miniatur|Eleonore de Ahna, Stich von August Weger Eleonore de Ahna (* 8. Januar 1838 in Wien; † 10. Mai 1865 in Berlin), gelegentlich auch Leonore de Ahna genannt, war eine deutsche Opernsängerin (Sopran/Mezzosopran).
Leben Eleonore de Ahna war die Tochter eines bayerischen Oberlieutenants, der später als Fabrikant tätig war. Ihre Mutter war eine geborene Freiin von Odelga. Ihr Bruder war der Violinist Heinrich de Ahna. Ihre Nichte, die Sängerin Pauline de Ahna, heiratete den Komponisten Richard Strauss.
Obwohl Eleonore de Ahna erst nicht vorhatte zum Theater zu gehen, zwang sie die Verschlechterung der Vermögensverhältnisse ihrer Eltern, sich diesem Beruf zuzuwenden. Ihre Gesangsausbildung erhielt sie bei Eduard Mantius (1806–1874).Eduard Mantius im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Sie debütierte am 2. September 1859 an der Königlichen Oper in Berlin in der Titelrolle der Donizetti-Oper Lucrezia Borgia und wurde beim Publikum bald beliebt. Am 1. Januar 1860 erhielt sie ein festes Engagement. Sie gab die Fidès in Meyerbeers Le prophète, die Ortrud in Wagners Lohengrin, die Elisabeth in Tannhäuser und weitere Rollen in Le nozze di Figaro, Don Juan, Rigoletto sowie in Orfeo ed Euridice. Daneben gab sie Gastspiele außerhalb Berlins.
Eleonore de Ahna starb im Alter von 27 Jahren nach einem inneren Leiden, das sie zuerst zu Unterbrechungen ihrer Arbeit zwang, bis sie zuletzt gänzlich der Bühne entzogen war. Sie wurde auf dem Friedhof der St.-Hedwigs-Gemeinde beigesetzt.Alfred Etzold, Wolfgang Türk: Der Dorotheenstädtische Friedhof. Links Verlag, Berlin 2002, S. 91 (online bei Google Books) Ihr Grab ziert ein Marmorengel von Julius Franz.Alfred Etzold, Wolfgang Türk: Der Dorotheenstädtische Friedhof. Links Verlag, Berlin 2002, S. 184 (online bei Google Books)
Literatur Ludwig Eisenberg: Großes biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert. Verlag von Paul List, Leipzig 1903, S. 17, ().
Biographie in: NN.: Das Joachim’sche Streichquartett. In: Musikalisches Wochenblatt Jg. 16, Nr. 3 vom 8. Januar 1885, S. 31. de Ahna, Leonore in Kutsch/Riemens: Großes Sängerlexikon, S. 5336 f (vgl. Sängerlexikon Band 2, S. 800) (c) Verlag K.G. Saur, elektronische Ausgabe der dritten, erweiterten Auflage, Digitale Bibliothek Band 33.
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Einzelnachweise
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