right|200px|Olympische Ringe Bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal wurden im Volleyball Turniere für Frauen und Männer ausgetragen.

Modus right|100px|Volleyball Bei den Männern zog sich Ägypten wegen eines Boykotts kurzfristig zurück. Die verbleibenden neun Mannschaften wurden in eine Fünfer- und eine Vierer-Gruppe gelost. Die Vorrunde wurde nach dem Modus „jeder gegen jeden“ ausgetragen. Die beiden besten Teams jeder Gruppe trafen im Halbfinale über Kreuz aufeinander. Die restlichen Mannschaften spielten die Plätze fünf bis acht aus.

Bei den Frauen gab es zwei Gruppen mit jeweils vier Teilnehmern. Die beiden besten Teams jeder Gruppe trafen im Halbfinale über Kreuz aufeinander. Die restlichen Mannschaften spielten die Plätze fünf bis acht aus.

Die Spiele wurden vom 18. bis 30. Juli in Montreal ausgetragen.

Turnier der Männer Qualifikation Acht der zehn teilnehmenden Mannschaften waren gesetzt: Kanada als Gastgeber, Japan als Titelverteidiger, Polen als Weltmeister, Südkorea als Zweiter der Asien-Meisterschaft 1975 (hinter Japan), Kuba als Sieger der Meisterschaft von Nord- und Mittelamerika 1975, Brasilien als Sieger der Südamerika-Meisterschaften 1975 und die Sowjetunion als Europameister 1975. Außerdem war Ägypten als Afrikameister von 1976 qualifiziert. Jedoch traten die Ägypter wegen des Olympia-Boykotts zahlreicher afrikanischer Länder nicht zum Turnier in Montreal an.

Zwei weitere Startplätze wurde im Januar 1975 durch ein Turnier in Rom vergeben. 1. Runde der Qualifikation

Gruppe A Platz Team Sätze Punkte 1. 6:0 4 2. 3:3 2 3. 0:6 0 Gruppe B Platz Team Sätze Punkte 1. 9:2 6 2. 7:4 4 3. 4:6 2 4. 1:9 0

Gruppe C Platz Team Sätze Punkte 1. 6:0 4 2. 3:3 2 3. 0:6 0 Gruppe D Platz Team Sätze Punkte 1. 9:1 6 2. 6:3 4 3. 4:7 2 4. 1:9 0

Endrunde der Qualifikation Platz Team Sätze Punkte 1. 9:0 6 2. 6:6 4 3. 5:8 2 4. 3:9 0

Vorrunde In Gruppe A blieb Polen ungeschlagen. Gegen den Tabellenzweiten Kuba setzten sich die Osteuropäer im direkten Duell mit 20:18 im Tiebreak durch. In Gruppe B dominierte die Sowjetunion, die in drei Spielen keinen Satz abgab. Japan reichten zwei Siege zum Einzug ins Halbfinale.

Gruppe A Platz Team Sätze Punkte 1. 12:5 8 2. 11:4 6 3. 8:7 4 4. 6:9 2 5. 0:12 0 Gruppe B Platz Team Sätze Punkte 1. 9:0 6 2. 6:3 4 3. 3:8 2 4. 2:9 0

18. Juli Tschechoslowakei Kanada 3:0 Polen Südkorea 3:219. Juli Polen Kanada 3:0 Kuba Tschechoslowakei 3:121. Juli Polen Kuba 3:2 Südkorea Kanada 3:023. Juli Kuba Südkorea 3:0 Polen Tschechoslowakei 3:125. Juli Tschechoslowakei Südkorea 3:1 Kuba Kanada 3:018. Juli UdSSR Italien 3:020. Juli UdSSR Brasilien 3:0 Japan Italien 3:022. Juli Japan Brasilien 3:024. Juli Brasilien Italien 3:225. Juli UdSSR Japan 3:0

Finalrunde Im Halbfinale am 29. Juli setzte sich Polen in fünf Sätzen gegen Japan durch. Die Sowjetunion hatte gegen Kuba weniger Probleme. Die Mannschaft aus der Karibik gewann anschließend die Bronzemedaille. Im Finale am 30. Juli bezwang Polen trotz zweimaligen Rückstands die sowjetische Auswahl und sicherte sich die Goldmedaille.

Turnier der Frauen Qualifikation Sieben der acht teilnehmenden Mannschaften waren gesetzt: Kanada als Gastgeber, die Sowjetunion als Titelverteidiger, Japan als Weltmeister, Südkorea als Zweiter der Asien-Meisterschaft 1975 (hinter Japan), Kuba als Sieger der Meisterschaft von Nord- und Mittelamerika 1975, Peru als Sieger der Südamerika-Meisterschaften 1975, Ungarn als Vize-Europameister 1975 (hinter der Sowjetunion).

Der verbleibende Startplatz wurde im Januar 1975 durch ein Turnier in Wiesbaden und Heidelberg vergeben. 1. Runde der Qualifikation

Gruppe A (Wiesbaden) Platz Team Sätze Punkte 1. 9:2 6 2. 7:3 4 3. 4:6 2 4. 0:9 0 Gruppe B (Heidelberg) Platz Team Sätze Punkte 1. 9:1 6 2. 7:3 4 3. 3:7 2 4. 1:9 0

Endrunde der Qualifikation in Heidelberg Platz Team Sätze Punkte 1. 9:2 6 2. 5:7 4 3. 5:7 4 4. 4:7 4

Vorrunde In Gruppe A dominierte Japan ohne Satzverlust. Zweiter Halbfinalist wurde Ungarn mit zwei Siegen. In Gruppe B verloren die Frauen der DDR ihr erstes Spiel gegen Kuba. Gegen Südkorea und die Sowjetunion erreichten sie jeweils den fünften Satz, blieben aber ebenfalls sieglos. Die sowjetische Auswahl sicherte sich schließlich den ersten Platz vor den Asiatinnen.

Gruppe A Platz Team Sätze Punkte 1. 9:0 6 2. 6:5 4 3. 4:8 2 4. 3:9 0 Gruppe B Platz Team Sätze Punkte 1. 9:4 6 2. 7:7 4 3. 6:7 2 4. 5:9 0

19. Juli Japan Ungarn 3:0 Peru Kanada 3:221. Juli Japan Peru 3:0 Ungarn Kanada 3:123. Juli Ungarn Peru 3:1 Japan Kanada 3:020. Juli UdSSR Südkorea 3:1 Kuba DDR 3:122. Juli UdSSR Kuba 3:1 Südkorea DDR 3:224. Juli Südkorea Kuba 3:2 UdSSR DDR 3:2

Finalrunde Nach einem Sieg in fünf Sätzen gegen Peru und einer Niederlage gegen Kuba belegte die DDR den sechsten Platz.

Im Halbfinale am 29. Juli setzte sich die Sowjetunion ebenso deutlich gegen Ungarn durch wie Japan im asiatischen Duell gegen Südkorea. Die Koreanerinnen holten anschließend Bronze. In der Neuauflage des olympischen Endspiels von 1972 triumphierten die Japanerinnen in drei Sätzen über die sowjetischen Frauen und konnten sich so für die Finalniederlage vor vier Jahren eindrucksvoll revanchieren.

Medaillen Männer Platz Land Spieler 1 Wlodzimierz Stefanski, Bronislaw Bebel, Lech Lasko, Edward Skorek, Tomasz Wójtowicz, Wieslaw Gawlowski, Miroslaw Kibaczewski, Zbigniew Lubiejewski, Ryszard Bosek, Wlodzimierz Sadalski, Zbigniew Zarzycki, Marek Karbarz 2 Anatolij Polischtschuk, Wjatscheslaw Saizew, Jefim Tschulak, Wladimir Dorochow, Alexander Jermilow, Pāvels Seļivanovs, Oleh Molyboha, Wladimir Kondra, Juri Starunski, Wladimir Tschernyschow, Wladimir Ulanow, Alexander Sawin 3 Leonel Marshall senior, Victoriano Sarmientos, Ernesto Martínez, Víctor García, Carlos Salas, Raúl Vilches, Jesús Savigne, Lorenzo Martínez, Diego Lapera, Antonio Rodríguez, Alfredo Figueredo, Jorge Pérez Vento

Frauen Platz Land Spieler 1 Takako Iida, Mariko Okamoto, Echiko Maeda, Noriko Matsuda, Takako Shirai, Kiyomi Katō, Yūko Arakida, Katsuko Kanesaka, Mariko Yoshida, Shōko Takayanagi, Hiromi Yano, Juri Yokoyama 2 Hanna Rostowa, Ljudmila Schtschetinina, Lilija Ossadtscha, Natalja Kuschnir, Olha Kosakowa, Nina Smolejewa, Ljubow Rudowska, Larissa Bergen, Inna Ryskal, Ljudmila Tschernyschowa, Soja Jussowa, Nina Muradjan 3 Lee Soon-bok, Yu Jung-hyae, Byon Kyung-ja, Lee Soon-ok, Baik Myung-sun, Chang Hee-sook, Ma Kum-ja, Yoon Young-nae, Yu Kyung-hwa, Park Mi-kum, Jung Soon-ok, Jo Hae-chung 6 Jutta Balster, Barbara Czekalla, Gudrun Gärtner, Monika Meißner, Hannelore Meincke, Ingrid Mierzwiak, Helga Offen, Cornelia Rickert, Karla Roffeis, Johanna Strotzer, Christine Walther, Anke Westendorf

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