Der Östliche Wengenkopf ist ein hoher Berggipfel in den Allgäuer Alpen im deutschen Bundesland Bayern. Über den Gipfel führt der Hindelanger Klettersteig.

Lage und Umgebung Der in der Untergruppe Daumengruppe gelegene Gipfel erhebt sich in dem Bergkamm, der vom Nebelhorn () nach Nordosten zum Großen Daumen () zieht. Der westliche Bergnachbar ist der Westliche Wengenkopf (). Zwischen beiden Gipfel liegt die Scharte (), die Referenzpunkt für die Schartenhöhe des Östlichen Wengenkopfs ist.Bayerische Vermessungsverwaltung: . Abgerufen am 3. Juni 2012. Nach Nordosten, zum Großen Daumen hin, liegen noch die Zwiebelstränge. Der Gipfel liegt auf der Gemarkung von Oberstdorf.

Höhe Im Alpenvereinsführer Allgäuer Alpen aus dem Jahr 1985 wird die amtliche Höhenkote des Östlichen Wengenkopfs von als falsch geführt. Demnach wäre der Ostgipfel zwei Meter höher als der Westgipfel, also hoch.Ernst Zettler, Heinz Groth: Alpenvereinsführer – Allgäuer Alpen. 12., völlig neu bearbeitete Auflage. Bergverlag Rudolf Rother, München 1985, S. 153.

Namensherkunft Erstmals erwähnt wurde 1774 bei Peter Anichs Atlas Tyrolensis ein Wenger Kopf B. Namensgebend war die Alpe Wengen, deren Weidegebiet südlich des Berges liegt. Wengen ist der Plural des Wortes „Wang“, was die Bedeutung „natürliches Weideland“ hat.Thaddäus Steiner: Allgäuer Bergnamen. 2. Auflage. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2008, ISBN 978-3-89870-389-5, S. 215.

Geologie Das Erscheinungsbild des Grates in dem sich der Östliche Wengenkopf befindet, ist geprägt von einer Hauptdolomit-Überschiebung. Diese steigt nach Norden hin an und zeigt dann nach Norden überkippte Falten. Daraus resultieren die eher sanfteren Südhänge und die steilen Nordabstürze. Im Norden ist ein breites Band von Fleckenmergeln eingelagert, den Talboden am nördlichen Bergfuß bilden Kössener Schichten.Herbert Scholz: Bau und Werden der Allgäuer Landschaft. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller), Stuttgart 1995, S. T5, T17.

Alpinismus Stützpunkte für eine Besteigung des Östlichen Wengenkopfs sind das Edmund-Probst-Haus () am Nebelhorn, sowie die Nebelhornbahn.

Normalweg Meist wird der Gipfel im Rahmen einer Begehung des Hindelanger Klettersteigs überschritten. Dieser ist am Wengenkopf ein mittelschwerer Klettersteig (B/C) mit teilweise ungesicherten Kletter-Passagen im I. Grad. In den Scharten westlich und nordöstlich des Gipfels befinden sich Notabstiege aus dem Klettersteig.Dieter Seibert: Alpenvereinsführer alpin – Allgäuer Alpen und Ammergauer Alpen. 17. Auflage. Bergverlag Rother, München 2008, ISBN 978-3-7633-1126-2, S. 284.Dieter Seibert: Rother Wanderführer – Allgäuer Alpen: Höhenwege und Klettersteige. 13. Auflage. Bergverlag Rother, München 2008, ISBN 978-3-7633-3120-8, S. 54 f.

Klettern Am Östlichen Wengenkopf finden sich einige Kletterrouten. Neben der Nordwand (II)Ernst Zettler, Heinz Groth: Alpenvereinsführer – Allgäuer Alpen. 12., völlig neu bearbeitete Auflage. Bergverlag Rudolf Rother, München 1985, S. 435. und dem Spiralriss an der Westschulter (IV+, A1) aus dem Jahr 1944 von Tröndle und Amling, ist vor allem die 1994 von Robert Jasper und Stefan Meineke erstbegangene Route La Traviata (VIII+) in der Südwand zu erwähnen.Stefan Meineke: Klettern im Allgäu. In: Bergsteiger special 14: Allgäu. Bruckmann, München 2007, ISBN 978-3-7654-4647-4, S. 66.

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