__NOTOC__ hochkant=0.3|rahmenlos|rechts Liste der Baudenkmäler in Donauwörth:
Kernstadt • Stadtbefestigung
Weitere Ortsteile:
Auchsesheim • Berg • Felsheim • Nordheim • Ramhof • Riedlingen • Schäfstall • Schöttle • Schwarzenberg • Schweizerhof • Walbach • Wörnitzstein • Zirgesheim • Zusum
Ensembles Ensemble Reichsstraße miniatur|250px Die beidseitige Bebauung entlang der Reichsstraße als eine der frühen und bedeutendsten Leistungen des Wiederaufbaus in Bayern bildet ein Ensemble. Am 11. und 19. April 1945 war die Innenstadt Donauwörths bei zwei Luftangriffen zu fast drei Vierteln zerstört worden. Der Schwerpunkt des Wiederaufbaus galt der Reichsstraße als städtebauliche Hauptachse und Zentrum des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens der Stadt Donauwörth. Die Anlage des sich nach Nordwesten aufweitenden einstigen Straßenmarkts der Stauferzeit war bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts gesäumt von prächtigen, überwiegend giebelständigen Gebäuden des 15. bis 19. Jahrhunderts. Bei den Kriegszerstörungen besonders stark betroffen war der Stadtkern: Neben dem Rathaus (Rathausgasse 1), dem beschädigten Fuggerhaus (Pflegstraße 2) und der ebenfalls beschädigten kath. Stadtpfarrkirche (Münsterplatz 1) war lediglich eine kleine Anzahl an Bürgerhäusern erhalten geblieben. Im Abschnitt zwischen Stadtpfarrkirche und Stadtkommandantenhaus (Reichsstraße 32) waren besonders drastische Schäden zu verzeichnen. Der Wiederaufbau erfolgte ab 1946 auf Grundlage der Planung des neu gegründeten Aufbaubüros unter der Leitung der Architekten Georg Aubele und Wilhelm Kleinmaier. Die vorkriegszeitliche grundlegende Disposition der Reichsstraße als gewachsene Stadtstruktur mit dem ansteigenden und gekrümmten Straßenverlauf wie auch der beidseitigen Aneinanderreihung der schmalen, giebelständigen, sich rückwärtig in die Tiefe entwickelnden Anwesen und Hofstätten sollte beibehalten werden, um den Charakter des Straßenmarktes wiederherzustellen. Die Begrenzung des Ensembles ergibt sich somit aus der konzeptionellen und gestalterischen Einheit des Straßenbildes dieses wiederaufgebauten Straßenzuges. Zugunsten einer optimierten Nutzung und der weitgehenden Verbesserung der hygienischen, verkehrs- und bautechnischen Verhältnisse wurden die vorhergehenden Grundstücksgrenzen weitgehend aufgegeben; im Durchschnitt wurde eine Gebäudebreite von 9 Metern angestrebt. Um eine tiefere Ausnutzung der weiterhin schmalen Grundstücke zu gewährleisten, wurden einige zuvor traufständige Bauten durch giebelständige Gebäude ersetzt. Auch wurden etwa Querstraßen verbreitert, um bessere Verkehrsbedingungen zu schaffen. Nicht während des Krieges zerstörte Gebäude wurden in das wiederaufgebaute Straßenbild miteinbezogen. Von einer strengen Rekonstruktion der zerstörten Fassaden wurde abgesehen. Es galt, das Wesen der zerstörten Bebauung bzw. den harmonischen Kleinstadtcharakter auch mittels Elementen wie Ziergiebeln oder Erkern in einer schlichten Ausformulierung nachzuempfinden und dabei die örtliche bauhandwerkliche Tradition fortzusetzen. Im Ergebnis ist das Gesamtbild des Straßenzuges mit den beidseits der Straße errichteten, überwiegend giebelständigen und zwei- oder dreigeschossigen Putzbauten mit Satteldächern dabei weniger facettenreich als vor der Kriegszerstörung. Anfang der 1950er Jahre waren bereits zahlreiche Grundstücke neu bebaut. Öffentliche Bauten, wie das schwer beschädigte Rathaus, wurden im Zuge des Wiederaufbaus ebenfalls den Ansprüchen der Zeit entsprechend modernisiert. Profanes Herzstück der einst den Straßenzug säumenden Anwesen ist seit jeher das stattliche sogenannte Tanzhaus, das ursprünglich um 1400 als städtisches Kaufhaus errichtet wurde. Mit der Fertigstellung dessen Wiederaufbaus nach Plänen des Architekten Hans Fill im Zeitraum 1973–75 war rund 30 Jahre nach Beginn des Wiederaufbaus die letzte Baulücke an der Reichsstraße geschlossen worden. Besonders markant prägen das Straßenbild neben dem Tanzhaus die Stadtpfarrkirche Zu unserer Lieben Frau sowie die beiden, den Straßenzug abschließenden Bauten: Den Abschluss des unteren, südöstlichen Endes bildet das Rathaus, von hier aus nach Nordwesten ansteigend verbreitert sich der Straßenzug stetig bis zur 1444–67 errichteten Stadtpfarrkirche und setzt sich in einer leichten Krümmung bis zum hochaufragenden Fuggerhaus fort, das wiederum den oberen, nordwestlichen Abschluss der Reichsstraße bildet. Aktennummer: E-7-79-131-1.
Stadtbefestigung Große und hohe Teile der ehemaligen Ummauerung sind vor allem auf der West- und Ostseite der Altstadt erhalten. Die Stadtmauer entstammt dem 15. Jahrhundert und war ursprünglich mit gedeckten Wehrgängen und Schießscharten versehen. Von den fünf größeren und zwei kleineren Toren sind zwei erhalten: Inneres Wörnitztor, jetzt Rieder Tor (Spitalstraße 11), im Kern mittelalterlich, 1810 neu aufgebaut mit zwei Rundtürmchen und Walmdach, 1946 erneuert; Färbertor (Kugelplatz 24), dreigeschossiger Turm mit leicht vorkragendem Obergeschoss aus verputztem Fachwerk, Satteldach mit Schopfwalmen, 2. Hälfte 15. Jahrhundert.
Aktennummer: D-7-79-131-1
Beginnend im Norden gibt es im Uhrzeigersinn folgende erhaltene Teile der Stadtmauer.
Baudenkmäler nach Gemeindeteilen Donauwörth
Auchsesheim
Berg
Felsheim
Nordheim
Ramhof
Riedlingen
Schäfstall
Schöttle
Schwarzenberg
Schweizerhof
Walbach
Wörnitzstein
Zirgesheim
Zusum
Ehemalige Baudenkmäler
Abgegangene Baudenkmäler
Siehe auch Liste der Bodendenkmäler in Donauwörth
Anmerkungen
Einzelnachweise
Literatur Georg Lill (Hrsg.), Adam Horn (Bearbeiter): Die Kunstdenkmäler von Bayern. Landkreis Donauwörth. In der Reihe: Die Kunstdenkmäler von Bayern. Die Kunstdenkmäler von Schwaben. Band III. Landkreis Donauwörth. R. Oldenbourg Verlag, München 1951.
Weblinks
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