mini|Andrea Sedláčková (2014) Andrea Sedláčková (* 22. Juli 1967 in Prag) ist eine tschechische Schauspielerin, Filmeditorin, Drehbuchautorin und Filmregisseurin.

Leben Sedláčková begann ihre Karriere in den 1980er Jahren als Schauspielerin in Filmen wie Nur so ein bißchen vor sich hinpfeifen (1981) unter der Regie von Karel Smyczek oder Muz pres palubu (1981) von Jaromír Borek. Sie studierte später Drehbuchschreiben an der Prager FAMU. Im Sommer 1989 verließ sie die Tschechoslowakei und beantragte in Frankreich politisches Asyl, das ihr am 17. November 1989 – genau zum Beginn der Samtenen Revolution – gewährt wurde.FAIR PLAY – A Director’s View. In: mzv.gov.cz vom 15. Mai 2015. Von 1990 bis 1993 studierte sie Schnitt und Regie an der Pariser La Fémis.

Als Editorin arbeitete sie ab Anfang der 1990er Jahre für Regisseure wie Jean-Paul Civeyrac (Stiefkinder Gottes, 1996), Jacques Maillot, Michel Deville (Tagebuch eines Landarztes, 1999, und Un monde presque paisible, 2002), Christian Carion (Eine Schwalbe macht den Sommer 2001 und L’affaire Farewell, 2009), Philippe Lioret (Keine Sorge mir geht’s gut, 2006 und Welcome, 2009) und Yann Samuell (Vergiss mich nicht, 2010). Ab 2000 begann sie als Drehbuchautorin und Regisseurin für tschechische Fernsehproduktionen zu arbeiten. 2010 veröffentlichte sie den auf Josef Škvoreckýs Roman basierenden Jazzfilm Der Klang der Freiheit, zu dem Emil Viklický den Soundtrack schrieb.Doug Ramsey: Rhythm On My Heels. In: artsjournal.com vom 1. Juni 2012. Später schuf sie unter anderem Dokumentarfilme über Václav Havel oder die Künstlerin Toyen.

Sedláčková ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie lebt abwechselnd in Paris und in Prag.Eva Tichá: Byla jsem nejlépe placená uklízečka, říká režisérka Andrea Sedláčková. In: idnes.cz vom 1. September 2013.

Filmografie (Auswahl) Schauspielerin 1981: Nur so ein bißchen vor sich hinpfeifen (Jen si tak trochu písknout) 1981: Muz pres palubu 1982: Sklenený dum 1988: Der Boss kennt auch den Staatsanwalt (Bony a Klid) 1988: Tretí patro (Miniserie, 4 Episoden)

Schnitt 1996: Stiefkinder Gottes (Ni d’Ève ni d’Adam) 1999: Tagebuch eines Landarztes (La maladie de Sachs) 1999: Jedem sein Glück (Nos vies heureuses) 2001: Eine Schwalbe macht den Sommer (Une hirondelle a fait le printemps) 2001: Kinder der Furcht (Un jeu d’enfants) 2002: Mutterseelenallein (Froid comme l’été) 2003: Liebe mich, wenn du dich traust (Jeux d’enfants) 2004: Was Frauen wirklich wollen (Tout le plaisir est pour moi) 2005: Merry Christmas (Joyeux Noël) 2006: Keine Sorge mir geht’s gut (Je vais bien, ne t’en fais pas) 2007: Counter Investigation – Kein Mord bleibt ungesühnt (Contre-enquête) 2008: Rivals (Les liens du sang) 2009: L’affaire Farewell 2010: Vergissmichnicht (L’âge de raison) 2011: All unsere Wünsche (Toutes nos envies) 2011: Tu seras mon fils 2012: La mer à boire 2015: Madame Christine und ihre unerwarteten Gäste (Le grand partage) 2016: Die kanadische Reise (Le fils de Jean) 2017: Ménage à trois – Zum Fremdgehen verführt (Garde alternée) 2018: Die Kunst der Nächstenliebe (Les bonnes intentions) 2020: Rückkehr in die Bretagne (Paris Brest) 2023: Prag im Dienste Moskaus – Spionage im Kalten Krieg (Prague au service de Moscou – Dans les secrets de la guerre froide)

Regie 2000: Ze zivota pubescentky 2000: Obeti a vrazi 2002: Musím te svést 2006: Krásný cas 2010: Der Klang der Freiheit (Rytmus v patách) 2014: Václav Havel, ein freier Mensch (Život podle Václava Havla) 2014: Fair Play 2021: Toyen: Die Malerin des Surrealismus (Toyen – La baronne subversive du surréalisme) 2023: Prag im Dienste Moskaus – Spionage im Kalten Krieg (Prague au service de Moscou – Dans les secrets de la guerre froide)

Weblinks

Andrea Sedláčková bei csfd.cz

Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Filmeditor Kategorie:Tscheche Kategorie:Geboren 1967 Kategorie:Frau