Victor Langer (auch: Viktor Langer; * 14. Dezember 1842 in Pest, Kaisertum Österreich; † 19. März 1902 in BudapestRobert Músiol: Viktor Langer †. In: Neue Zeitschrift für Musik. 69. Jg. Bd. 98, 1902, S. 239 ()) war ein ungarischer Komponist und Dirigent.

Leben Der Sohn eines Gesangslehrers studierte am Leipziger Konservatorium bei Carl Reinecke, und Moritz Hauptmann und in Budapest bei Robert Volkmann. Er komponierte als Student eine Ouvertüre für großes Orchester, die bei den jährlichen öffentlichen Konzerten der Studenten aufgeführt wurde. Nach seiner Rückkehr nach Ungarn zählte er zum Freundeskreis um Franz Liszt, an dessen Werken er zugleich die kosmopolitischen und die national ungarischen Züge schätzte. Als Musikkritiker setzte er sich in ungarischen Zeitschriften für die Werke Richard Wagners ein.

Langer komponierte Lieder unter dem Pseudonym Ogyck und Klavierbearbeitungen populärer ungarischer Lieder, Tänze und Märsche (u. a. „Perlen aus ungarischen Volksliedern“) unter dem Pseudonym Tisza Aladár. Stilistisch zeigte er sich dabei von Liszt, Wagner und Schumann beeinflusst.

Literatur Albert Lavignac: Encyclopédie de la musique et dictionnaire du Conservatoire. Delagrave, Paris 1922, S. 2637 (). Hugo Riemann: Musik-Lexikon. 7. vollständig umgearbeitete Auflage, Leipzig 1909, S. 787 ().

Weblinks Viktor Langer, in: A Pallas Nagy Lexikona. 1893–1900 (ungarisch) Langer Viktor, in: Magyar Katolikus Lexikon. 1993–2010 (ungarisch)

Einzelnachweise

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