mini|Armin B. Cremers, vor 2017 Armin Bernd Cremers (* 7. Juni 1946 in Eisenach) ist ein deutscher Mathematiker und Informatiker.

Leben und Wirken Armin B. Cremers studierte an der Universität Karlsruhe Mathematik, Physik und Operations Research. Nach Abschluss des Studiums als Diplom-Mathematiker 1971 und der Promotion zum Dr. rer. nat. 1972 habilitierte er sich 1974 in Karlsruhe für Informatik. 1973 folgte er einer Einladung von Seymour Ginsburg an die University of Southern California (USC), Los Angeles, wo er bis 1976 als Assistant Professor wirkte. Mit Ginsburg entwickelte er Grammar Forms (Grammatikformen), einen neuen, 1974 publizierten Formalismus für grammatikalische Familien.

Im Jahr 1976 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde als Professor für Informatik auf den Lehrstuhl für Informationssysteme der Universität Dortmund berufen. Dort lehrte er bis 1990. Gleichzeitig war er als Gastprofessor weiterhin an der USC tätig, wo er gemeinsam mit Thomas N. Hibbard das sich mit Datenräumen befassende Projekt Data Spaces: Theory and Applications leitete. Über die damit möglichen Datenraum-Maschinen wurde 1978 berichtet.

An der Universität Dortmund war Cremers Dekan des Fachbereichs Informatik sowie seit Anfang 1985 Prorektor für Forschung und in dieser Position mit zuständig für den Aufbau des Technologiezentrums Dortmund. Er war Initiator und Sprecher des Zentrums für Expertensysteme Dortmund sowie des NRW-Forschungsverbundes Künstliche Intelligenz. Einen Ruf zur Rückkehr nach Los Angeles lehnte er ab. Von 1988 bis 1996 war Cremers Mitglied des Aufsichtsrates der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD).

Seit 1990 ist er Professor für Informatik an der Universität Bonn. Von Bonn aus hat er grundlegende Beiträge zur Künstlichen Intelligenz und Robotik (mit Wolfram Burgard, Dieter Fox und Sebastian Thrun) sowie zur Entwicklung des Software Engineering, insbesondere im Bauwesen, und der Informationssysteme, insbesondere in den Geowissenschaften, geleistet. Mit Matthias Jarke gründete er 2002 das Bonn-Aachen International Center for Information Technology (B-IT) und leitete dieses als wissenschaftlicher Direktor seitens der Universität Bonn bis Juli 2014Bonn-Aachen International Center for Information Technology (B-IT). Abgerufen am 8. Dezember 2014.. Von 2004 bis 2008 war Cremers Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und von April 2009 bis Juli 2014 Prorektor für Planung und Finanzen. Abgerufen am 27. Januar 2019. Er ist Mitglied mehrerer KuratorienKuratorium. Universität des Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS). Abgerufen am 6. Juni 2012. und Beiräte. Webseite des Deutschen Referenzzentrums für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE). Abgerufen am 6. Juni 2012. sowie Vorsitzender des Hochschulrates der Universität Koblenz-Landau.. Webseite der Universität Koblenz-Landau. Abgerufen am 6. Juni 2012.

Armin B. Cremers ist evangelisch, seit 1973 verheiratet mit Sylvia Cremers, geborener Schultz. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

Veröffentlichungen (Auswahl) mit Seymour Ginsburg: Context-Free Grammar Forms. In: Journal of Computer and System Sciences. 11, 1975. mit Thomas N. Hibbard: Formal Modelling of Virtual Machines. IEEE Transactions Software Engineering. 1978.

Literatur Cremers, Armin B. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 197.

Weblinks

Homepage von Armin B. Cremers Armin Cremers im Mathematics Genealogy Project (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Person (Künstliche Intelligenz) Kategorie:Informatiker Kategorie:Prorektor einer Universität in Deutschland Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Dortmund) Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1946 Kategorie:Mann