Deutscher Michel war der Titel eines judenfeindlichen Satireblattes.

Die Zeitung war illustriert und erschien vom 3. März 1895 bis 1902 wöchentlich im Verlag W. Pauli’s Nachfolger (H. Jeroch) in Leipzig. Herausgeber war Richard Nordhausen.Gustav Dahms (Herausgeber): Das Litterarische Berlin Berlin ohne Jahr, Taendler (1895), S. 164. Zu den ständigen komischen Figuren des Blattes gehören Tarquinius, Gustav Pustekohl, Proteus, Eberhard Treubier, Jochen Knaak u. a. Die Zeichnungen fertigte A. Krüger. Verantwortlicher Redakteur war Karl Kern. Das Blatt bekämpfte in Wort und Bild „die Auswüchse des Börsenjobbertums“ und nahm sich besonders des Mittelstandes an. Nach Nordhausen war Moritz von Reymondbiographien.ac.at: Reymond, Moritz von (1833–1919), Schriftsteller und Journalist Abgerufen am 7. Juni 2012 Herausgeber, der schon den antisemitischen Schalk redigiert hatte.Ursula E. Koch: Der Teufel in Berlin. Leske, Köln 1991, S. 726Joachim Kirchner (Hrsg.): Bibliographie der Zeitschriften des deutschen Sprachgebietes bis 1900. Hiersemann, Stuttgart 1975, Band III, S. 560, Nr. 23 825 Der Schriftsteller Gustav Dahms bezeichnete den Deutschen Michel als antisemitisches Blatt.Gustav Dahms: Das Litterarische Berlin. Taendler Berlin 1895, S. 164.

Einzelnachweise

Kategorie:Publikumszeitschrift (Deutschland) Kategorie:Antiquarische Zeitschrift (Leipzig) Kategorie:Deutschsprachige Wochenzeitschrift Kategorie:Satirezeitschrift (Deutschland) Kategorie:Ersterscheinen 1895 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1902