Der Sport-Verein „Werder“ von 1899 e. V., bekannt als SV Werder, SV Werder Bremen oder Werder Bremen ist ein Sportverein aus Bremen. Die erste Fußballmannschaft der Frauen spielt seit dem Aufstieg im Jahre 2020 in der Bundesliga. Zuvor spielte das Team für ein Jahr in der 2. Bundesliga.
Geschichte Anfänge in den 1970er Jahren Ein Anfang der 1970er Jahre gegründetes Frauenteam, das 1974 in der Endrunde zur ersten Deutschen Meisterschaft mitgespielt hatte, war nach wenigen Jahren wieder aufgelöst worden.
2007 bis 2009: Neugründung und Durchmarsch in 2. Liga Erst Anfang des Jahres 2007 reetablierte der SV Werder eine Frauenabteilung, nachdem der Bremer Fußball-Verband den Sportverein im Herbst 2006 gebeten hatte, diese zu gründen, um die Abwanderung von talentierten Spielerinnen ins niedersächsische Umland einzudämmen. Zuvor hatte es der Verein stets abgelehnt, erneut eine eigenständige Frauenfußballabteilung zu betreiben und dies mit dem Platzmangel auf dem Gelände der Pauliner Marsch gerechtfertigt.
In der Saison 2007/08 haben ein Frauen- und ein B-Juniorinnen/U17-Team den Spielbetrieb aufgenommen. Sowohl die Mädchen- als auch die Frauenmannschaft wurden in Zusammenarbeit mit dem Bremer Fußballverband aus den leistungsstärksten Spielerinnen aus Bremen und Umgebung gebildet. Über 300 Spielerinnen hatten sich um einen Platz in den Kadern beworben. Am 8. Mai 2007 wurden die zwei Teams dann der Presse vorgestellt. Zur Frauenmannschaft gehörten Britta und Lara Möhlmann sowie Eva-Marlen Votava, die Töchter der ehemaligen Werder-Profis Benno Möhlmann und Mirko Votava. Trainiert wurde die Frauenmannschaft in dieser Saison von Frank Schwalenberg, der bereits beim FSV Frankfurt eine Bundesligamannschaft gecoacht hatte. Mit der Zielsetzung binnen vier Jahren in die 2. Bundesliga aufzusteigen war die Frauenmannschaft in der Verbandsliga Bremen gestartet. Die beiden Auswahlteams spielten zu Beginn noch auf dem Gelände der Universität Bremen.Mittlerweile werden die Heimspiele auf dem Vereinsgelände (Platz 12) ausgetragen. In der ersten Saison konnten die Spielerinnen alle Saisonspiele gewinnen und wiesen ein Torverhältnis von 162:0 auf.
In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord traf man auf den Niendorfer TSV (Hamburg) (2:1) sowie den Ratzeburger SV (Schleswig-Holstein) (1:1) und qualifizierte sich, begünstigt durch einen Sieg des Ratzeburger SV über den Niendorfer TSV, für die höhere Liga. In der folgenden Regionalligasaison 2008/09 lieferte sich die Werderelf ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem BV Cloppenburg, welches die Bremerinnen mit einem Punkt Vorsprung für sich entscheiden konnten, und schafften somit binnen zwei Jahren den Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der ersten Runde des DFB-Pokals gelang den Bremer Spielerinnen ein überraschender 2:1-Sieg gegen den Zweitligisten Blau-Weiß Hohen Neuendorf, sie unterlagen jedoch in der zweiten Runde dem FCR 2001 Duisburg mit 1:10.
2009 bis 2014: Feste Größe in der 2. Bundesliga Der Aufstieg in die 2. Bundesliga hielt einige Herausforderungen bereit, weshalb sich der sportliche und organisatorische Bereich neu aufstellen musste. Mit Lisa-Marie Scholz, Maren Wallenhorst, Lea Notthoff und Maria Doll konnte man vier erfahrene Zweitliga-Spielerinnen gewinnen. Weiterhin sorgte die Verpflichtung der kenianischen Nationalspielerin Doreen Nabwire Omondi für mediale Aufmerksamkeit. Auch das Trainerteam bekam zur Winterpause Verstärkung. Holger Stemmann führte die Bremerinnen mit Cheftrainerin Birte Brüggemann am Ende auf den 7. Tabellenplatz. Im DFB-Pokal konnte sich die Mannschaft nach Siegen gegen ATS Buntentor (8:0) und Blau-Weiß Hohen Neuendorf (4:1) erstmals für das Achtelfinale qualifizieren, wo sie jedoch gegen den FSV Gütersloh 2009 mit 1:5 verloren.
In den folgenden drei Spielzeiten erreichte Werder jeweils den fünften Rang und konnte sich somit als Spitzenmannschaft etablieren. Im DFB-Pokal konnte man sich in dieser Zeit einmal für die 2. Runde und zweimal für das Achtelfinale qualifizieren. In der Saison 2013/14 erzielte man mit dem 3. Rang erneut einen neuen Spitzenwert und konnte sich auch im DFB-Pokal nach Siegen gegen 1. FFC Recklinghausen (14:1), 1. FC Lübars (2:1) und VfL Bochum (3:1) erstmals ins Viertelfinale durchschlagen, wo gegen den 1. FFC Frankfurt (0:8) jedoch Endstation war.
2014 bis 2020: Pendeln zwischen 1. und 2. Bundesliga Nach dem frühen Ausscheiden im DFB-Pokal in der 2. Runde gegen den Erstligisten SGS Essen (1:5), lief die Saison 2014/15 umso erfolgreicher. Da der 1. FC Lübars keinen Lizenzantrag für die Bundesliga gestellt hatte und der 1. FFC Turbine Potsdam II für die Bundesliga nicht spielberechtigt ist, konnte sich Werder bereits am vorletzten Spieltag – zu dieser Zeit auf Platz 2 stehend – erstmals für die erste Liga qualifizieren.
Mit dem Aufstieg einher kam die Ablösung der Trainerin Chadia Freyhat, da die 1. Bundesliga einen hauptamtlichen Trainerposten vorsieht. Berufssoldatin Freyhat gab das Amt ab und wurde durch Steffen Rau abgelöst.
Der erste Bundesliga-Sieg konnte direkt am ersten Spieltag eingefahren werden. Gegen den Mitaufsteiger 1. FC Köln gewannen die Bremerinnen mit 6:2. Der Rest der Hinrunde lief jedoch weniger erfolgreich, wobei kein weiterer Sieg errungen werden konnte. Somit überwinterte Werder auf dem 11. Platz. Im DFB-Pokal erreichten die Bremerinnen das Viertelfinale, wo sie jedoch gegen den amtierenden Meister FC Bayern München in der Verlängerung mit 0:3 verloren. Bis zum Saisonende konnten noch zwei weitere Siege erzielt aber der 11. Tabellenplatz nicht mehr verlassen werden. Somit stieg die Mannschaft nach nur einer Saison wieder in die 2. Bundesliga ab. Nach dem Abstieg im Jahr 2016 gelang jedoch mit der Meisterschaft 2017 in der 2. Bundesliga der sofortige Wiederaufstieg, trennte sich aber vom Aufstiegstrainer Steffen Rau. Am 26. Juni 2017 gab man bekannt, dass die ehemalige Fußballspielerin des FC Bayern München Carmen Roth den vakanten Cheftrainerposten übernimmt.Roth wird Cheftrainerin bei Werder Bremen
In der Saison 2017/18 gelang den Bremerinnen als Tabellenzehnter erstmals der Klassenerhalt in der ersten Bundesliga. In der Folgesaison stand am Ende jedoch der abermalige Abstieg in die Zweitklassigkeit fest. Trainerin Carmen Roth wurde nach Saisonende durch Alexander Kluge ersetzt. Mit 12 Siegen und 4 Unentschieden gelang den Bremerinnen ungeschlagen der sofortige Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.
Seit 2020: Etablierung in der 1. Bundesliga Die Spielzeit 2020/21 stand ganz im Zeichen des Kampfes gegen den Abstieg. Am 1. April 2021 wurde Cheftrainer Alexander Kluge nach einer 2:3-Niederlage gegen den SV Meppen, sowie nur drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze, durch Thomas Horsch ersetzt. Horsch galt zunächst als Interimslösung, nach einem 9. Platz und dem geglückten Klassenerhalt durfte er jedoch weiter machen. In der darauffolgenden Spielzeit gelang den Bremerinnen abermals als Tabellenneunter der vorzeitige Klassenerhalt, obwohl die Mannschaft in 22 Spielen nur 9 Tore erzielte und damit die schlechteste Offensive der Liga bildete, neben den Absteigerinnen des FC Carl Zeiss Jena. Nach dem 8. Platz in der Saison 2022/23 erreichten die Bremerinnen 2023/24 mit dem 7. Platz ihre bisher beste Endplatzierung in der 1. Bundesliga.
In der Saison Saison 2024/25 gelang es den Werderanerinnen sich im Tabellenmittelfeld der Liga festzusetzen und frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern, wie in der Vorsaison wurde es am Ende der 7. Tabellenplatz und mit 29 Punkten konnte ein neuer Vereinsrekord aufgestellt werden. Im DFB-Pokal schafften es die Bremerinnen erstmals bis ins Finale vorzustoßen. Im Halbfinale gewann man beim Hamburger SV mit 3:1 nach Verlängerung. Das Nordderby wurde im ausverkauften Hamburger Volksparkstadion vor 57.000 Zuschauern ausgetragen, womit ein neuer Zuschauerrekord für ein Frauenfußballspiel im deutschen Vereinsfußball aufgestellt werden konnte. Das Finale am 1. Mai 2025 ging mit 2:4 gegen den FC Bayern München verloren. Am 1. April 2025 verkündete der SV Werder, dass Friederike Kromp Thomas Horsch zur Saison 2025/26 als Trainer ablösen wird. Horsch hatte bereits Mitte Februar verkündet, seinen zu Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen.
Spielerinnen und Trainer Kader der Saison 2026/27 Stand: 1. September 2026(Sortierung nach Trikotnummer)Kader 2026/27 auf werder.de
Tor Abwehr Mittelfeld Angriff 1 Vanessa Fischer 16 Thea Farwick 30 Sinem Özdemir 39 Mariella El Sherif 2 Chiara D’Angelo 3 Wiktoria Zieniewicz 4 Julia Magerl 5 Michelle Ulbrich 15 Michelle Weiß 19 Felicia Sträßer 21 Caroline Siems 32 Sarah Gutmann 33 Maria Penner 6 Marie Gmeineder 7 Lilli Purtscheller 14 Elena Mühlemann 23 Jenny Hipp 28 Juliane Wirtz 8 Mei Shimada 9 Medina Dešić 10 Tuana Mahmoud 11 Isabella Jaron 13 Luna Vanzeir 20 Lena Petermann 26 Sarah Ernst 31 Elena Dhont
Wechsel zur Saison 2026/27 Zugänge Abgänge Lilli Purtscheller (SGS Essen) Elena Mühlemann (FC Carl Zeiss Jena) Isabella Jaron (FC Carl Zeiss Jena) Thea Farwick (SV Meppen) Felicia Sträßer (FC Carl Zeiss Jena) Marie Gmeineder (FC Bayern München – Leihe) Luna Vanzeir (RSC Anderlecht) Julia Magerl (RB Leipzig) Mei Shimada (Urawa Red Diamonds) Wiktoria Zieniewicz (FC Basel) Elena Dhont (US Sassuolo Calcio) Jenny Hipp (1. FC Union Berlin) Mara Alber (FC Chelsea – Leihende) Amira Arfaoui (SC Freiburg) Larissa Mühlhaus (Eintracht Frankfurt) Saskia Matheis (1. FSV Mainz 05) Rieke Dieckmann (Racing Power FC) Ricarda Walkling (Borussia Dortmund) Sharon Beck (unbekannt) Michaela Brandenburg (Karriereende) Lara Schmidt (Borussia Dortmund) Maja Sternad (Bayer 04 Leverkusen) Verena Wieder (VfB Stuttgart) Hanna Németh (Newcastle United) Melina Kunkel (unbekannt) Amira Dahl (Eintracht Frankfurt II – Wechsel nach Leihe) Lina Hausicke (1. FC Union Berlin)
Wechsel während der Saison 2025/26 Zugänge Abgänge Mara Alber (FC Chelsea – Leihe) Sarah Ernst (FC Bayern München II) Sarah Gutmann (SKN St. Pölten) Kaylie Ronan (Como 1907) Reena Wichmann (VfB Stuttgart) Emőke Pápai (1. FC Nürnberg) Lina Száraz (1. FC Köln)
Trainerstab Funktion Nat. Name Funktion seit Cheftrainerin Friederike Kromp 2025 Co-Trainerin Michaela Specht 2025 Co-Trainer Sebastian Kmiec 2026 Torwarttrainer Hendrik Lemke 2024 Athletiktrainer Hannes Mühl 2025 Alvaro Chaparro 2026
Bekannte ehemalige Spielerinnen Doreen Nabwire Omondi Cindy König Maike Timmermann Manjou Wilde Marie-Louise Eta Pia-Sophie Wolter Giovanna Hoffmann Selina Cerci Nina Lührßen Sophie Weidauer Livia Peng Catalina Pérez Reena Wichmann Larissa Mühlhaus Maja Sternad Lina Hausicke
Das Team der 1970er
Trainer seit 2007 Name von bis Frank Schwalenberg 2007 2007 Birte Brüggemann 2007 2013 Chadia Freyhat 2013 2015 Steffen Rau 2015 2017 Carmen Roth 2017 2019 Alexander Kluge 2019 2021 Thomas Horsch 2021 2025 Friederike Kromp 2025
Erfolge DFB-Pokal-Finalist: 2025 Meister der 2. Bundesliga: 2017 (N), 2020 Aufstieg in die Bundesliga: 2015, 2017, 2020 Norddeutscher Meister: 2009 Bremer Meister: 1974, 2008, 2009, 2010, 2011 Bremer Pokalsieger: 2008, 2009, 2010
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