After Hours ist das zehnte Studioalbum des britischen Hardrock- und Blues-Gitarristen Gary Moore. Es erschien im Mai 1992 und setzt die bluesorientierte Richtung fort, die er mit dem Album Still Got the Blues eröffnet hatte. Wie dort setzte er für die Instrumentierung eine blues-orientierte Bläserformation ein und lud Albert Collins und B. B. King als Gastmusiker ein.
Entstehung und Veröffentlichung Die Erstveröffentlichung von After Hours erfolgte am 9. März 1992 bei Virgin Records. Das Album erschien in seiner Originalausführung als CD (Katalognummer: 262 558) und LP (Katalognummer: 212 558). Während die LP-Ausführung zehn Titel umfasste, waren auf der Standard-CD elf Titel vorhanden. Am 12. Mai 2003 erschien eine remasterte Fassung als CD, mit fünf Bonustiteln (Katalognummer: 5 83669 2).
Während Moore alle Titel produzierte, zusammen mit Ian Taylor, schrieb er auch sieben davon. Darüber hinaus stammt je ein Titel von Duster Bennett, Milton Campbell, John Mayall und Hudson Whittaker.
Inhalt und Stil Wie auf dem Vorgänger verband Gary Moore Blues-Standards mit Eigenkompositionen. Bei den Aufnahmen wirkten erneut prominente Musiker mit. So spielte B. B. King bei Since I Met You Baby, Albert Collins ist bei The Blues Is Alright zu hören.
Titelliste Cold Day in Hell – 4:27 Don’t You Lie to Me (I Get Evil) (Hudson Whittaker) – 2:30 Story of the Blues – 6:41 Since I Met You Baby – 2:52 Separate Ways – 4:54 Only Fool in Town – 3:52 Key to Love (John Mayall) – 1:59 Jumpin’ at Shadows (Duster Bennett) – 4:21 The Blues Is Alright (Milton Campbell) – 5:45 The Hurt Inside – 5:53 Nothing’s the Same – 5:04
Bonustitel (Remastered Edition) Woke Up This Morning (B. B. King; Jules Taub) – 3:48 Movin’ On Down the Road – 3:33 Don’t Start Me to Talkin’ (Sonny Boy Williamson II.) – 3:03
Mitwirkende Gary Moore – Leadgesang, Leadgitarre und Rhythmusgitarre Will Lee, Bob Daisley, Johnny B. Gaydon – Bass Graham Walker, Anton Fig – Schlagzeug Tommy Eyre – Keyboard Martin Drover – Trompete Frank Mead, Nick Pentelow, Nick Payn – Saxophon Andrew Love, Wayne Jackson – The Memphis Horns Carol Kenyon, Linda Taylor – Gesang Richard Morgan – Oboe B. B. King – Gitarre und Gesang bei Since I Met You Baby Albert Collins – Gitarre und Gesang bei The Blues Is Alright
Singleauskopplungen
Rezensionen Allmusic schrieb, das Album erinnere an den Vorgänger, wirke aber etwas kalkuliert: „While his playing is just as impressive, the album feels a little calculated. Nevertheless, Moore's gutsy, impassioned playing makes the similarity easy to ignore.“ Sie vergab die Bewertung 4,5 von 5. Weniger gut fiel das Urteil im Rock Hard aus. Markus Schleutermann kritisierte vor allem eine Anbiederung an die breite Masse mit „schwülstigem Schmuse-Schmalz“ und „trendgerechten Bläser-Arrangements“. Es bliebe „unter dem Strich ein zwiespältiger Eindruck, der Mainstream-Blueser Moore – beispielsweise im Vergleich zu seinem Landsmann Rory Gallagher – etwas von seiner Glaubwürdigkeit“ nehme und ihn „verglichen mit seinen alten Werken wie 'Corridors of Power' oder 'Victims Of The Future' sowieso alt aussehen“ ließe (6,5 von 10 Punkten).Rock Hard #60: After Hours (Album Review)
Ganz anders sieht das eine neuere Besprechung des Albums auf der Website „sputnik music“. Dort kommt der Rezensent zu diesem Fazit in seiner Besprechung der CD:
Kommerzieller Erfolg After Hours avancierte zum Nummer-eins-Erfolg in Schweden und der Schweiz.
Chartplatzierungen
Auszeichnungen für Musikverkäufe
Literatur René Aagaard, Finn K. Jensen, The Gary Moore Bio-Discography 1969–1994, Søborg: Bidstrup, 1996. ISBN 87-983242-6-8.
Einzelnachweise
Kategorie:Album 1992 Kategorie:Album (Blues) Kategorie:Album (Bluesrock) Kategorie:Gary-Moore-Album Kategorie:Nummer-eins-Album