Rölsdorf, Monschauer Straße, wegen Baufälligkeit. 30. April: Die Beseitigung der Trümmer (Entschuttung) nach dem Bombenangriff vom 16. November 1944 wird offiziell für beendet erklärt. 12. Juni: Oberbürgermeister Heinrich Spiess und Oberstadtdirektor Hans Brückmann nehmen am Stapellauf des Minensuchbootes Düren teil. 15. September: Durch Beschluss des Werksausschusses der Stadt Düren übernehmen die Stadtwerke die Betreuung des Hallenbades in der Bismarckstraße. 18. September: Die Rathausuhr wird montiert. Das Zifferblatt wiegt 15 Zentner. 28. September: Einweihung des ersten Hallenbades in der Bismarckstraße, später City-Bad (Abriss Mai 1998). 15. Dezember: In Block 1 der Riemann-Kaserne wird der Kindergarten St. Michael eröffnet.

1959 9. Januar: Einweihung des neuen Rathauses am Kaiserplatz 22. April: In Cuxhaven wird ein Minensuchboot in Dienst gestellt, welches den Namen DÜREN erhält. 30./31. Mai: Die erste offizielle Delegation aus Valenciennes in Frankreich, besucht die Stadt. 28. Oktober: Der belgische König Baudouin I. besucht die Garnison Düren.

1960 Bau der Hochhäuser Nr. 1 bis 3 am Miesheimer Weg. 1. Januar: Die Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft (DEG) in Frankfurt übernimmt die Betriebsführung der Kreisbahnstrecke nach Nörvenich – Zülpich von der Dürener Kreisbahn. Gleichzeitig wird auf der Straßenbahnlinie Nörvenich – Bessenich der Personenverkehr stillgelegt.

1961 28. April: Die belgische Königin Fabiola besucht Düren. September: Baubeginn des Mädchengymnasiums, heute Rurtalgymnasium, in der Bismarckstraße. 26. Oktober: Eröffnung der Woolworth-Filiale Ecke Wirtelstraße/Kölnstraße.

1962 Der am 31. März 1939 geborene Karl-Heinz Schnellinger wird Fußballer des Jahres 1962. Er hatte bei der SG Düren 99 gespielt, dann beim 1. FC Köln, später in Italien und stand mehrfach in der WM-Elf. Umzug des naturwissenschaftlichen Gymnasiums von der Ecke August-Klotz-Straße/Tivolistraße (später Musikschule) zur Hans-Brückmann-Straße, jetzt Wirteltorgymnasium. Am 16. November, dem Jahrestag der Zerstörung Dürens, wird vor dem Rathaus die von Adolf Wamper geschaffene Skulptur „Flammender Engel“ eingeweiht.

1963 Bau der Hochhäuser Nr. 4 und 5 am Miesheimer Weg. 11. März: Baubeginn des Glockenturmes der Annakirche. 25. März: Die Kreisvereinigung Düren der „Lebenshilfe für geistig Behinderte e.V.“ wird gegründet. 30. April: Die letzte Straßenbahn im Personenverkehr in Düren fährt vom Kaiserplatz nach Nörvenich. 1. Dezember: Es erfolgt die Umpfarrung der zur Pfarre St. Michael Lendersdorf gehörenden Teile der beiden großen Siedlungen in die Nikolauspfarre. So wurde die Stadtgrenze auch Pfarrgrenze.

1964 Die Dürener Eisenbahn AG stellt den gesamten Personenverkehr auf Busse um. Erstes internationales Fechtturnier in Düren. 27. Januar: Einweihung des neuen Kindergartens der Pfarre St. Bonifatius am neuen Friedhof in der verlängerten Friedensstraße. April: Fertigstellung des Glockenturmes der Anna-Kirche mit Glockenspiel. 9. April: Die neue Josefschule in der Dechant-Bohnekamp-Straße wird bezogen. 10. Mai: Beginn der Städtepartnerschaft Dürens mit Valenciennes in Nordfrankreich. 10. Juli: Lieferung der vier großen Glocken für die Annakirche. 27. November: Das neue Schulgebäude des Städtischen Mädchengymnasiums an der Bismarckstraße wird eingeweiht.

1965 Aus einer Unterabteilung des Dürener Turnvereins gründet der Sportlehrer Bernd Malzbender den ersten Dürener Volleyballverein, heute „SWD Powervolleys Düren“. Baubeginn des Neubaus der Stadtwerke in der Arnoldsweilerstraße, vorher in der jetzigen Fritz-Erler-Straße, Fertigstellung 1968. 1. Januar: Inkrafttreten des Abnahmevertrages mit der Fa. Thyssen-Gas über die Lieferung von Erdgas. April: Die ersten Parkuhren in Düren werden in der Bismarckstraße und in der Kölnstraße aufgestellt. 22. März: Der Deutsche Gewerkschaftsbund beginnt in der Kämergasse mit dem Bau eines eigenen Bürohauses (Einweihung 27. Januar 1966). 21. Dezember: Einweihung der Kirche Sankt Peter Julian in der Kölnstraße (abgerissen im Juni 2003).

1966 Baubeginn für das neue Gebäude der Amtsverwaltung Birgel an der Monschauer Straße in Rölsdorf. Das Amt Birgel bestand damals aus den Gemeinden Gürzenich, Birgel und Lendersdorf-Krauthausen und Berzbuir-Kufferath. Der Schuljahresbeginn wurde durch zwei Kurzschuljahre verlegt. Das Schuljahr 1966 begann am 1. April und endete am 30. November. Das Schuljahr 1966/67 begann am 1. Dezember und endete am 31. Juli 1967. Seitdem wurde nicht mehr Ostern versetzt, sondern vor den Sommerferien. 1. Januar: Die Pfarre St. Peter Julian in der Kölnstraße nimmt ihre Arbeit auf. 5. Mai: Der erste elektrische Zug auf der Strecke Köln-Aachen passiert Düren. 30. Juni: Die Dürener Eisenbahn AG (1.000 mm Spurweite) stellt den Betrieb ein. Errichtung der Kreisrealschulen am Bretzelnweg und in Kreuzau. 17. Mai: Grundsteinlegung Ford-Werke Düren, später VISTEON, dann TEDRIVE und später NEAPCO. Das Baugrundstück war 326.000 m² groß. Später wurde das Werk erweitert.

1967 1. August: Für alle Kinder, die nach diesem Tag eingeschult wurden, endete die normale Schulzeit jetzt mit dem 9. Schuljahr. 8. Oktober: Das Franziskaner-Gymnasium in Vossenack wird eingeweiht. 28. November: Der Veldener Hof in der verlängerten Malteserstraße wird abgerissen. Dort stand früher das ehem. Johanniter-Kloster (Malteser-Kloster).

1968 Die Kreisbahn stellt den Güterverkehr zwischen Düren und Nörvenich ein. Gründung des „Abwasserverbandes Rur“. 6. Januar: Erste Umstellung auf Erdgas innerhalb der Stadt Düren. 9. Mai: Einweihung des Gebäudes der Stadtwerke Düren in der Arnoldsweilerstraße. 27. April: In Düren findet die XXIII. Billard-Weltmeisterschaft statt. Das Dürener Kino Germania in der Wirtelstraße schließt. 22. Juli: Produktionsbeginn der Ford-Werke Düren. 24. August: Schüler demonstrieren auf dem Rathausvorplatz gegen den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei. 1. August: Aus den Volksschulen werden jetzt Grundschulen und Hauptschulen.

1969 Die neue Teichbrücke auf der Monschauer Straße wird dem Verkehr übergeben. 1. Januar: Die Dürener Kreisbahn übernimmt den Omnibus-Personenverkehr der Dürener Eisenbahn AG.