Honsdorf ist ein Ortsteil von Geilenkirchen im Kreis Heinsberg im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Geographie Lage Honsdorf liegt nordöstlich der Kernstadt Geilenkirchens an der nördlichen Stadtgrenze am Rande des Wurmtales unterhalb eines Terrassenhanges.

Gewässer mini|Das Beeckfließ in Honsdorf, im Hintergrund Haus Honsdorf

Durch Honsdorf verläuft das Beeckfließ (GEWKZ 28286). Das Beeckfließ diente vor Schließung der Zeche auch als Gruben- und Brauchwasserkanal der ehemaligen Grube Carl Alexander in Baesweiler. Es durchfließt die Ortschaften Floverich, Apweiler, Beeck, Leiffarth und Honsdorf und mündet nach 13,3 km unterhalb von Honsdorf in die Wurm. Vor Beeck nimmt das Beeckfließ das Wasser vom Gereonsweiler Fließ auf. Hinter Beeck fließt das Wasser vom Immendorfer Fließ hinzu.

Nachbarorte

Siedlungsform Honsdorf ist ein locker bebauter Weiler. Die in Resten noch vorhandene frühere Wasserburg Haus Honsdorf zeigt sich heute als größerer Bauernhof am nordwestlichen Rand der Ortslage.

Geschichte mini|Zeichnung der heute nur noch in Resten vorhandenen Wasserburg in Honsdorf (aus dem Bildbestand des ehemaligen Schlosses Harff) mini|Honsdorf auf der Tranchotkarte, 1803–1820

Ortsname 1170 (de) Hundestorp 1244 (de) Hunzthorpe 1451 Honssdorp 1540 Honxstrop 1666 Honstorp

Ortsgeschichte In früherer Zeit gehörte Honsdorf zum Jülicher Amt Randerath. Die Burg zu Honsdorf war ein Randerather Lehen. Siehe zur Ortsgeschichte auch den Artikel über das Haus Honsdorf selbst.

Honsdorf hatte 1828, zugehörig zur Bürgermeisterei Würm insgesamt 103 Einwohner. 1852 waren es 246 Einwohner und der Ort gehörte weiterhin zur Bürgermeisterei Würm und damit zum Amt Immendorf-Würm. Im Zuge der Gebietsreform wurde zum 1. Januar 1972 das Amt Immendorf-Würm aufgelöst. Rechtsnachfolger ist nach § 29 des Aachen-Gesetzes die Stadt Geilenkirchen.

Kirchengeschichte Honsdorf bildet mit den Orten Beeck Flahstraß, Müllendorf, Kleinsiersdorf, Leiffarth, Thomashof und Würm die Pfarre Würm. Die Bevölkerung besteht zum größten Teil aus Katholiken.

Die Mutterkirche von Würm wird in einer Urkunde des Bischofs Werner von Münster aus dem Jahre 1137 benannt. Die erste Erwähnung der Kirche zu „Würm“ findet sich 1308 im liber valoris, dem Werte-Buch der Kirchen der Diözese Köln. Im 15. Jahrhundert wurde eine dreischiffige Backsteinkirche gebaut. Durch Kriegseinwirkungen wurde diese am 18. November 1944 gesprengt und größtenteils zerstört. Am 19. August 1951 wurde der Grundstein für einen Kirchenneubau gelegt, der am 1. Mai 1953 eingeweiht wurde.

Die Kirche St. Gereon der gleichnamigen Pfarrei gehörte zur Gemeinschaft der Gemeinden St. Bonifatius, Geilenkirchen in der Region Heinsberg des Bistums Aachen in der alle 11 Pfarreien des Stadtgebietes zusammengefasst waren. Seit Januar 2025 bilden diese 11 Pfarreien den Pastoralen Raum Geilenkirchen, einen von insgesamt 44 Räumen im Bistum Aachen. Pastoraler Raum im Bistum Aachen

Politik Der Ort ist gemäß der Hauptsatzung der Stadt Geilenkirchen Teil des Geilenkirchener Stadtbezirks Würm, den es gemeinsam mit den Orten Leiffarth, Flahstraß, Müllendorf und Würm bildet. Der Stadtbezirk Würm mit derzeit (2012) 1568 Einwohnern (Würm, Leiffarth, Müllendorf, Honsdorf, Flahstraß) wird durch einen Ortsvorsteher im Stadtrat der Stadt Geilenkirchen vertreten.

Sehenswürdigkeiten Haus Honsdorf, Nebengebäude Haus Honsdorf, Pächterhaus Backhaus, hinter dem Wohnhaus Honsdorf Nr. 64

Infrastruktur Im November 2012 lebten in Honsdorf 129 Personen. In 500 m Entfernung tangiert ein Weg des Radverkehrsnetzes NRW den Ort.

Öffentlicher Nahverkehr Honsdorf ist an Schultagen mit einzelnen Fahrten der Buslinie 494 der WestVerkehr an das ÖPNV-Netz des Aachener Verkehrsverbundes angeschlossen. Abends und am Wochenende kann der Multi-Bus angefordert werden.

Linie Verlauf

Vereine Förderverein der Ortsvereine Würm e. V. Katholische Frauengemeinschaft der Pfarre Würm Freiwillige Feuerwehr Geilenkirchen, Löschgruppe Würm, auch zuständig für Honsdorf

Straßennamen In Honsdorf gibt es keine Straßennamen. Anstelle des Straßennamens tritt in der postalischen Anschrift der Ortsname Honsdorf und die Hausnummer.

Literatur Bischöflichen Generalvikariat Aachen (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Auflage. Kühlen, Mönchengladbach 1994, ISBN 3-87448-172-7, S. 720–721. Leo Gillessen: Die Ortschaften des Kreises Heinsberg. Ihre Namen, Topographie und Geschichte (= Schriftenreihe des Kreises Heinsberg. Band 7). Kreis Heinsberg, Heinsberg 1994, ISBN 3-925620-13-3, S. 131.

Weblinks

Website der Stadt Geilenkirchen Denkmale in der Stadt Geilenkirchen Kirchen und Kapellen in der Stadt Geilenkirchen

Einzelnachweise Angabe gem. Deutscher Grundkarte 1:5000

Gewässerverzeichnis im Excel-Format vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz. Nicolai, Berlin und Stettin 1830, S. 769 (Digitalisat). (PDF; 5 MB) Karte Multibusbetrieb im Kreis Heinsberg (PDF; 1,7 MB)

Kategorie:Ort im Kreis Heinsberg Kategorie:Stadtteil von Geilenkirchen