zentriert|350px|Solidus des Libius Severus Libius Severus wird von Heermeister Ricimer als weströmischer Kaiser eingesetzt. 461 in anderen Kalendern Äthiopischer Kalender 453/454 Buddhistische Zeitrechnung 1004/05 (südlicher Buddhismus); 1003/04 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 52. (53.) Zyklus Jahr des Metall-Büffels 辛丑 (am Beginn des Jahres Metall-Ratte 庚子) Jüdischer Kalender 4221/22 (20./21. September) Koptischer Kalender 177/178 Römischer Kalender ab urbe condita MCCXIV (1214) Ära Diokletians: 177/178 (Jahreswechsel November) Seleukidische Ära Babylon: 771/772 (Jahreswechsel April) Syrien: 772/773 (Jahreswechsel Oktober) Spanische Ära 499 Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 517/518 (Jahreswechsel April)

Ereignisse Politik und Weltgeschehen

Ende Juli: Der weströmische Kaiser Majorian, der sich nach der Niederlage bei Cartagena für einige Zeit nach Gallien zurückgezogen und in Arelate residiert hat, bricht schließlich doch nach Rom auf. Da er offensichtlich keine Schwierigkeiten erwartet, entlässt er sein Heer, bevor er Italien betritt. 2. August: Majorian wird – wohl aufgrund seines allzu selbstständigen Handelns – durch seinen bisherigen Partner und Magister militum Ricimer abgesetzt und von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Am 7. August wird er grausam hingerichtet. Auslöser für Ricimers Putsch war wohl die Vernichtung der römischen Flotte in der Schlacht bei Cartagena im Vorjahr und der Versuch Majorians, mit den Vandalen unter Geiserich Waffenstillstandsverhandlungen aufzunehmen. Ricimer setzt Libius Severus als neuen Kaiser ein, der jedoch weder vom oströmischen Kaiser Leo I. noch von den Heermeistern in Gallien und Dalmatien, Aegidius und Marcellinus, anerkannt wird. Marcellinus errichtet eine unabhängige Herrschaft in Dalmatia, die von Libius Severus zwar nicht anerkannt, jedoch von Leo I. gestützt wird. Aegidius, der mit Majorian befreundet war, sagt sich von Rom los und gründet in seinem Einflussbereich im Norden Galliens das Reich von Soissons. Kurzzeitig plant er sogar die Invasion Italiens, woraufhin Ricimer Agrippinus als gallischen Heermeister einsetzt. Dieser übergibt die Stadt Narbo an die Westgoten, die dafür gegen Aegidius vorgehen sollen.

Lyon fällt in die Hände der Burgunden; damit ist auch die direkte Verbindung der Römer zu ihrem nordgallischen Besitz bedroht, der von Aegidius gehalten wird.

Religion

17. November: Hilarius wird als Nachfolger von Leo I. eine Woche nach dessen Tod zum Papst gewählt und am 19. November geweiht. Als Papst setzt er die Politik seines Vorgängers fort, indem er die Herrschaft des römischen Episkopats über das südliche Gallien fordert. Konzil von Tours Mamertus wird Erzbischof von Vienne.

Gestorben

Todesdatum gesichert

7. August: Flavius Iulius Valerius Maiorianus, Kaiser des Weströmischen Reichs 10. November: Leo der Große, Bischof von Rom (* um 400)

Gestorben um 461

17. März 461 oder 493: Patrick von Irland, Missionar und Nationalheiliger von Irland und Island (* um 389) 457/461: Palladius, Missionsbischof für Irland

Weblinks